The German Catechism

For many, the memory of the Holocaust as a break with civilization is the moral foundation of the Federal Republic. To compare it with other genocides is therefore considered a heresy, an apostasy from the right faith. It is time to abandon this catechism.

Theorie des #Hash­tags

Der Hashtag ist längst zu einem Zeichen für die kollektive Verschlagwortung der Welt geworden. Er verspricht die Anhäufung öffentlicher Aufmerksamkeit auch für marginale Stimmen. Gleichzeitig bringt er Verwertungslogiken ins Spiel, die selten mitbedacht werden.

Auf der Suche nach Gemein­schaft. Zwei Fern­seh­se­rien über West Yorkshire

Vor mehr als sechzig Jahren machten sich E.P. Thompson und Richard Hoggart in West Yorkshire auf die Suche nach Gemeinschaft in der Industriegesellschaft. Lässt sie sich dort auch noch heute finden? Zwei Fernsehserien geben Aufschluss.

Allein gelassen im Kampf um Demo­kratie? Der Tschad nach dem Tod seines Langzeit-Herrschers

Nach dem Tod des langjährigen Herrschers Idriss Déby Itno hat im Tschad ein Militärrat die Macht übernommen und die Verfassung ausgesetzt – gegen die Hoffnung der Jugend des Landes und mit der Unterstützung Europas, das sich wenig für dessen Demokratie interessiert.

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Das Corona-Virus, eine „soziale Konstruktion“

Sind wissenschaftliche Wahrheiten „relativ“ – oder sind sie es nicht? Gelten die Naturgesetze – oder gelten sie nicht? Solche Fragen, mit denen sich in der Regel nur ein paar Spezialist:innen beschäftigen, bewegen in Zeiten von Corona auch die Medienöffentlichkeit. Also: Wie jetzt?

Blau­zone: Zürich und die Gespenster aus den Medienarchiven

Die Schweizer Beiträge zur „Tatort“-Reihe geben vor allem wegen ihrer umstrittenen Qualität zu reden. Ein Blick auf die filmische Repräsentation von Städten - diesmal Zürich - und ihrer Geschichte macht deutlich, wie viel der Tatort über das Imaginäre urbaner Räume verrät.

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QAnon, Kinder­schän­dung und die Geschichte des Kinderschutzes

Seit einigen Jahren verbreitet die QAnon-Bewegung rechtsextreme Verschwörungstheorien, die um den Missbrauch von Kindern kreisen. Diese Theorien sind abstrus. Historisch betrachtet bilden sie allerdings nur das gegenwärtige Ende einer langen Geschichte der rechten Instrumentalisierung von Kinderschutz und Missbraucherzählungen.

Linien ziehen? Über die unmög­liche Unter­schei­dung zwischen Flücht­lingen und Migrierenden

Die politische Theorie der Migration ist vor allem mit der Frage befasst, wo die Trennlinie zwischen den angeblich ökonomischen Motiven für Migration und den angeblich politischen Motiven für Flucht verlaufe. Doch diese Linie lässt sich nicht ziehen.

Über Leben in Extremen. Was war Gesell­schaft in Theresienstadt?

Wie entstehen Zugehörigkeiten, Ethnizität und soziale Machtverhältnisse? Die Historikerin Anna Hájková hat ein Buch über die Inhaftierten in Theresienstadt geschrieben, das uns mehr und anderes über Gesellschaft erzählt, als man vermuten würde. Svenja Goltermann hat mit ihr gesprochen.

und

Aufstand in Alge­rien. Die zweite Aufer­ste­hung des Ali la Pointe

Seit 2019 protestieren junge Algerier:innen jeden Freitag gegen die Regierung. Doch warum halten die Protestierenden 60 Jahre nach der Unabhängigkeit des Landes das Bild eines FLN-Kämpfers hoch? Über den Heldenkult um Ali la Pointe.

Gesichts­ver­lust 3.0

Gesichtserkennungstechnologien werden in unserem Alltag immer präsenter, aber nirgendwo werden sie so vielfältig eingesetzt wie in Xi Jinpings China. Bequem in vielen Alltagssituationen, aber bedrohlich für immer grössere Teile der Bevölkerung, wächst auch in China langsam das Unbehagen.

Jasmila Žbanićs Srebrenica-Film: Eine Oscar-Nominierung und die Frage Quo vadis, Bosnia?

Die bosnische Regisseurin Jasmila Žbanić hat sich an eine Verfilmung des Genozids in Srebrenica gewagt und für "Quo vadis, Aida?" eine Oscar-Nominierung erhalten. Der Film richtet sich gegen das Vergessen und für die Versöhnung – und er vermittelt politisch wirkungsvoll zwischen Hollywoodpublikum und post-jugoslawischer Realität.