„Make America great again“. Zur poli­ti­schen Psycho­logie des Ressentiments

Eine neue Staatsform ist auf dem Wege, sich zu etablieren: Diese ist zwar demokratisch legitimiert, stützt sich aber nicht auf die Aushandlung von Interessen, sondern auf die Bewirtschaftung des Ressentiments.

16 shots: Von der Gewalt gegen schwarzes Leben in den USA

Alle 28 Stunden stirbt in den USA ein Afroamerikaner durch die Polizei oder private Sicherheitsdienste. Wer die Missachtung schwarzen Lebens in Amerikas Gegenwart verstehen will, muss in die Geschichte schauen. Die Wucht der Bilder dieser Gewalt hilft, sie zu kritisieren.

Zehn Dollar rein, ein Dollar raus

Die Schweiz ist eine Sondersteuerzone und verdient daran Milliarden. Welche Verantwortung hat die Wissenschaft gegenüber der Off-Shore-Industrie? Das Symposium des neuen „Tax Policy Centers“ der Universität Lausanne zeigte: Anstatt Kritik zu formulieren, hilft sie beim Suchen von Schlupflöchern.

Blackbox Office. Artistic Inter­ven­tions in the Workplace

The contention that the political subject of today is primarily shaped by media and the public sphere overlooks the significant conditioning of individuals that takes place in the workplace. The artist Marianne Flotron discusses her theatrical interventions into the corporate world.

und

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Geschichte der Gegenwart
Geschichte der Gegenwart
Koloniale Kontaktzonen. Annemarie Schwarzenbachs Reisen zwischen Engagement und Imperialismus
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  • Koloniale Kontaktzonen. Annemarie Schwarzenbachs Reisen zwischen Engagement und Imperialismus

    Koloniale Kontaktzonen. Annemarie Schwarzenbachs Reisen zwischen Engagement und Imperialismus

    Feb 11, 2024 • 15:07

    Im Zentrum postkolonialer Analysen steht nicht die moralische Anklage, sondern das kritische Verstehen historischer Diskurse. Was es bedeuten kann, die damit einhergehenden Ambivalenzen auszuloten, zeigt sich in der Auseinandersetzung mit Annemarie Schwarzenbach, einer der wichtigsten Autorinnen der Schweizer Literatur.

  • Kinderbuchklassiker postkolonial lesen, oder: Warum Literatur(vermittlung) und Lektüre immer schon politisch sind

    Kinderbuchklassiker postkolonial lesen, oder: Warum Literatur(vermittlung) und Lektüre immer schon politisch sind

    Nov 12, 2023 • 13:24

    Die Diskussion um rassistische Sprache in Klassikern wird hitzig geführt, vor allem wenn es um Kinderbücher geht. Doch der Kulturbetrieb muss beweglicher werden und endlich die Perspektiven derjenigen wertschätzen, die von rassistischer Sprache diskriminiert und ausgeschlossen werden.

  • Frankreichs versehrte Jugend in den Banlieues. Eine jugendliche Existenz, in der Gewalt allgegenwärtig ist

    Frankreichs versehrte Jugend in den Banlieues. Eine jugendliche Existenz, in der Gewalt allgegenwärtig ist

    Oct 22, 2023 • 14:59

    Über die jüngsten Vorstadtunruhen in Frankreich wurde auch in deutschsprachigen Medien umfassend berichtet. Doch moralische Schlagseiten in der Debatte sowie einseitige Sichtweisen auf das Geschehen werden den vielfältigen Ursachen nicht gerecht.

  • „Wir weigern uns zu gehorchen.“ Der lange Kampf gegen rassistische Gewalt in Frankreich

    „Wir weigern uns zu gehorchen.“ Der lange Kampf gegen rassistische Gewalt in Frankreich

    Oct 8, 2023 • 19:50

    Im vergangenen Juni wurde der 17jährige Nahel in einer Pariser Banlieue von einem Polizisten erschossen. Seit den 1970er Jahren rufen Polizeigewalt und der sie ermöglichende struktureller Rassismus immer wieder große Proteste hervor – so schon vor 50 Jahren in Marseille.

  • Wissenschaftssimulation

    Wissenschaftssimulation

    Sep 24, 2023 • 1:04:11

    Podiumsgespräch mit Nicola Gess und Katja Berlin.

  • Seriensommer, Folge 3: Gespenstisch transparent

    Seriensommer, Folge 3: Gespenstisch transparent

    Aug 13, 2023 • 15:37

    Mit dem Coming Out einer pensionierten Professorin rückt die Serie „Transparent“ (2014–2019) das Thema Transgender ins Zentrum. Angesichts der Auflösung fester Geschlechterrollen sowie aktueller Verschiebungen im amerikanisch-jüdischen Selbstbild stellt sie die Frage nach Herkunft und Identität.

