Afrika

Prove­ni­enz­for­schung und Resti­tu­tion. Für ein Denken in unab­ge­schlos­senen Prozessen

Der Umgang mit Sammlungen aus kolonialen Kontexten wird derzeit kontrovers diskutiert, auch in der Schweiz. Welche Möglichkeiten bietet dies für die Museen, aber auch für die ganze Gesellschaft, eine neue Haltung zu Fragen von Provenienz und Rückgabe einzunehmen?

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Wagner ist keine Söld­ner­truppe – und das ist nicht so gut, wie es auf den ersten Blick scheint

Nach dem Putsch gegen Putin ist die Wagner-Gruppe in aller Munde als brutale Söldner-Truppe. Dabei sind sie gar keine Söldner, sondern PMCs. Doch was wissen wir überhaupt über den internationalen Einsatz privatisierter Gewalt und die gescheiterten rechtlichen Versuche, diese einzudämmen?

Afri­ka­ni­sche Perspek­tiven auf Holo­caust und Erin­ne­rung. Ein Essay über Welt­ge­dächtnis, Pres­tige und Opferhierarchien

Die Auseinandersetzungen mit dem Holocaust auf dem afrikanischen Kontinent sind ebenso wenig bekannt, wie die reiche Literatur zum Thema. Unterschiedliche Erfahrungen und andere Formen des Gedächtnisses können zur Utopie einer Begegnung von Gleichberechtigten auf der Bühne des Weltgedächtnisses beitragen.

Wir Barbaren. „Inneres Afrika“, „Unzi­vi­li­sierte“ und „Entar­tete“ in der euro­päi­schen Moderne

Europäische Gesellschaften suchten im 19. Jahrhundert ihre „Zivilisation“ in alle Welt zu exportieren. Die „Fremden“, darunter auch die Armen, erschienen dem gegenüber als „Barbaren“. Ist diese Geschichte schon zu Ende?

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Geschichte der Gegenwart
Geschichte der Gegenwart
Schweizer Filme über das Recht auf Abtreibung
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  • Schweizer Filme über das Recht auf Abtreibung

    Schweizer Filme über das Recht auf Abtreibung

    Sep 21, 2025 • 13:31

    1975 war das internationale Jahr der Frau. Die Abtreibungsfrage war in der Schweiz eines der großen Themen. Feminist:innen nutzten das Medium Film, um illegale Schwangerschaftsabbrüche aus der Tabuisierung zu befreien und für eine Liberalisierung zu mobilisieren.

  • Russland führt einen ideologischen Krieg

    Russland führt einen ideologischen Krieg

    Sep 14, 2025 • 16:58

    Die Russische Föderation wurde wiederholt als korrupter und ideologieloser Mafiastaat bezeichnet, um den russischen Nationalismus und die messianischen Ideen eines kommenden russischen Imperiums herunterzuspielen. Warum diese Perspektive falsch und vielleicht sogar gefährlich ist.

  • Zeigen oder Nicht-Zeigen? – Das ist nur eine der Fragen

    Zeigen oder Nicht-Zeigen? – Das ist nur eine der Fragen

    Aug 31, 2025 • 14:03

    Bilder können erinnern, bewahren und Wissen erzeugen – zugleich aber auch Gewalt und Diskriminierung fortschreiben. Mario Schulze und Sarine Waltenspül erörtern, wie Archive, Ausstellungen und Forschung verantwortungsvoll mit solchen Bildbeständen umgehen können – zwischen Ethik, Kontextualisierung und kollaborativer Praxis.

  • Essen von oben

    Essen von oben

    Aug 24, 2025 • 13:52

    Digitale Bilder von Essen sind allgegenwärtig, sie übernehmen vielfältige kommunikative Funktionen. Als visuelle Markierungen von Identität, Erinnerung und Zugehörigkeit sind sie Teil eines ironischen Spiels, werden aber auch in einem Kulturkampf von rechts instrumentalisiert.

  • Das deutsche Passfoto. Geschichte und Geschlecht

    Das deutsche Passfoto. Geschichte und Geschlecht

    Aug 17, 2025 • 13:03

    Seit wann und warum gibt es Fotos in Ausweisen? Ein Passfoto lässt unwillkürlich auf das Geschlecht der abgelichteten Person schließen. Doch was geschieht, wenn die Angabe des Geschlechts im Reisepass nicht mehr den tradierten binären visuellen Codierungen von Geschlecht entspricht? Britta Lange im GdG-Bildersommer über die Geschichte des Passbildes.

  • Hothouse Earth: Dass es so weitergeht, ist die Katastrophe

    Hothouse Earth: Dass es so weitergeht, ist die Katastrophe

    Aug 10, 2025 • 13:46

    Klimadiagramme sind mehr als visualisierte Daten, sie entwerfen ihre eigenen Narrative und prägen unser visuelles Verständnis der Klimakrise. Birgit Schneider analysiert, wie die Bilder emotionale Zugänge zur Klimakrise schaffen und zum Handeln aufrufen.

  • Bilder, paranoid gelesen. Die Netflix-Serie Adolescence

    Bilder, paranoid gelesen. Die Netflix-Serie Adolescence

    Jul 27, 2025 • 12:07

    Die Netflix-Serie Adolescence wird als Warnstück gelesen, obwohl ihre Bildsprache eine vielschichtige Gegenwartsanalyse anbietet: eine subtile Kritik an der populären Interpretationspraxis, die hinter allem, was man sieht, eine verborgene Wahrheit finden will.

