"Die Filmsprache, die Schnitte, die Kameraführung, die Farben, die Musik. Wer den Film auf die Handlung reduziert, übersieht wesentliche Dimensionen" - Ein Gespräch von Christine Lötscher mit der Kulturwissenschaftlerin und Amerikanistin Elisabeth Bronfen.

  • Elisabeth Bronfen

    Elisabeth Bronfen ist Kulturwissenschaftlerin und Autorin. Sie war Professorin für Amerikanistik am Englischen Seminar der Universität Zürich und ist Global Distinguished Professor an der New York University. 2023 erschien ihr Roman “Händler der Geheimnisse” im Limmat Verlag, 2025 "Shakespeare und seine seriellen Motive" bei S. Fischer.
  • Christine Lötscher

    Christine Lötscher lehrt Populäre Literaturen und Medien mit Schwerpunkt Kinder- und Jugendmedien am ISEK - Populäre Kulturen der Universität Zürich und ist Herausgeberin von Geschichte der Gegenwart.

Seit Chris­to­pher Nolans The Odyssey Anfang Juli in die Kinos kam, reißt die Debatte um die Qualität des Films nicht ab. Insbe­son­dere aus der Sicht von klas­si­schen Philolog:innen – darunter auch Katha­rina Wessel­mann hier auf GdG – wird eine simpli­fi­zierte Sicht auf Homers Klas­siker im für IMAX-gefilmten Action-Blockbuster kriti­siert. Die Histo­ri­kerin Mary Beard vermisst die „elusive sexi­ness“ des Origi­nals, und auch Nolans Frau­en­fi­guren über­zeugen sie ganz und gar nicht. Beson­ders hohe Wellen schlug die Polemik der Gräzistik-Professorin und Homer-Übersetzerin Emily Wilson in der London Review of Books. Dem Film fehle „psycho­lo­gical, poli­tical and ethical depth“ und er habe „nothing convin­cing to say“, stellt sie unter anderem fest. Daraufhin empörte sich die US-Autorin Joyce Carol Oates auf X über Emily Wilsons Ton und Rhetorik, insbe­son­dere, weil sich deren Über­set­zung der Odyssee dank Nolans Film millio­nen­fach verkauft habe. Oates operiert ihrer­seits mit schwerem rheto­ri­schem Geschütz: „Rather than disagre­eing with inter­pre­ta­tions of Homer in a colle­gial manner, this person, who has bene­fited enorm­ously from Nolan’s film, speaks the crude language of Maga folks attacking someone with ideas that differ from hers“, schreibt sie.

Chris­tine Lötscher: Elisa­beth, wie erklärst du dir die Aufre­gung um Nolans Homer-Adaption?

Elisa­beth Bronfen: Wie so oft momentan geht es um die Frage, „Who controls the narra­tive?“ Will sagen: Wer hat die Deutungs­ho­heit über einen kano­ni­schen Text der, zumin­dest in der anglo-amerikanischen Welt ein house­hold name ist? Wir dürfen nicht vergessen, die mytho­poe­thi­sche Figur Odys­seus ist bekannt, nicht zuletzt durch die Popu­lär­kultur ist sie inte­griert in das alltäg­liche Leben. Man bezieht sich im Gespräch – privat wie öffent­lich – auf diesen Namen, auch wenn das alles weit vom Origi­nal­text entfernt ist. Übri­gens: Es gibt 19 Städte in den USA, die „Homer“ heißen. Im späten 19. und frühen 20. Jahr­hun­dert war „Homer“ zudem auch ein beliebter Vorname für junge Männer, die nicht unbe­dingt Krieger wurden. Und der Vater der Simpsons heißt Homer!

