Der 7. Oktober markiert für jüdische Erinnerungskultur einen tiefen Einschnitt. Was an diesem Tag geschah, war ein Schlag gegen jüdisches Leben, nicht nur in Israel, sondern auch in Europa und darüber hinaus. In Deutschland und Österreich, wo jüdische Gemeinschaften ohnehin mit einer fragilen gesellschaftlichen Balance leben, hat er das Vertrauen in ein angstfreies Miteinander erschüttert. Fragen nach der Sicherheit jüdischen Lebens, nach dem Schutz und dem Zusammenhalt, stehen plötzlich dringlicher denn je im Raum.
Dieser Tag wird für die jüdische Gemeinschaft nicht nur als ein Moment der Verunsicherung in Erinnerung bleiben, sondern als Warnung für die Zukunft. Denn die Wunden, die er hinterlässt, gehen über das Jetzt hinaus und formen eine neue, fragilere Realität für jüdisches Leben in Europa. Die Narben dieses Tages werden in das individuelle und kollektive Gedächtnis eingehen und das Verständnis von Identität, Zusammenleben und Vertrauen nachhaltig prägen.
My loss, here we go again
R.E.M., E-Bow the Letter
Wie das Gefühl ausdrücken, in alten, schmerzhaften Mustern gefangen zu sein, die das Trauma immer wieder an die Oberfläche bringen? Wie der Mischung aus Erschöpfung und Akzeptanz begegnen, dass sich dieser belastende Kreislauf wiederholt, oft begleitet von dem Gefühl, keine Kontrolle darüber zu haben?
Der 7. Oktober zwingt uns somit, die Fäden der Erinnerung neu zu weben. Das Datum macht deutlich, dass Vergangenes nicht einfach verblasst, sondern weiterhin nachhallt. Für die jüdischen Erfahrungen von Geschichte ist das keine neue Erkenntnis, doch dieser Moment überlagert sich mit anderen tief verwurzelten Erinnerungen: den nie verheilt gewesenen Narben der Shoah, die das jüdische Leben in Europa bis heute prägen; die enttäuschten Hoffnungen derjenigen, die einst in Aussicht auf eine sicherere und diskriminierungsfreie Zukunft für ihre Kinder als Kontingentgeflüchtete die ehemaligen Sowjetstaaten verlassen haben; und dem elementaren Gefühl, dass jüdisches Leben im Bewusstsein seiner Feinde beinahe selbstverständlich ausgelöscht werden soll.
Die damit einhergehenden Re-Traumatisierungen und der spürbare Anstieg des Antisemitismus haben in den letzten Monaten viele Jüd*innen emotional und existenziell an ihre Grenzen gebracht. Und sie haben die Hoffnung auf eine lange für möglich gehaltene Normalität gehemmt oder gar zunichtegemacht. Darüber hinaus sind aufgrund des anhaltenden Krieges Freundschaften zerbrochen, Allianzen gescheitert. Nach Jahren, in denen die dritte und vierte Generation bewusst eine öffentliche Sichtbarkeit jüdischen Lebens eingefordert hatte, ist jüdisches Leben nun spürbar unsichtbar geworden. Doch diese Unsichtbarkeit ist nicht freiwillig erfolgt; sie ist vielmehr eine Überlebensstrategie.
Wie werden wir also diesen Tag in Zukunft auf uns nehmen? Als Mahnung, als Belastung? Können wir angesichts der Tatsache, dass dieser Tag noch andauert, überhaupt zu hoffen wagen, dass selbst ein solcher Tag irgendwann vorübergehen kann? Und vermögen wir eine Perspektive für den „Tag danach“ entwickeln, der in diesem Moment so weit entfernt scheint?
