Contested Memory. The ‘Comfort Women’ Statue in Berlin and Dealing with Sexual Violence in War

The unveiling of a statue in memory of the victims of sexual violence committed by the Japanese Army in World War II has led to diplomatic tension between Berlin and Tokyo. But there are good reasons for the statue to have a place in Germany.

und

Der Tag der deut­schen Einheit und der Brand­an­schlag in Hünxe. Eine Erinnerung

Am 3. Oktober 1990 wurde die Vereinigung von BRD und DDR vollzogen. Genau ein Jahr später brannte im niederrheinischen Hünxe das Flüchtlingsheim. Welchen Platz hat die rassistische Gewalt der Wendejahre in der Debatte um 30 Jahre deutsche Einheit?

Fremde Bäume. Kolo­niale Umwelt­po­litik in Palästina/Israel

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Klimawandel am Beispiel Palästinas diskutiert. Die Einführung fremder Pflanzenarten, eine politisch motivierte Forstwirtschaft und die Vertreibung der einheimischen Bevölkerung sollten dem Klimawandel entgegenwirken: Ein koloniales Erbe, das die israelische Politik bis heute bestimmt.

Das Ende einer Kolo­ni­al­wäh­rung. Der Franc CFA und die Kontrolle des Geldes in Westafrika.

Der Franc CFA, die Währung der ehemals französischen Kolonien in Afrika, steht seit Jahren in der Kritik. Seine Abschaffung steht bevor, eine neue gemeinsame Währung soll ihn ablösen. Doch ändern sich dadurch auch die postkolonialen Abhängigkeitsverhältnisse? Ein Blick in die aktuellen Debatten.

Otello heute. Diver­sität und Reprä­sen­ta­tion auf der Opernbühne

Verdis "Otello" gehört zum Opern­kanon und wird in der Schweiz regel­mäßig aufge­führt. Die Oper, ihre Geschichte sowie heutige Insze­nie­rungen erlauben es, ein kriti­sches Licht darauf zu werfen, wie im kultu­rellen Feld weiße Hege­monie sowie Diver­sität und Reprä­sen­ta­tion verhan­delt werden.

Wer hat Angst vor dem bösen Wolf?

Die Schweiz stimmt über ein neues Jagdgesetz ab, das den Wolf präventiv zum Abschuss freigeben will. Es wäre Zeit, unser Verhältnis zu wilden und domestizierten Tieren, das aus dem späten 18. Jahrhundert stammt, zu überdenken und zu revidieren.

Wir haben eine gute und eine schlechte Nachricht für Sie

Die gute: Sie können unseren Newsletter abonnieren, um keine neuen Artikel zu verpassen.

Die schlechte: Wir publizieren nur zwei Mal pro Woche.

Vergleiche verglei­chen: Vom Histo­ri­ker­streit zur Causa Mbembe

1986/87 diskutierten meist deutsche Intellektuelle die Frage der „Einzigartigkeit“ oder der „Vergleichbarkeit“ des Holocaust. In der Cause Mbembe haben sich die Fronten, die Beteiligten und Diskussionsverläufe grundlegend gewandelt – aber die politischen und ethischen Einsätze bleiben die gleichen.

Compa­ring Compa­ri­sons: From the “Histo­ri­ker­streit” to the Mbembe Affair

In the late 1980s, mostly German intellectuals discussed the question of the “uniqueness” or “comparability” of the Holocaust. In the Cause Mbembe, the fronts, the participants and the course of the discussion have changed fundamentally – but the political and ethical stakes remain the same.

Briefe an Swet­lana Alexijewitsch

Mit einem emotionalen Brief hat sich die belarussische Schriftstellerin und Nobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch an die Öffentlichkeit und an ihre russischen Kolleg:innen gewandt und gefragt, warum sie zu den Vorfällen in Belarus schweigen? Die Antworten ließen nicht lange auf sich warten…

Kolo­nia­lismus und Natio­nal­so­zia­lismus. Zur Politik des Vergleichs in den 1930er Jahren

Antikoloniale und panafrikanische Politiker sowie politische Aktivist*innen in Großbritannien haben in den späten 1930er Jahren den Nationalsozialismus mit dem Kolonialismus verglichen – und sich dabei gleichzeitig mit den bedrohten Juden und Jüdinnen in Deutschland solidarisiert.

Rinn­sale der Gross­zü­gig­keit: Wie der gelebte Islam mit Armut umgeht

Vor Gott sind alle Menschen gleich – und doch leben wir in ungleichen Gesellschaften. Der gelebte Islam kennt vielschichtige Umgangsformen, um mit diesem Paradox umzugehen: Ein Augenschein aus einer ethnografischen Feldforschung in der palästinensischen Stadt Nablus.

Vergleichs­weise: Analo­gien als Memes in den Sozialen Medien

Im Netz zirkulierende Memes artikulieren einfache Vergleiche in politischer Absicht, etwa als Analogie zwischen den USA heute und „Weimar“ damals, oder zwischen deutscher und amerikanischer Vergangenheitsbewältigung. Doch so eingängig solche Analogien sind, so viel Kontexte blenden sie auch aus.

und