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Die Rubrik für Lite­ratur, Kunst und Kultur. In diesen Beiträgen denken wir über ein Buch oder einen Film, ein Theater oder eine Ausstel­lung nach – und mit ihnen über die Gegenwart.

Thomas Mann und Magnus Hirschfeld

2025 ist nicht nur der 150. Geburtstag Thomas Manns, sondern auch der 90. Todestag Magnus Hirschfelds. Während Mann seine ersten Erzählungen und Romane schrieb, erfand Hirschfeld die Theorie der sexuellen Zwischenstufen und bekämpfte den Paragrafen 175. Der Einfluss des Sexualwissenschaftlers auf den Träger des Nobelpreises für Literatur wird oft verkannt.

„Leider höre ich, wie es klingt“. Faschismus nach Elfriede Jelinek

In nur fünf Tagen nach der erneuten Wahl von Donald Trump zum Präsidenten der USA schrieb die Literatur-Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek einen Text mit dem Titel ENDSIEG: Stoff zum Nachdenken auch für die Zeit nach den heute in Deutschland stattfindenden Bundestagswahlen.

Bücher unterm Weihnachtsbaum

Weltraumidylle, Literatur als Droge, Sinnlöcher: drei GdG-Buchempfehlungen zu Weihnachten 2024.

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Zwischen indi­vi­du­eller und kollek­tiver Schuld: Femi­zide und philo­lo­gi­sche Erkenntnis

Femizide sind ein universales Phänomen. Die philologische Art der Erkenntnis kann der Problematik anders begegnen als die Justiz. Um die systemischen und die individuellen Dimensionen tödlicher geschlechtsbezogener Gewalt gleichermaßen durchleuchten zu können, ist ein Nachdenken in unterschiedlichen Disziplinen nötig.

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Geschichte der Gegenwart
Geschichte der Gegenwart
Schweizer Filme über das Recht auf Abtreibung
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  • Schweizer Filme über das Recht auf Abtreibung

    Schweizer Filme über das Recht auf Abtreibung

    Sep 21, 2025 • 13:31

    1975 war das internationale Jahr der Frau. Die Abtreibungsfrage war in der Schweiz eines der großen Themen. Feminist:innen nutzten das Medium Film, um illegale Schwangerschaftsabbrüche aus der Tabuisierung zu befreien und für eine Liberalisierung zu mobilisieren.

  • Russland führt einen ideologischen Krieg

    Russland führt einen ideologischen Krieg

    Sep 14, 2025 • 16:58

    Die Russische Föderation wurde wiederholt als korrupter und ideologieloser Mafiastaat bezeichnet, um den russischen Nationalismus und die messianischen Ideen eines kommenden russischen Imperiums herunterzuspielen. Warum diese Perspektive falsch und vielleicht sogar gefährlich ist.

  • Zeigen oder Nicht-Zeigen? – Das ist nur eine der Fragen

    Zeigen oder Nicht-Zeigen? – Das ist nur eine der Fragen

    Aug 31, 2025 • 14:03

    Bilder können erinnern, bewahren und Wissen erzeugen – zugleich aber auch Gewalt und Diskriminierung fortschreiben. Mario Schulze und Sarine Waltenspül erörtern, wie Archive, Ausstellungen und Forschung verantwortungsvoll mit solchen Bildbeständen umgehen können – zwischen Ethik, Kontextualisierung und kollaborativer Praxis.

  • Essen von oben

    Essen von oben

    Aug 24, 2025 • 13:52

    Digitale Bilder von Essen sind allgegenwärtig, sie übernehmen vielfältige kommunikative Funktionen. Als visuelle Markierungen von Identität, Erinnerung und Zugehörigkeit sind sie Teil eines ironischen Spiels, werden aber auch in einem Kulturkampf von rechts instrumentalisiert.

  • Das deutsche Passfoto. Geschichte und Geschlecht

    Das deutsche Passfoto. Geschichte und Geschlecht

    Aug 17, 2025 • 13:03

    Seit wann und warum gibt es Fotos in Ausweisen? Ein Passfoto lässt unwillkürlich auf das Geschlecht der abgelichteten Person schließen. Doch was geschieht, wenn die Angabe des Geschlechts im Reisepass nicht mehr den tradierten binären visuellen Codierungen von Geschlecht entspricht? Britta Lange im GdG-Bildersommer über die Geschichte des Passbildes.

  • Hothouse Earth: Dass es so weitergeht, ist die Katastrophe

    Hothouse Earth: Dass es so weitergeht, ist die Katastrophe

    Aug 10, 2025 • 13:46

    Klimadiagramme sind mehr als visualisierte Daten, sie entwerfen ihre eigenen Narrative und prägen unser visuelles Verständnis der Klimakrise. Birgit Schneider analysiert, wie die Bilder emotionale Zugänge zur Klimakrise schaffen und zum Handeln aufrufen.

  • Bilder, paranoid gelesen. Die Netflix-Serie Adolescence

    Bilder, paranoid gelesen. Die Netflix-Serie Adolescence

    Jul 27, 2025 • 12:07

    Die Netflix-Serie Adolescence wird als Warnstück gelesen, obwohl ihre Bildsprache eine vielschichtige Gegenwartsanalyse anbietet: eine subtile Kritik an der populären Interpretationspraxis, die hinter allem, was man sieht, eine verborgene Wahrheit finden will.