Diese offenen Fragen und die weiteren, die im Verlaufe dieses Textes aufgeworfen werden, sind von der stillen Erkenntnis getragen, dass sich ein tieferes Verstehen gerade in der Unvollständigkeit jener Gedanken zeigt – in diesem Moment, in dem gewohnte Gewissheiten zerbrechen und das Unaussprechliche immer präsenter wird. Diese Fragilität des Denkens ist aber auch ein subtiler Widerstand gegen die Versuchung, einfache Antworten zu suchen, wo nur vielschichtige, komplexe Wahrheiten existieren. Die eigentliche Herausforderung liegt vielleicht darin, den Mut zu haben, Fragen zu stellen, deren Antworten unsicher bleiben.
Dementsprechend ist dies kein Text, der Antworten verspricht oder sich bemüht, den an ihn herangetragenen Erwartungen zu entsprechen. Vielmehr ist er ein Geflecht aus Fragen – ein suchendes Ringen nach einer Perspektive im Hier und Jetzt.
Kontextualisierung oder Banalisierung?
Man könnte diesen Text sicherlich auch auf eine andere Weise beginnen: analytischer, reflektierter, distanziert vom eigenen Schmerz. Ein Heraustreten, ein Vergrößern des Blickwinkels. Vielleicht wäre das angemessener, um der eigenen Verletzlichkeit Raum zu geben, ohne sich von ihr bestimmen zu lassen. Vielleicht läge aber in dieser distanzierten Perspektive auch eine Verweigerung, dem Schmerz direkt zu begegnen – ein Ausweichen.
Die Ereignisse des 7. Oktober 2023 können nicht isoliert verstanden werden. Sie sind tief in ein historisches und politisches Geflecht eingebettet. Die Versuchung ist groß, den 7. Oktober zu kontextualisieren, ihn zu verorten, ihn als Teil einer größeren Entwicklung zu verstehen. Doch hier entsteht ein Dilemma: Ist jede Kontextualisierung nicht zugleich auch eine Form der Banalisierung? Diese Frage wurde von der französisch-israelischen Soziologin Eva Illouz in ihrer fundamentalen Kritik an intellektuellen Ansätzen wie beispielsweise denen des slowenischen Philosophen Slavoj Žižek aufgeworfen. Sie kritisiert, dass Žižek und die Linke den Schock und Schmerz der Jüd*innen nach dem Hamas-Angriff nicht angemessen anerkennen und zu schnell in politische Analysen übergehen, anstatt Mitgefühl zu zeigen. Illouz warnt, dass die Linke ihre moralische Autorität verliert, wenn sie nicht zwischen Befreiungskämpfern und barbarischen Fundamentalisten unterscheidet. Dementsprechend fordert sie uns dazu auf, die Grenzen unserer Deutungsversuche zu hinterfragen. Denn gerade nach den Geschehnissen vom 7. Oktober wird die Kluft zwischen unterschiedlichen Interpretationen und moralischen Urteilen besonders deutlich. In diesem Zusammenhang eine diskursive Verbindung zwischen Illouz und Žižek zu reflektieren, ist insofern von besonderer Bedeutung, da beide Denker*innen diametral entgegengesetzte, jedoch gleichermaßen erhellende Perspektiven darauf eröffnen, wie Gewalt, Ideologie und Emotionen die politische Wirklichkeit strukturieren.
Slavoj Žižek, bekannt für seine oftmals radikalen Thesen, plädierte in einer Rede anlässlich der Eröffnungsfeier der Frankfurter Buchmesse 2023 dafür, die Gewalt nicht isoliert, sondern im Kontext historischer und geopolitischer Zusammenhänge zu betrachten. Wie er später präzisierte, verurteilte er die Hamas-Massaker drastisch, kritisierte aber Deutschland dafür, eigene historische Schuld durch unkritische Unterstützung Israels zu kompensieren, und warnt vor „zionistischem Antisemitismus“ bei den neuen Rechten. Žižek sieht die Notwendigkeit, die strukturellen Ursachen – etwa die israelische Besatzungspolitik – zu analysieren, um die gegenwärtige Krise nicht bloß moralisch zu bewerten, sondern in ihrer Tiefe zu erfassen. Doch genau hierin liegt auch ein fragwürdiger Punkt: Wird durch die Einbettung in größere Narrative die Einzigartigkeit der Gewalt relativiert? So löst Žižeks Vergleich der israelischen Siedlungspolitik mit der Ideologie der Hamas verständlicherweise Empörung aus, da viele den Verdacht hegen, er relativiere die Brutalität terroristischer Gewalt.