CL: Die Debatte um die Origi­nal­treue hat etwas Anti­quiertes, denn längst hat sich doch die Erkenntnis aus den Adapt­a­tion Studies und Trans­media Studies durch­ge­setzt, dass jede Adap­tion neue Aspekte aus einem Stoff heraus­holt und ihn gerade dadurch lebendig hält. Es gibt sogar den Begriff der „Mythen­kor­rektur“, bezogen auf Autor:innen wie Kafka, Brecht oder Margaret Atwood – die mit ihrer Pene­lo­piad (2005) eine ganz eigen­wil­lige femi­nis­ti­sche Version oder Korrektur der Odyssee vorge­legt hat. Pene­lope ist tot und erzählt ihre Geschichte vom Reich der Toten aus. Im Zusam­men­hang Nolas The Odyssey war es zunächst Elon Musk, der die Frage nach der „Origi­nal­treue“ mit seiner massiven Polemik ange­stoßen und sicher zur Aufhei­zung der Debatte beigetragen hat.

EB: Wenn man von Homer das gleiche behaupten kann wie von Shake­speare, nämlich „he is a poet not of his age but of all times”, bedeutet das, dass er jeder Epoche neu ange­passt werden muss. Ich frage mich auch, warum man bei den kühnen Über­schrei­bungen, die man im deutsch­spra­chigen Theater von den Klas­si­kern (wie auch Shake­speare) zu sehen bekommt, unter der Bezeich­nung „Regie­theater” absolut keine Probleme mit fehlender Werk­treue hat. Oft bleibt von Shake­speares Sprache, geschweige denn von der Komple­xität seiner Figu­ren­zeich­nungen, kaum etwas übrig. Dies fürs Kino nicht zu erlauben, bezeugt eine Naivität gegen­über diesem Medium und seiner mehr als 100jährigen Geschichte.

CL: Deshalb wollen wir über den Film reden. Wir haben The Odyssey von Chris­to­pher Nolan nun beide zum zweiten Mal gesehen. Und ich betone: Chris­to­pher Nolans Odyssey. Denn auffällig an der aufge­regten und im rechts­po­pu­lis­ti­schen Lager gera­dezu hyste­ri­schen Rezep­tion des Films ist, dass gera­dezu obsessiv auf Homer und auf die mangelnde Origi­nal­treue verwiesen wird, aber kaum je danach gefragt wird, was der Film macht, wie er funktioniert.

EB: Zunächst muss man fest­halten: Die enormen Zuschauer:innenzahlen hat dieser Film, weil er ein Christopher-Nolan-Film ist. Er trägt die Hand­schrift des Regis­seurs. Das ist in den 2020er-Jahren sehr unge­wöhn­lich. Es sind nicht die Schauspieler:innen, es ist nicht der Stoff, was den Film ausmacht, sondern es ist das Werk eines „Auteurs“, eines Regis­seurs mit persön­li­cher Hand­schrift. Und gleich­zeitig gelingt Nolan etwas Inter­es­santes. Er macht einen Sommer-Blockbuster, der sowohl ein großes Publikum anspricht, das sich nicht beson­ders für Homer inter­es­siert, als auch ein intel­lek­tu­elles Publikum, das überall Spuren seiner früheren Filme entdeckt.
Nolan selbst hat den Film einen Anti­kriegs­film genannt. Mir schien schon beim ersten Sehen, dass er so etwas wie den dritten Teil einer Triade bildet: Dunkirk, Oppen­heimer und nun The Odyssey. Aber das reicht noch nicht. Entschei­dend ist: Wenn man den Film als Anti­kriegs­film bzw. Kriegs­film betrachtet und die lange Tradi­tion dieser Gattung mitdenkt, bekommt man einen Zugang, der all jenen entgeht, die ihn nur auf seine Werk­treue gegen­über Homer befragen. Dazu muss man sich die filmi­schen Bilder anschauen. Die Film­sprache, die Schnitte, die Kame­ra­füh­rung, die Farben, die Musik. Wer den Film auf die Hand­lung redu­ziert, über­sieht wesent­liche Dimensionen.

