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Sabrina Habel

Sabrina Habel ist Literatur- und Kultur­wis­sen­schaft­lerin und gerade mit einem Rosenzweig-Stipendium an der Hebrew University in Jerusalem. Sie hat in Tübingen studiert, arbeitete als wissen­schaft­liche Assis­tentin an der Universität Zürich, war Redakteurin beim Merkur und ist seit Januar 2019 Redakteurin von Geschichte der Gegenwart.

Trig­ger­war­nung. Inge­borg Bach­mann über eine bereute Vater­schaft

„Alles“ lautet der Titel einer - durchaus verstörenden - Erzählung von Ingeborg Bachmann. In ihr geht es um „regretting parenthood“, um die Frage, welche Konventionen man weitergeben will und um die Gewalt von Stilisierungen, die „alles“ erklären wollen.

#Fremd­worte

Fremdworte sind Reizworte. Ängstliche Sprachbewahrer glauben, dass mit ihnen die Sprache verfällt, dass das „Abendland“ untergeht und das Binnen-I die Freiheit bedroht. Sie verstehen nicht, dass in der Sprache Neues und Altes sich mischen und Eigenes und Fremdes nicht zu unterscheiden sind.

„We have a Situa­tion“. From Hegel’s Philo­sophy of Situa­tion to Contem­porary Poli­tical Art

The word «situation» reminds of US-TV-series, French existentialism and German bureaucrats. It is hardly known though that Georg Wilhelm Friedrich Hegel devised already in 1817 a theory of the “situation” that has remained important up to this day. His concept allows us to rethink contemporary art as well as political action and resistance.

„We have a Situa­tion“: Von Hegels Philo­so­phie der #Situa­tion zur poli­ti­schen Kunst heute

Bei dem Wort „Situation“ denkt man an die Sprache amerikanischer TV-Serien, französischer Existentialisten oder deutscher Bürokraten. Dabei hat der Philosoph Hegel schon 1817 eine Theorie der „Situation“ entworfen, die bis heute wichtig ist und politischen Widerstand und zeitgenössische Kunst neu zu denken gibt.

Die Eska­la­tion der Zeit. Hans Blumen­berg als konser­va­tiver Diagnos­tiker der Moderne

Der Philosoph Hans Blumenberg entwarf 1986 in seiner Studie „Lebenszeit und Weltzeit“ eine Diagnose des modernen Zeitverständnisses und zugleich eine Pathologie des Konservativen – vor der er allerdings selbst nicht ganz gefeit war. Die anhaltende Prominenz Blumenbergs erfordert eine kritische Relektüre.