Der post­mo­derne #öffentliche_Raum. Ein Gespräch mit Chris­toph Haerle (Teil 2)

Seit den 1970er Jahren verschieben sich die Begriffe ‚öffentlich’ und ‚privat’: Das Individuum zelebriert sich im öffentlichen Raum, einzeln oder in der Masse. Der öffentliche Raum mutiert zum Eventraum – und wird dabei vom Kapital aufgesogen.

Der #öffentliche_Raum ist immer poli­tisch. Ein Gespräch mit Chris­toph Haerle (Teil 1)

Was ist der öffentliche Raum? Ist er ein Ort der Macht oder der demokratischen Teilhabe? Der Architekt, Stadtplaner und Künstler Christoph Haerle über die politische Funktion des öffentlichen Raums in der europäischen Geschichte.

Rück­kehr der #Assi­mi­la­tion. Zur Geschichte gegen­wär­tiger Anpas­sungs­for­de­rungen

Unter dem Eindruck anhaltender Flüchtlingsbewegungen werden gegenwärtig Forderungen nach Assimilation immer lauter. Dabei ist dieses Konzept ein Produkt des Nationalstaatsgedankens des 19. Jahrhunderts und seiner Vorstellung abgegrenzter, homogener Gesellschaften. Die Nostalgie danach steht hinter den neuen Anpassungsforderungen.

„30’000“. Umkämpfte Erin­ne­rungs­po­litik in Argen­ti­nien

Die Vergangenheit der letzten Militärdiktatur (1976-1983) ist immer noch eine schwärende Wunde. Die neue Regierung hat wenig Interesse an einem schonungslosen Blick zurück – und der Linken stehen schwierige Zeiten bevor.

Jenseits von Leit­kultur und Multi­kulti. Wider die ethni­sche Begrün­dung des Poli­ti­schen

Das „Volk“ erfährt seit einigen Jahren in der rechtspopulistischen Bewegungs- und Parteienlandschaft Europas eine zweifelhafte Auferstehung. Ursprünglich Ausdruck politischer Emanzipation, verkommt der Begriff wieder einmal zur Rechtfertigung von ethnischer Identitätspolitik und Fremdenfeindlichkeit. Höchste Zeit ihn ad acta zu legen.

Wienerschnitzel-Patriotismus und Sündenbock-Politik. Ein Kommentar zur Wahl in Öster­reich

Norbert Hofer hat jedem national überkochenden Stammtisch in Österreich den Anstrich der Seriosität gegeben. Seine 49,7 Prozent nobilitieren jetzt die Hetze gegenüber allem, was anders ist. Die FPÖ profiliert sich mit Sündenbockpolitik im Stile von Orbán, der AfD oder Blocher.

Starke Männer? Nein, starke Insti­tu­tionen!

Alle 20 bis 30 Jahre wusste sich die Eidgenossenschaft zu erneuern. Jetzt ist die weitere Modernisierung von Demokratie und Rechtsstaat überfällig.

Ist die Präim­plan­ta­ti­ons­dia­gnostik (PID) „euge­nisch“?

Am 5. Juni 2016 entscheiden die Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger über das neue Fortpflanzungsmedizingesetz, welches das Verbot der Präimplantationsdiagnostik aufheben will. Die Gegner argumentieren, das Gesetz führe zu Eugenik im Labor und sei deshalb ethisch inakzeptabel. Was ist davon zu halten?

Wie reak­tionär hätten Sie’s denn gerne? NZZ-Autor Heri­bert Seifert mimt das libe­rale Medi­en­ge­wissen

Schon oft in letzter Zeit musste man zur Kenntnis nehmen, dass die NZZ sich kaum mehr gegen politische und intellektuelle Strömungen weit rechts im politischen Spektrum abgrenzen mag. Der Ton wird rauer, die Fronten härter.

Die NZZ im Herzen der weissen Hybris. Anmer­kungen zur helve­ti­schen ‚color line‘

Die neuste Ausgabe der „NZZ Geschichte“ wirbt für ein mildes Urteil über die kolonialen Verwicklungen der Schweiz. Das Heft bleibt damit selber in kolonialen Denkmustern verhaftet – und bietet aufschlussreiche Einsichten ins finstere Herz der populären schweizerischen Geschichtskultur. Eine Replik.

Sind wir je post­mi­gran­tisch gewesen? Eine Auffor­de­rung zur Debatte

Kulturalistische Klischees und Verallgemeinerungen von „uns“ und den „Anderen“ blockieren klares Denken und verhindern gute Analysen. Das gilt nicht nur beim Sprechen über „die Fremden“, sondern auch, wenn wir uns auf unsere eigene Gesellschaft beziehen.

„Schweizer Art ist Bauernart“. Warum wir die Bauern so lieben.

Die Schweizer Staatsbauern haben mehr politischen Einfluss, als gut sein kann - nicht zuletzt, weil die bürgerlichen Städter sie so lieben. Die ideologischen Hintergründe dieser modernen Liaison gehen ins frühe 20. Jahrhundert zurück.