Science Fiction ist nicht nur ein künstlerisches Genre, sondern hat unseren Alltag erfasst. Dabei hat Science Fiction emanzipatorisches Potenzial und kann genauso gut antiliberal und populistisch vereinnahmt werden. Die US-amerikanische Medienwissenschaftlerin und Sciencefiction-Forscherin Sherryl Vint im Gespräch mit Christine Lötscher von GdG.

  • Sherryl Vint

    Sherryl Vint ist Professorin für Medien- und Kulturwissenschaft sowie für Englische Literatur an der University of California, Riverside. Im Zentrum ihrer Forschung steht spekulative Fiktion, insbesondere Science Fiction, als kritische Form der Gegenwartsanalyse.
  • Christine Lötscher

    Christine Lötscher lehrt Populäre Literaturen und Medien mit Schwerpunkt Kinder- und Jugendmedien am ISEK - Populäre Kulturen der Universität Zürich und ist Herausgeberin von Geschichte der Gegenwart.

Sherryl Vint forscht an der UCLA River­side zu Science Fiction und gehört zu den profi­lier­testen Wissenschaftler:innen in diesem Feld. Ihre Arbeit zeichnet sich dadurch aus, dass sie Science Fiction (SF) nicht anhand einer Taxo­nomie eines nach Merk­malen defi­nierten Genres, sondern als dyna­mi­schen Prozess versteht, der durch soziale und poli­ti­sche Diskurse mitge­staltet wird und an der Wissens­pro­duk­tion um das Verhältnis von Tech­no­logie und Gesell­schaft betei­ligt ist. Die Ausein­an­der­set­zung mit SF ermög­licht für sie deshalb auf einzig­ar­tige Weise eine Kultur­ana­lyse der Gegen­wart. Dabei betont sie das breite Spek­trum der Texte und ihrer Rezep­tion, das von tech­no­kra­ti­schen Fort­schritts­fan­ta­sien bis hin zu kriti­schen femi­nis­ti­schen und afro­fu­tu­ris­ti­schen Perspek­tiven reicht, und analy­siert die Wech­sel­wir­kungen zwischen diesen Diskursen. In ihren Studien Science Fiction: A Guide for the Perplexed (2014) und Bodies of Tomorrow (2007) zeigte sie auf, wie Science Fiction als Werk­zeug dient, um die tech­no­lo­gi­schen und gesell­schaft­li­chen Verän­de­rungen der Gegen­wart zu begreifen. Dabei liegt der Kern von Science Fiction darin, eine Vision der Welt, wie sie anders sein könnte, zu entwerfen und die Möglich­keiten, die sich daraus ergeben, auszuloten.

Chris­tine Lötscher: Sherryl Vint, Sie beschäf­tigen sich in Ihrer Forschung seit vielen Jahren mit Bezie­hungen zwischen dem Mensch­li­chen und dem Nicht-Menschlichen in der Science Fiction, mit Femi­nismus und Post­hu­ma­nismus. Ihr aktu­elles Projekt ist nun aber dem Verhältnis von Finanzen, Wirt­schaft und Verschwö­rungs­theo­rien gewidmet. Was hat sich in Ihrem Blick auf das speku­la­tive Erzählen verändert?

Sherryl Vint: Ich muss sagen, ich wurde von den Ereig­nissen über­rollt. Als ich in den 1990ern als junge Person zur Science-Fiction-Forschung gekommen bin, war ich unzu­frieden mit der Welt, wie ich sie damals erlebt habe. Der Akti­vismus nahm zu, unter anderem in Protesten gegen die WTO (World Trade Orga­niza­tion), und es brei­tete sich das Gefühl aus, dass die Zukunft anders aussehen könnte als das, was die neoli­be­rale Welt­ord­nung der 1980er Jahre gebracht hatte. In den USA wurde diese Bewe­gung durch 9/11 weit­ge­hend ausgelöscht.

Meine Arbeit war lange einer Science Fiction verpflichtet, die alter­na­tive Werte und Lebens­formen imagi­nierte und kulti­vierte. Aber in den letzten zehn Jahren habe ich gesehen, wie Science Fiction viel main­strea­miger wurde und wie Prak­tiken aus Science-Fiction-Fandoms in die reale Politik Eingang gefunden haben – insbe­son­dere in der Tech-Branche, die Dysto­pien oft als Hand­bü­cher miss­ver­steht. Da habe ich eine Verant­wor­tung gespürt, kriti­sche Analysen zum Diskurs beizu­tragen, die nicht meinen eigenen poli­ti­schen Posi­tionen entsprechen.