CL: Beim ersten Mal habe ich den Film im IMAX gesehen. Die visze­rale Erfah­rung, die Immersion stand stark im Vorder­grund, man spürt das Getrampel der Krieger, das Rasseln der Rüstungen und das Sirren der flie­genden Pfeile im eigenen Körper. Gleich­zeitig ist klar, dass alles unglaub­lich präzise gear­beitet ist und man den Film eigent­lich regel­mäßig anhalten müsste, um seine Struktur, die Wieder­ho­lungen und Varia­tionen, die Nuancen zu verstehen.

EB: Genau. Dieses Visze­rale entsteht gerade deshalb, weil alles tech­nisch so ausge­klü­gelt ist. Jede Einstel­lung, jede Kame­ra­fahrt, jeder Über­gang ist genau geplant. Die Zeit­wechsel zwischen Gegen­wart und Vergan­gen­heit sind so geschnitten, dass man sie fast gar nicht bemerkt. Gleich­zeitig darf man nicht vergessen: Nolan ist ein intel­lek­tu­eller Filme­ma­cher. Das Denken findet bei ihm nicht gegen die Form statt, sondern durch die Form. Es steckt in den Kame­ra­be­we­gungen, den Einstel­lungen, den Größen­ver­hält­nissen der Figuren, den Rück­blenden. Die intel­lek­tu­elle Arbeit findet in der Mise-en-scène, dem Aufbau und der Montage der Bilder statt.

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CL: Wenn der Film als Anti­kriegs­film bezeichnet wird, was ist damit genau gemeint? Könn­test du das ein wenig ausführen?

EB: Zunächst einmal gibt es keinen Anti­kriegs­film ohne beein­dru­ckende Schlacht­szenen. Der Sinn der Schlachten ist zu zeigen, wie schreck­lich Krieg ist. Aber das kann man nur, indem man Schlachten darstellt. Deshalb ist es auch kein Zufall, dass die Erobe­rung Trojas immer wieder gezeigt wird. Diese Rück­kehr zur Schlacht, die Flash­backs, das Trauma des Krieges: Das ist zentral. Der Krieg erscheint hier zugleich als Trauma und als Aben­teu­er­reise. Und beides wird mit derselben Vehe­menz insze­niert. Das entspricht einer langen Tradi­tion des Kriegs­kinos. Kriegs­ge­schichten sind fast immer auch Aben­teu­er­ge­schichten, Reisen ins Unbe­kannte. Das Neue an den modernen Kriegs­filmen ist die Frage der Heim­kehr. Und genau darum geht es hier. Odys­seus ist ein Veteran, der nach Hause will – aber auch nicht.

CL: Damit wären wir beim Motiv des Nachhausekommens.

EB: Absolut. Ich musste ständig an John Fords The Sear­chers (1956) denken. Dort sagt Ethan Edwards (John Wayne) am Ende zu Debbie (Natalie Wood): „Let’s go home.“ Dieses „going home“ hat eine lange Tradi­tion im US-Western und im Kriegs­kino. Und Nolan greift genau darauf zurück. Doch am Ende kehrt Odys­seus (Matt Damon) gar nicht wirk­lich nach Hause zurück. Viel entschei­dender ist die Wieder­ver­hei­ra­tung, das Narra­tive of Remar­riage, um es mit Stanley Cavell auszu­drü­cken. Pene­lope (Anne Hathaway) und Odys­seus finden wieder zuein­ander, und fahren dann gemeinsam in einem Schiff in Rich­tung der Hori­zont­linie am Meer. Die Zukunft ist offen. Gleich­zeitig wird die Macht an die nächste Gene­ra­tion über­geben. Tele­ma­chos (Tom Holland) kann in Nolans Film tatsäch­lich erwachsen werden. Das finde ich bemer­kens­wert. In vielen gegen­wär­tigen Erzäh­lungen scheint Erwach­sen­werden nicht möglich, blockiert zu sein. Hier dagegen wird für den Sohn Platz geschaffen. Der Vater tritt zurück.