  • Freie Bilder und die Verantwortung von Museen

    Freie Bilder und die Verantwortung von Museen

    Jul 20, 2025 • 16:43

    Was bedeutet die Forderung nach freien Bildern für Museen? Welche Schwierigkeiten und neuen Ansätze gibt es im Bereich von #OpenSource und #CreativeCommons? Wie wirken sich diese auf die Verantwortung von Museen im postkolonialen Kontext aus? Ein Plädoyer für die Wissensallmende.

  • Ist es nun „echter“? Wie die digitale Kolorierung historischer Filmaufnahmen falsche Versprechungen erzeugt

    Ist es nun „echter“? Wie die digitale Kolorierung historischer Filmaufnahmen falsche Versprechungen erzeugt

    Jul 13, 2025 • 15:09

    Digitale Technologien wie Künstliche Intelligenz scheinen den Wunsch nach einer unmittelbar erlebbaren Vergangenheit Wirklichkeit werden zu lassen. Die Nachbearbeitung von Filmaufnahmen löst Faszination aus, zeigt aber auch Probleme und Irrtümer im Umgang mit historischen Quellen.

  • Der Blick nach rechts von uns. Paul Klees „Angelus novus“ (1920)

    Der Blick nach rechts von uns. Paul Klees „Angelus novus“ (1920)

    Jul 9, 2025 • 10:00

    Heute startet der GdG-Bildersommer. Den Auftakt bildet ein Aquarellbild von Paul Klee, das durch seinen ersten Besitzer Walter Benjamin eine wirkungsmächtige Deutung erhalten hat. Klees „Angelus novus“ von 1920 ist zum Engel der Geschichte geworden. Doch was ist auf dem Bild zu sehen?

Die Poli­ti­sie­rungs­ma­schine. Inter­na­tio­nale Kultur­po­litik und Bürger­krieg in Äthiopien

Der äthiopische Bürgerkrieg um die Provinz Tigray ist nicht nur ein „lokaler“ ethno-nationalistischer Konflikt um Souveränitäts- und Territorialansprüche irgendwo im fernen Afrika. Ganz im Gegenteil: Der aggressive Nationalismus der äthiopischen Eliten wird seit Jahrzehnten auch durch die internationale Kulturpolitik befeuert.

Der Klang des Kolonialarchivs

Die Neuübersetzung und Kontextualisierung von historischen Sprachaufnahmen lässt die Gegenrede Kolonisierter und ihre Kritik an kolonialer Gewalt noch einmal hörbar werden. Im Buch „Kolonialgeschichte hören“ erzählt Anette Hoffmann von der Ton-Sammlung des österreichischen Arztes und Anthropologen Rudolf Pöch.

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Kleo­patra – Schwarz oder Weiß? Hinter­gründe einer schwarz­weißen Debatte

Braucht es wirklich eine Neuverfilmung von Kleopatra? Paramount meint ja und hat als Hauptdarstellerin die israelische Schauspielerin Gal Gadot verpflichtet. Regie führt Patty Jenkins und das Buch stammt von Laeta Kalogridis. Doch darum geht es gerade nicht… Ein Blick hinter die Kulissen.

Franz Boas und die Schule der Rebel­linnen. Eine andere Geschichte der Anthropologie

Ist die Geschichte der Anthropologie einfach nur Ausdruck von Kolonialismus und Rassismus? Mit dem aufregenden Buch „Schule der Rebellen“ des Historikers Charles King lässt sich diese trotz allem verkürzte Ansicht gewinnbringend korrigieren.

Über Afrika schreiben – The Danger of a Single Story

Das europäische Sprechen und Schreiben über Afrika folgt seit mehr als 150 Jahren Mustern und Klischees, die unausrottbar scheinen – auch dort, wo man es doch „gut“ meint. Dabei ist oft gerade das „Fremde“ Afrikas das Vergessene unserer eigenen Geschichte.

#Afrika

Sklaverei und Kolonialismus erhalten derzeit eine nie gekannte Aufmerksamkeit in der deutschsprachigen Öffentlichkeit. Afrika rückt dabei in seiner historischen Dimension, aber nicht in seiner Vielfalt in den Blick. Aber was ist „Afrika“ überhaupt, wenn nicht ein durch und durch koloniales Konzept?

Das Ende einer Kolo­ni­al­wäh­rung. Der Franc CFA und die Kontrolle des Geldes in Westafrika.

Der Franc CFA, die Währung der ehemals französischen Kolonien in Afrika, steht seit Jahren in der Kritik. Seine Abschaffung steht bevor, eine neue gemeinsame Währung soll ihn ablösen. Doch ändern sich dadurch auch die postkolonialen Abhängigkeitsverhältnisse? Ein Blick in die aktuellen Debatten.

Preco­lo­nia­lity: George Stein­metz trifft Felwine Sarr im Bücherregal

Der amerikanische Soziologe George Steinmetz forscht zum Einfluss vorkolonialer Ethnografien auf die deutsche Kolonialpolitik und zur Geburt der Soziologie aus der kolonialen Erfahrung. Ein guter Anlass, ihn gemeinsam mit Felwine Sarr zu lesen, der im vorkolonialen Wissen utopisches Potenzial findet.