  • Freie Bilder und die Verantwortung von Museen

    Freie Bilder und die Verantwortung von Museen

    Jul 20, 2025 • 16:43

    Was bedeutet die Forderung nach freien Bildern für Museen? Welche Schwierigkeiten und neuen Ansätze gibt es im Bereich von #OpenSource und #CreativeCommons? Wie wirken sich diese auf die Verantwortung von Museen im postkolonialen Kontext aus? Ein Plädoyer für die Wissensallmende.

  • Ist es nun „echter“? Wie die digitale Kolorierung historischer Filmaufnahmen falsche Versprechungen erzeugt

    Ist es nun „echter“? Wie die digitale Kolorierung historischer Filmaufnahmen falsche Versprechungen erzeugt

    Jul 13, 2025 • 15:09

    Digitale Technologien wie Künstliche Intelligenz scheinen den Wunsch nach einer unmittelbar erlebbaren Vergangenheit Wirklichkeit werden zu lassen. Die Nachbearbeitung von Filmaufnahmen löst Faszination aus, zeigt aber auch Probleme und Irrtümer im Umgang mit historischen Quellen.

  • Der Blick nach rechts von uns. Paul Klees „Angelus novus“ (1920)

    Der Blick nach rechts von uns. Paul Klees „Angelus novus“ (1920)

    Jul 9, 2025 • 10:00

    Heute startet der GdG-Bildersommer. Den Auftakt bildet ein Aquarellbild von Paul Klee, das durch seinen ersten Besitzer Walter Benjamin eine wirkungsmächtige Deutung erhalten hat. Klees „Angelus novus“ von 1920 ist zum Engel der Geschichte geworden. Doch was ist auf dem Bild zu sehen?

Kunst als Gegen­ar­chiv: Der Doku­men­tar­film „18 Minuten Zivilcourage“

Das Vergessen und die Nichtanerkennung von rassistischer Gewalt prägen migrantisches Leben in Deutschland bis heute. Umso wichtiger ist das Potenzial künstlerischer Praxis als alternativer Erinnerungsarbeit und Form des Gegen-Archivierens.

Die Monster des Patri­ar­chats. The Substance

Der französischen Regisseurin Coralie Fargeat ist mit "The Substance" (2024) ein zutiefst verstörender und durchgedrehter Film gelungen. Mit ihrer drastischen und grotesken Bildsprache macht sie die Substanz des Patriarchats sichtbar.

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Natur­phi­lo­logie. Gustav Sjöbergs norr­län­di­sche Renaissance

In seiner Poetik und Poesie umkreist der Schwede Gustav Sjöberg die Idee einer Naturphilologie. Mit Rückgriff auf die italienische Renaissance und die klassischen Avantgarden nimmt er eine sehr eigenwillige Position im Feld ökokritischer Schreibweisen ein, die stärker darauf setzt, Natur sprachlich-poetisch zu potenzieren als Natur abzubilden.

Paso­linis „letztes“ Gedicht: Dialog mit einem Faschisten

Pier Paolo Pasolini hat stets Politik und Dichtung miteinander verbunden. Damit wurde er zu einer der umstrittensten öffentlichen Personen der italienischen Kultur – bis heute. Eines seiner späten Gedichte – „Saluto e augurio“ („Gruß und Wunsch“) – gibt Anlass zu einer kritischen Relektüre.

Sharing is Caring – Musik, TikTok und #Mental­He­alth

Jack Harris verarbeitet in seinen Liedtexten depressive Episoden, psychotische Schübe und Angstzustände. In seinem Song „Careful What You Wish For“ kritisiert er die Verschreibung von Antidepressiva und erreichte damit auf TikTok ein Millionenpublikum. Sein Song ist zu einer Hymne der Generation Z geworden, die TikTok als primäre Informationsquelle für Fragen rund um die Psychische Gesundheit nutzt.

Gedichte als Tage­buch. „Trost“ finden in Elke Erbs „Mensch sein, nicht“

Nicht ganz bei Trost sein? Oder doch? Wie das gehen könnte, zeigt Elke Erb in ihren Gedichten und Tagebuchnotizen

„mit dem drachen darf man nicht in der sprache der gewalt spre­chen“ – Iryna Hera­si­mo­vich im Gespräch mit dem Dichter und Verleger Dmitri Strozew

Im Sommer vor genau vier Jahren schuf gerade Poesie in Belarus eine gemeinsame Sprache für die Protestierenden. Einzelne Gedichte verbreiteten sich rasant und konnten Erlebnisse, Eindrücke, Stimmungen, Erwartungen und Überlegungen für alle zugänglich machen. Iryna Herasimovich im Gespräch mit dem Lyriker und Verleger Dmitri Strozew über die Rolle der Lyrik während der Revolution und im Exil.

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Nicht aufhören zu singen

Mit seinen späten Songs inszeniert Leonard Cohen sein Abtreten, und zwar ebenso pathetisch wie ironisch. Dies zeigt exemplarisch die existenziell tröstliche Wirkung von Lyrik.