Auch Eva Illouz warnt davor, dass jede Form der intellektuellen Kontextualisierung das Risiko berge, das moralische Urteil zu verwässern. Ihre Sorge ist, dass durch den Versuch, das Gewaltgeschehen in einen historischen Rahmen zu setzen, das konkrete menschliche Leid, das durch Terrorakte verursacht wird, aus dem Blick gerät. Die Gefahr liegt darin, dass das Leiden abstrahiert wird – dass es zum bloßen Bestandteil einer theoretischen Konstruktion wird, und somit seine Dringlichkeit und sein moralisches Bewusstsein verliert. Für Illouz ist daher die moralisch eindeutige Verurteilung von Gewalt entscheidend, weit mehr als abstrakte Erklärungsmodelle.
Hier eröffnet sich ein tieferer philosophischer Konflikt: Žižek fragt nach den strukturellen Bedingungen und Ideologien, die zur Gewalt führen, während Illouz die Bedeutung des einzelnen menschlichen Schicksals und die unbedingte Verantwortung gegenüber den Opfern in den Vordergrund rückt. In der Spannung zwischen diesen beiden Ansätzen liegt ein Kernproblem intellektueller und moralischer Urteilsbildung: Kann eine moralische Verurteilung unabhängig von einem umfassenden Verständnis der Bedingungen erfolgen, unter denen Gewalt entsteht? Oder führt gerade die Abstrahierung von Erkenntnissen aus den vorgenommenen Kontextualisierungen zu einer Unschärfe des moralischen Urteils?
Diese philosophische Spannung steht sinnbildlich für die gegenwärtige Krise linker Theorie und Praxis, die sich zwischen struktureller Analyse und moralischen Urteilen bewegt. Doch ist der Gegensatz zwischen „Kontextualisierung“ und „Banalisierung“ wirklich so klar und unüberwindbar? Vielleicht handelt es sich um eine falsch konstruierte Dichotomie. Möglicherweise müssen wir lernen, in der Gleichzeitigkeit zu denken: Die Gewalt zu kontextualisieren, ohne das dadurch entstandene Leiden zu relativieren; das Historische zu verstehen, ohne die moralische Dringlichkeit zu verlieren. Oder sind solche Konzepte der „Gleichzeitigkeit“ bloß intellektuelle Fluchtwege, die wir betreten, wenn wir uns der Komplexität eines moralischen Urteils nicht mehr sicher sind?
Diese Fragen verlangen nicht nur nach Antworten, sondern sie fordern uns heraus, die Art und Weise, wie wir über Gewalt, Verantwortung und Kontextualisierung nachdenken, grundlegend zu überdenken. Denn vielleicht ist es gerade die Spannung zwischen diesen Perspektiven, die uns aufzeigt, wie brüchig unsere Versuche sind, der Gewalt einen festen Sinn zu geben.
Offenes Gedenken
Worte scheinen der Komplexität des Geschehens nicht wirklich gerecht zu werden, und eine kritische Selbst-Reflexion, die notwendig wäre, um eine klare Haltung zu formulieren, fällt noch schwerer. Es ist ein Ringen – ein Oszillieren zwischen verschiedenen Polen: zwischen Verstehen und Unverständnis, zwischen dem Bedürfnis, sich zu positionieren, und dem Wissen, dass keine Position wirklich ausreicht, um das Leid, die Gewalt und die Folgen dessen, was geschah, vollständig zu erfassen. Dieses Oszillieren, das ständige Schwanken zwischen Gewissheit und Zweifel, ist jedoch nicht nur eine intellektuelle Bewegung, sondern eine zutiefst menschliche Erfahrung.
