Offshore-Demokratie: Verkehrte Welt in Mauricio Macris Argen­ti­nien

Die Enthüllungen der Panama-Papiere haben weltweit die Verflechtungen der politischen Elite mit einem mafiösen, global operierenden Finanzkapital ans Licht gebracht. In Argentinien kann sie dabei auf den Flankenschutz von Presse und Justiz zählen – und dies mit Billigung des Internationalen Netzwerkes Investigativer Journalisten.

Schlank, sonnen­ge­bräunt und über­wacht? Über Fitness­kritik

Der Boom der Fitnessindustrie begann in den 1970er Jahren. Gleichzeitig wurde Kritik an der Norm des „fitten Körpers“ laut – und an einem Staat, der versuchen könnte, diese Norm durchzusetzen. Heute muss die Furcht vor dem Staat jedoch revidiert werden.

„Ernied­rigte und Belei­digte“. Wie sich Täter zu Opfern machen

Bei Gerichtsprozessen und anderen Zensurmassnahmen gegen Kunst und Literatur richtet man in der Regel die Aufmerksamkeit auf die inkriminierten Werke und deren Verfasser. Es lohnt sich aber, auch mal auf die Kläger zu schauen.

Weib­liche Geni­tal­ver­stüm­me­lung, western style

Weibliche Genitalverstümmelung (FGM) gilt heute als Gewalt gegen Frauen in nicht-westlichen Gesellschaften. Die ‚eigene‘ Geschichte der Genitalverstümmelung, die bis ins frühe 20. Jahrhundert reichte, geht dabei vergessen.

Kriegs­flücht­linge 2016 in Europa

Im Flüchtlingslager Idomeni an der griechisch-mazedonischen Grenze sitzen zurzeit über zehntausend Menschen fest. Was heißt es, heute Flüchtling zu sein? Was passiert, wenn die Grenzen dichtgemacht werden? Florian Kessler und Nannina Matz sind vor Ort und berichten.

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Sterben lassen an Europas Küsten

An Europas Grenzen und Küsten sterben Tausende Flüchtlinge. Wie ist es zu verstehen, dass Viele in Europa das mehr oder weniger gelassen hinnehmen? 1976 entwickelte der Philosoph Michel Foucault ein Konzept, das eine mögliche Antwort auf diese heutige Frage bereithält.

Spiel nicht mit den Schreib­tisch­tä­tern, sing nicht ihre Lieder …

Rechtspopulistische Parolen sind unerträglich. Doch ihren Wortführern sollte man zuhören. Sie setzen Sprache gezielt ein, um Rechts- und Gerechtigkeitsvorstellungen zu verschieben und das Recht zu verändern.

#Inte­gra­tion war nie. Über ein irre­füh­rendes Konzept

Die Rede von der Integration ist nebulös. In einer pluralisierten Gesellschaft ist sie vor allem eine Waffe jener, die von den ‚Anderen‘ Integration, ja Anpassung verlangen, ohne selbst dieser imaginären Norm zu entsprechen. Wir sollten die Vokabel streichen.

#Wurzeln ziehen

Die Rede von den Wurzeln, die uns alle mit einer fernen oder nahen Heimaterde verbinden, ist nicht so harmlos, wie sie erscheinen mag. Im Schatten einer fragwürdigen Metapher verbirgt sich eine morbide Geopolitik.

Fünf Minuten Schweigen im Karo­hemd. Neue Formen des Protests in Ungarn

In Ungarn entwickelt sich eine einfallsreiche Protestkultur gegen die aktuelle Bildungspolitik der Orbán-Regierung. Sie wehrt sich auch mit scharfer Ironie dagegen, dass Kritiker als „Parasiten“ diffamiert werden.

Rechts­ex­tre­mist, Oppor­tu­nist oder nur ein wenig Karrie­rist? Vom Nutzen geschichts­wis­sen­schaft­li­cher Lektüre für das Leben

Gegenwärtig hört man oft, nicht jeder, der der AfD oder der SVP angehöre oder sie wähle, sei ein „Rechtsradikaler“. Doch wer glaubt, die neue Rechte sei politisch keine Gefahr, weil ihre Anhänger nicht alle „extrem“ seien, irrt sich gewaltig.

Realisten bitte beisei­te­treten! Man sieht ja gar nichts!

Angesichts der Flüchtlingskrise sind alle ausser Merkel „Realisten“. Warum auch nicht? Die Politik hat die Wirklichkeit zu adressieren, will sie diese verändern. Trotzdem: Das Wort „realistisch“ wird derzeit schlimmer missbraucht als einst die schöne Europa vom geilen Göttervater Zeus.