CL: Über Tele­ma­chos würde ich gern noch etwas spre­chen, über das doch eher konser­va­tive oder zumin­dest klas­si­sche Coming-of-Age-Narrativ, auf das Nolan zurückgreift.

EB: Der Film ist hier in der Tat sehr klas­sisch erzählt. Tele­ma­chos darf die Freier nicht töten. Immer wieder wird ihm dieser Akt verwehrt. Denn hätte er sie getötet, hätte er die Schuld für das Massaker und für die Geset­zes­über­tre­tung auf sich geladen. Er muss seine Fähig­keiten beweisen, aber an der rich­tigen Stelle. Deshalb tötet er nur den verrä­te­ri­schen Sklaven Melan­thios (Logan Marshall-Green), der die Freier beim Kampf gegen Odys­seus unter­stützt. Das ist Tele­ma­chos‘ rite de passage.
Gleich­zeitig braucht er die Aner­ken­nung des Vaters. Es muss einen Moment geben, in dem er sagen kann: Das ist mein Vater. Erst dann kann er dessen symbo­li­sche Posi­tion über­nehmen. Das ist beinahe philo­so­phisch gedacht: Der Sohn braucht die Aner­ken­nung des Vaters und muss diese Aner­ken­nung anerkennen.

CL: Wenn wir schon bei den Vätern sind, lass uns auch über Agamemnon (Benny Safdie) spre­chen. Als Anführer über­ragt er alle anderen Männer, und er verkör­pert das gesichts­lose patri­ar­chale System, indem er seine Rüstung niemals ablegt. Nicht einmal im Hades, im Reich der Toten, tritt er Odys­seus ohne Helm und Rüstung entgegen. Und selbst bei seiner Rück­kehr nach Hause, wo ihn  Clytem­nestra (Lupita Nyong’o, die auch Helena spielt) mit dem Messer empfängt, sehen wir den nackten, verletz­li­chen Mann nur von hinten.

EB: Für mich ist Agamemnon ganz klar der Phallus im laca­nia­ni­schen Sinn. Er ist leer. Wir sehen nie einen Menschen. Wir sehen die volle Rüstung. Wir sehen die Macht. Agamemnon ist die Verkör­pe­rung patri­ar­chaler Ordnung. Und genau deshalb ist es so inter­es­sant, dass er als Person fast verschwindet. Es geht nicht um ihn als Indi­vi­duum. Der Film macht klar: Diese Kultur beruht auf Hier­ar­chie. Auf Gesetzen, die auch dann gelten, wenn sie irra­tional erscheinen. Man könnte sagen, Nolan über­nimmt hier eine sehr freu­dia­ni­sche Vorstel­lung von Kultur. Wir brau­chen die Regeln, damit wir uns nicht gegen­seitig umbringen.

CL: Und wie liest du die Frauenfiguren?

EB: Die Frauen haben kein poli­ti­sches Hand­lungs­ver­mögen. Aber sie haben Wissen. Circe hat Wissen. Calypso hat Wissen. Pene­lope hat Wissen. Sie alle sind Außen­sei­te­rinnen und gerade deshalb können sie Dinge sehen, die den Männern verborgen bleiben. Calypso (Char­lize Theron) ist fast eine Thera­peutin. Sie hilft Odys­seus zu erin­nern. Pene­lope versteht die Logik des Systems. Und Circe (Samantha Morton) formt die Männer gera­dezu buch­stäb­lich um, indem sie die Schweine, die sie in Wahr­heit sind, aus ihren Gesich­tern und Körpern herausknetet.
Beson­ders inter­es­sant finde ich Athena (Zendaya). Ich glaube über­haupt nicht, dass sie als reale Göttin darge­stellt wird. Für mich ist sie die Verkör­pe­rung einer inneren Stimme von Odys­seus. Sie ist das Andere in seiner Psyche. Das, was aus dem Unbe­wussten kommt und ihn zu einer Erkenntnis zwingt, die er vermeiden möchte. Und er gibt diesem „Anderen“ das Gesicht der Pries­terin des Tempels der Athena, die vor seinen Augen hinge­richtet wird. Da ist der „Schnitt“ beein­dru­ckend – wie sehen aus seiner Perspek­tive ihr Gesicht, dessen Ausdruck ihn anfleht, ahnen, wie das Schwert sie köpft, wir sehen aber, wie der Kopf einer Statue der Athene die Treppen des Tempels hinun­ter­rollt. Das ist film­sprach­lich sehr präzise gearbeitet.