Chris­tine Lötscher: Würden Sie sagen, dass Science Fiction inzwi­schen popu­lis­ti­sche Bewe­gungen oder Verschwö­rungs­dis­kurse inspiriert?

Sherryl Vint: Ich verstehe Science Fiction inzwi­schen weniger als inhalt­li­ches Genre, sondern mehr als rheto­ri­sche Stra­tegie, als Haltung zur Welt, die sich für Kontin­genz, Geschichte und Möglich­keits­räume inter­es­siert. Diese Möglich­keits­räume können Menschen jeder ideo­lo­gi­schen Rich­tung nutzen. Akademiker:innen haben sich stark auf progres­sive SF konzen­triert, während die Tech-Industrie sich eher für tech­no­kra­ti­sche SF inter­es­siert hat. Ich würde sogar sagen, dass die posi­tiven Visionen – femi­nis­ti­sche, afro­fu­tu­ris­ti­sche, indi­gene, klimau­to­pi­sche, deko­lo­niale SF – heute den Groß­teil aller Veröf­fent­li­chungen im Bereich lite­ra­ri­sche SF ausma­chen. Es gab vor 15 Jahren einen Streit um die Hugo Awards, bei der tech­no­kra­ti­sche weiße Autoren das Genre für sich zurück­er­obern wollten, doch die Commu­nity wehrte sich dagegen, was dazu geführt hat, dass sich das Genre stärker in Rich­tung einer hoff­nungs­vollen SF bewegt. Das tech­no­kra­ti­sche, kapi­ta­lis­ti­sche Segment ist also nicht das wich­tigste – aber sehr einfluss­reich, weil es von mäch­tigen Stimmen außer­halb des akade­mi­schen Betriebs geför­dert wird. Damit meine ich vor allem die Tech-Industrie, die über die Ressourcen verfügt, um ihre Visionen tatsäch­lich umzusetzen.

Chris­tine Lötscher: Was bedeutet das für die Lektüre von SF? Wie lesen wir diese Texte – nicht nur als Akademiker:innen, sondern als inter­es­sierte Öffent­lich­keit? In einer medialen Realität, in der Verschwö­rungs­theo­rien, Desin­for­ma­tion und Halb­wahr­heiten, um den von Nicola Gess geprägten Begriff zu verwenden, verbreitet werden, scheint mir eine kriti­sche Lektü­re­praxis zentral zu sein.

Sherryl Vint: Lesen ist immer poly­se­misch; Satire, Kritik – all das exis­tiert neben­ein­ander. Was für mich eine Dystopie war, ist für andere eine erstre­bens­werte Zukunft. Es gibt online etwa das „Torment Nexus“-Meme. Diskurse wie dieser haben mich zu der Einsicht gebracht, dass wir die verschie­denen affek­tiven Inves­ti­tionen in SF beachten müssen.

Chris­tine Lötscher: Wie sieht das konkret aus?

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Sherryl Vint: Ein Bereich meiner Forschung betrifft „Smart Cities“ oder „Future Cities“, die von den glei­chen Tech-Venture-Capital-Kreisen geför­dert werden, die KI, Über­wa­chung und ähnliche Projekte voran­treiben. Es ist ein science-fiktionaler Stadt­ent­wurf, oft losge­löst vom Natio­nal­staat, wie z. B. das Projekt „Cali­fornia Forever“ (jetzt „East Solano“), das von tech­no­kra­ti­schen Visionen geprägt war – und jetzt behauptet, für die Arbei­ter­klasse zu sein. Die tech­no­kra­ti­sche Elite aus der SF wird hier real.

Chris­tine Lötscher: Sie spre­chen viel über Narra­tiv­ver­schie­bungen von Realität zu Popkultur und zurück. Was bedeutet das für die Wissen­schaft der Narra­tion und für die SF-Forschung?

Sherryl Vint: Tech­no­lo­gien, die vor 40-60 Jahren als futu­ris­tisch galten, sind heute Alltag. SF und „ernste“ Lite­ratur waren lange getrennt; jetzt ist Technik Teil des Alltags, etwa Auto­ma­ti­sie­rung, KI, Über­wa­chung, Klima­wandel – all das ist Gegen­wart. Das hat SF main­stream­t­aug­lich gemacht. Gleich­zeitig ist die Medi­en­welt frag­men­tiert in Nischen, sodass sich „bespoke reali­ties“ ergeben, wie Renée DiRestra sagt: Jede:r konsu­miert Medien, die das eigene Welt­bild bestä­tigen, und das führt zu einer Verwi­schung von Imagi­na­tion und Ideologie.