Doch wie kann nun ein Erinnern gestaltet werden, die einem noch andauernden Ereignis gerecht wird? Wie lässt sich eine Form des Gedenkens schaffen, welche die Unsicherheit und Unabgeschlossenheit der aktuellen Situation anerkennt, ohne vorschnell feste Narrative zu etablieren? Wie können wir trauern, ohne dass diese Trauer durch politische Interessen vereinnahmt wird?
Gedenken an ein noch nicht abgeschlossenes Ereignis bewegt sich unweigerlich in einem Spannungsfeld. Es strebt danach, Bewusstsein zu schaffen und Raum für Trauer sowie für Reflexion zu eröffnen, obwohl die endgültige Deutung oder gar der Abschluss des Geschehens noch nicht absehbar ist. Hier zeigt sich ein Paradox: Wie kann man angemessen erinnern, wenn das Ereignis selbst noch nicht zur Ruhe gekommen ist? Vielleicht könnte in einer solchen Situation ein „offenes Gedenken“ notwendig sein – ein Gedenken, das sich nicht auf starre Narrative stützt, sondern Unsicherheiten und Ungeklärtes zulässt. Anstatt die Vergangenheit in festen, abgeschlossenen Kategorien zu verankern, erfordert es eine Erinnerungskultur, welche die Gegenwart als fließend und noch im Wandel befindlich begreift. Die Anerkennung dieser Ungewissheit ist ein essenzieller Schritt, um dem fortdauernden Leid und der Komplexität der Situation gerecht zu werden.
In diesem Zusammenhang entfaltet der Ansatz von Eva Illouz sein Potenzial für die Entwicklung einer Erinnerungskultur nach dem 7. Oktober 2023. Illouz betont die zentrale Bedeutung des Mitgefühls im Umgang mit Gewalt und Leid. Sie plädiert dafür, das menschliche Leiden in den Mittelpunkt jeder Gedenkkultur zu stellen und warnt vor der Gefahr, dass Gewalt durch intellektuelle oder historische Kontextualisierungen trivialisiert werden könnte. Ihr Ansatz hebt hervor, dass Mitgefühl eine unverzichtbare Grundlage für die Auseinandersetzung mit Gewalt darstellt, da es uns ermöglicht, das Leid der Opfer auf einer unmittelbaren, menschlichen Ebene zu erfassen. Indem es verhindert, dass das Leid entpersonalisiert und somit entwertet wird, kann Mitgefühl als eine moralische Antwort auf Gewalt wirken.
Mitgefühl bietet nicht nur eine ethische Orientierung, sondern schützt uns auch davor, das menschliche Leiden hinter ideologischen oder intellektuellen Erklärungsmustern zu verstecken. In einer Welt, in der Mitgefühl durch analytische Distanz verdrängt wird, droht moralische Blindheit – die Unfähigkeit, der Dringlichkeit des Leidens angemessen zu begegnen. Mitgefühl ist dabei weit mehr als eine bloße emotionale Reaktion: Es stellt eine ethische Verpflichtung dar, die uns zwingt, das individuelle Schicksal ins Zentrum der Betrachtung zu rücken und ein notwendiges moralisches Bewusstsein zu bewahren. So verstanden, kann eine auf Mitgefühl basierende Erinnerungskultur nicht nur das Leiden der Opfer würdigen, sondern auch eine Brücke schlagen zwischen der Reflexion über das Vergangene und der moralischen Verantwortung gegenüber der Gegenwart und Zukunft.
Stille
Aber Mitgefühl ist keine Einbahnstraße, es hat eine partikularistische und eine universalistische Dimension. Diese doppelte Dimension des Mitgefühls spiegelt einen ständigen Balanceakt wider: Einerseits fordert es von uns, individuell und konkret auf das Leiden der Menschen in unserer unmittelbaren Umgebung zu reagieren. Andererseits verlangt es von uns, dieses Mitgefühl auf eine universalistische Ebene zu heben, wo es als Grundlage für eine globale Ethik des Miteinanders dient.