  • Seriensommer, Folge 2: Drama, hochdosiert

    Seriensommer, Folge 2: Drama, hochdosiert

    Aug 6, 2023 • 18:55

    Arztserien gehören seit den 1950er Jahren weltweit zu den erfolgreichsten TV-Formaten. Mit ihrer hohen Reichweite prägen sie die Vorstellungen von Medizin, Gesundheitsversorgung und den Gesundheitsberufen massgeblich – und haben (un)erwünschte Nebenwirkungen.

  • Wer hat Angst vor multikulturellen Kinderbüchern?

    Wer hat Angst vor multikulturellen Kinderbüchern?

    May 21, 2023 • 22:29

    Ein Blick in die USA zeigt, dass die Warnung vor linker Cancel Culture und Wokeism in Wirklichkeit eine massive Verbotswelle von Kinder- und Jugendbüchern vorbereitet hat, die über Rassismus und Sexismus aufklären. Philip Nel über Geschichte und Aktualität des konservativen Zensureifers.

  • Über die Nakba sprechen lernen

    Über die Nakba sprechen lernen

    Apr 16, 2023 • 18:00

    Um eine stabile jüdische Mehrheit zu sichern, vertrieb Israel bei seiner Gründung hunderttausende Palästinenser:innen. Das Geschehen von 1948 ist wie ein Brennglas für aktuelle Fragen: nach der Zukunft eines jüdisch definierten Staates und nach der Utopie eines gleichberechtigten Einheimischseins.

  • Lob des Verbots

    Lob des Verbots

    Mar 19, 2023 • 15:11

    Verbote sind im Zeitalter des Neoliberalismus verpönt. Aber sie werden immer dringender dort, wo es am meisten brennt: in der Klimapolitik

Wozu Gender Studies heute

Die Tradition und Erbschaft der Gender Studies zielt auf ein Denken, das immer wieder festgefahrene Positionen in Frage stellt. Es geht eben nicht darum, eine „Ideologie“ durchzusetzen und Diskussionen zu beenden, sondern um die Möglichkeit, die Welt nochmals anders zu denken.

Was war die #Aufklä­rung? Ein Reisebericht

Können wir uns noch auf die Aufklärung beziehen? Ihre Proklamation universeller Rechte war schon immer begrenzt ehrlich, ihr Rationalismus hat die schlimmsten Exzesse der Macht nicht verhindert. Gleichzeitig können wir von ihrem Ziel, ‚die Freiheit’, nicht lassen.

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Verkeh­rungen ins Gegen­teil. Zur Karne­va­li­sie­rung von Politik

Rassisten bezeichnen sich als Andersdenkende und Populisten als Dissidenten. Aus Demokratie wird Diktatur und Linke werden zu Faschisten. Was hat es mit diesen Verkehrungen und Verschiebungen in Presse und Politik auf sich?

Wie können die Tussen es wagen?

Es war #MeToo-Woche in der Schweiz – auf Twitter, Facebook und in den Medien. Berichtet wurde über sexuelle Übergriffe und Gewalt, sexistische Bemerkungen und Degradierungen am Arbeitsplatz, beim Sport, im Ausgang. Erstes Fazit: Power bei den Frauen, Lernbedarf bei vielen Männern.

Der #Troll im Netz. Eine Besichtigung

Trolls stören gezielt und in bösartiger Absicht. Ausgehend von den Chatrooms der 90er Jahre haben sie ihren Siegeszug durch die Sozialen Medien und Kommentarspalten angetreten. Seither besetzen sie die Öffentlichkeit. Die Frage ist: Was tun?

Body­s­witch. Trump und die Tradition

Könige haben zwei Körper: einen öffentlichen und einen privaten. Bei Präsidenten unterscheidet man, analog dazu, zwischen der Würde des Amtes und den Schwächen des Amtsträgers. Donald Trump, von vielen schon als „King“ imaginiert, hat dafür nur Verachtung übrig: „I don’t give a shit.“

Trans­na­tio­naler Natio­na­lismus. Hinter dem Volks­be­griff des heutigen Rechts­po­pu­lismus lauert die ‚Rasse‘

Der neue Rechtspopulismus hat kaum etwas mit Nation und Vaterland zu tun. Die Gemeinschaft, die er beschwört, ist einerseits die Familie und das Lokale, und andrerseits etwas Transnationales und zugleich Vorpolitisches. Die alte Rechte nannte es die ‚Rasse‘.

Opfer­a­ver­sion. Über eine gefähr­liche Diskursverschiebung

„Ein Gespenst geht um in Europa ...“ – doch nein, es ist nicht das Gespenst des Kommunismus, wie Marx und Engels 1848 schrieben; es ist ein neues Gespenst: das Opfer.