CL: Du hast vorhin das Trauma erwähnt. Nicht nur die Bild­sprache, sondern auch die Erzähl­struktur scheint damit eng verbunden.

EB: Ja. Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, der Film selbst sei trau­ma­ti­siert. Trauma bedeutet ja: Du hast Wissen, das so schmerz­haft ist, dass du es nicht in eine kohä­rente Erzäh­lung bringen kannst. Und genau so funk­tio­niert der Film. Die Geschichte ist einer­seits voll­kommen klar struk­tu­riert. Ande­rer­seits kehren die Bilder von Troja ständig zurück. Sie kommen in Frag­menten, in unter­schied­li­chen Längen, aus unter­schied­li­chen Perspek­tiven. Und der Film zwingt uns, diese Frag­mente selbst zusam­men­zu­setzen. Deshalb erzählt er Trauma nicht nur, er insze­niert es auf der Ebene seiner Form.

CL: Ist Nolans Odyssey in seiner Eigen­schaft als Kriegs­film letzt­lich ein Film über die Bedeut­sam­keit von Erinnerung?

EB: Absolut. Der Film endet ja mit der Idee, dass die Menschen alles wieder vergessen werden. Und dies wiederum heißt: Sie werden dieselben Fehler wieder­holen. Das Bild, mit dem diese Idee ausge­drückt wird, ist das Troja­ni­sche Pferd, dessen Kopf in der letzten Einstel­lung melan­cho­lisch an die Ruine des Athena-Tempels im zerstörten Troja ange­lehnt ist. Hier findet der eigent­liche Gedanke des Films seinen Ausdruck. Im Zentrum jeder Zivi­li­sa­tion steckt eine zerstö­re­ri­sche Kraft. Wenn wir uns nicht erin­nern, kehrt sie zurück. Deshalb halte ich es auch für verkürzt, den Film entweder als konser­vativ oder aber als Fort­schritts­er­zäh­lung zu lesen. Er reagiert viel­mehr auf einen histo­ri­schen Moment, in dem patri­ar­chale Macht­fan­ta­sien welt­weit wieder an Sicht­bar­keit gewinnen. Man denke an die Mano­sphäre, an auto­ri­täre Männ­lich­keits­ent­würfe oder an die Rück­kehr poli­ti­scher Führungs­fi­guren, die Stärke und Domi­nanz insze­nieren. Inter­es­sant finde ich, dass Nolan darauf nicht mit einer Feier heroi­scher Männ­lich­keit antwortet. Sein Odys­seus ist kein trium­phie­render Held, sondern ein trau­ma­ti­sierter Veteran, dessen größte Leis­tung nicht im Krieg, sondern im Über­leben, Erin­nern und Heim­kehren liegt. Gerade dadurch entwi­ckelt der Film, viel­leicht sogar gegen seine eigene Ober­fläche, eine kriti­sche Perspek­tive auf jene Fanta­sien von männ­li­cher Macht, die gegen­wärtig wieder Konjunktur haben.
Deshalb ist der Film für mich weniger eine Adapt­a­tion Homers als eine Refle­xion über Krieg, Erin­ne­rung, Schuld und die Fragi­lität von Kultur. Und genau deshalb sollte man ihn als Film ernst nehmen. Nicht nur als Illus­tra­tion eines antiken Textes.

CL: Elisa­beth, vielen Dank für das Gespräch.