Und doch ist es in dieser Hinsicht bezeichnend, dass gerade diejenigen, die sich als moralische Wegweiser verstehen und für sich in Anspruch nehmen, auf der ‚richtigen Seite der Geschichte‘ zu stehen, dieses elementare Mitgefühl häufig vermissen lassen. Vielleicht liegt hierin eine oft unterschätzte Gefahr, dass die Gewissheit, auf der ‚richtigen Seite‘ zu stehen, wo auch immer diese verortet sein mag, das Gefühl für die menschliche Dimension des Leids zu überdecken beginnt.
Vielleicht erfordert die Auseinandersetzung mit einem Ereignis wie dem 7. Oktober einen grundsätzlich anderen Zugang. Vielleicht ist es keine moralische Antwort, die uns hier weiterhilft, sondern etwas so Einfaches wie fünf Minuten Stille. Fünf Minuten ohne laute Kommentare, ohne den Lärm der Meinungen, ohne das Getöse der sofortigen Urteile. Fünf Minuten, in denen wir das Geschehene zulassen. Fünf Minuten, um zu Atem zu kommen. Wie so vieles in diesem Text hat auch dieser Moment der Stille eine doppelte Bedeutung: Er ist das bewusste Schweigen, das die ständige Informationsflut unterbricht, und meint zugleich einen inneren Zustand, der uns erlaubt, zu uns selbst zu kommen. Was jedoch keineswegs bedeutet, innere Ruhe zu finden. Stille meint hier ein unverfälschtes, unmittelbares Empfinden. Dieses eröffnet aber Raum für Reflexion, ohne dass vorgefertigte Erzählungen oder Schuldzuweisungen diesen Prozess beeinflussen müssen. In ihm können wir dem Schmerz direkt begegnen, ohne ihn durch Erklärungen oder Ideologien zu verdecken. Gerade in dieser Offenheit bietet Stille die Möglichkeit, den Schmerz unverfälscht zu spüren, anstatt ihn ständig zu verdrängen oder zu übertönen. Und vielleicht sollten wir einfach für einen Augenblick innehalten und uns dem zuwenden, was an diesem Tag geschehen ist, bevor wir uns in seinen Folgen verlieren. Folgen, denen wir uns jedoch zweifellos zuwenden müssen.
In der Suche nach einem Moment der Stille bleibt dieser Text ein Fragment, ein Versuch, das Unaussprechliche zu fassen, zwischen verschiedenen Perspektiven oszillierend, weil die Realität selbst oszilliert: zwischen dem individuellen menschlichen Schmerz und den größeren historischen Narrativen, die ihn zu erklären versuchen. Wie gesagt, dieser Text verspricht keine Antworten. Er ist vielmehr ein fortlaufender Prozess der Auseinandersetzung mit den offenen Fragen, die das Geschehene hinterlassen hat: Fragen nach Mitgefühl, nach Erinnerung, nach der Art und Weise, wie wir mit dem Schmerz und der Gewalt umgehen. Es ist ein Ringen, das nicht mit schnellen Lösungen endet, sondern dazu aufrufen möchte, die Komplexität der Situation anzuerkennen – und vielleicht auch die Grenzen unseres Verstehens.
Or maybe I just don’t get it.
Angst und Schrecken zu verbreiten heisst Terror. Sich an Leiden und Todesopfer zu erinnern heisst Trauer. Wir Menschen sind dazu angehalten, die 10’000-jährige Kopfjägerideologie zu überwinden, die darauf besteht, dass derjenige Liebling der Götter oder Gottes sei, der am meisten Feinde tötet. Nein, Liebling von Gott und Menschen ist, wer vergeben kann und Gemeinschaft sucht. Was heisst Gerechtigkeit? Sie ist Voraussetzung für Frieden und verlangt aufrichtige Verhandlung.