Chris­tine Lötscher: Das führt zu Verschwö­rungs­theo­rien. Sie haben zum QAnon-Phänomen geforscht, zur Verbin­dung von Fan-Praktiken und Verschwö­rungs­er­zäh­lungen. Können Sie das kurz erklären?

Sherryl Vint: Ich habe beob­achtet, dass es Paral­lelen zwischen Fanprak­tiken und gewissen konspi­ra­tiven poli­ti­schen Enga­ge­ments gibt. Das wurde beson­ders am 6. Januar 2021 deut­lich. Teilnehmer:innen am Sturm auf das Kapitol sahen sich als Revo­lu­tio­näre, obwohl diese Verbin­dung ahis­to­risch und reali­täts­fern ist. Es handelte sich um eine Art „1776-Cosplay“. Das Gemein­schafts­ge­fühl und die Zuge­hö­rig­keit, die QAnon bietet, erin­nert an die posi­tiven Affekte in Fandoms, auch wenn die Visionen und Ziele von Fans und Verschwörungstheoretiker:innen völlig unter­schied­lich sind. Bei QAnon geht es weniger um die Inhalte als um die Gemein­schaft, um das Gefühl, wichtig zu sein und gehört zu werden – ähnlich wie bei queer fandoms oder bei der Iden­ti­fi­ka­tion mit der Star-Trek-Föderation bezie­hungs­weise der Star-Wars-Rebellen-Allianz.

Chris­tine Lötscher: Ist das eine Form von Eska­pismus, sich aus demo­kra­ti­schen Prozessen herauszuziehen?

Sherryl Vint: Ich würde nicht von Eska­pismus reden. Es geht darum, die Realität selbst narrativ umzu­deuten, darin einen Sinn zu finden ange­sichts ökono­mi­scher und kultu­reller Margi­na­li­sie­rung. Anders als Fandoms, die einen alter­na­tiven, ange­nehmen Raum schaffen, muss QAnon als eine narra­tive Parti­zi­pa­tion an der Realität verstanden werden, die das Ziel hat, die Wirk­lich­keit durch Perfor­manz zu verändern.

Chris­tine Lötscher: Was bedeutet das alles für Ihre Rolle als Profes­sorin in den USA?

Sherryl Vint: Ich weiß das ehrlich gesagt selbst nicht. Dieses Jahr bin ich in Europa und genieße eine andere Öffent­lich­keit. Die USA, die ich verlassen habe, sind nicht dieselben wie die, in die ich später zurück­ge­kehrt bin, da die zweite Trump-Amtszeit anders verläuft und die Higher Educa­tion frontal ange­griffen wird. Das Ziel der MAGA-Politik und der Silicon-Valley-Technokraten ist es, die Univer­si­täten als alter­na­tive Macht­zen­tren zu zerstören, sodass alle Narra­tionen künftig von ihnen kontrol­liert werden. Das macht die Zukunft des kriti­schen Denkens sehr ungewiss.

Chris­tine Lötscher: Denken Sie, die Anti-Gender-Bewegung ist stra­te­gisch orches­triert, z. B. wie Judith Butler in Who’s Afraid of Gender? es beschreibt, auch mit Alli­anzen zu Putin und anderen Autokraten?

Sherryl Vint: Ich habe dazu weniger geforscht, aber ich würde sagen, es handelt sich nicht um eine konspi­ra­tive Koor­di­na­tion auf höchster Ebene, sondern um parallel entste­hende Bestre­bungen der Wieder­her­stel­lung patri­ar­chaler Macht. Sie erkennen sich dann als Verbün­dete, wie bei Viktor Orbán und seiner „illi­be­ralen Demo­kratie“, und vernetzen sich. Wirt­schaft­lich gibt es gezielte Programme, z .B. die Koch-Brüder, wie Jane Mayer in Dark Money (2016) zeigt: Orga­ni­sa­tionen, Think Tanks, die markt­fun­da­men­ta­lis­ti­sche Ideo­logie stra­te­gisch verbreiten. Es sind absichts­volle poli­ti­sche Projekte, die als Gegen­be­we­gung zum New Deal entstanden sind. Es handelt sich weniger um Verschwö­rungen als viel­mehr um Machtpolitik.

Chris­tine Lötscher: Macht­po­litik mit klaren ökono­mi­schen Inter­essen. Das Thema Wirt­schaft taucht in der Diskus­sion um SF bisher aber kaum auf, im Gegen­satz zum Anthro­pozän, Klima und Tech­no­logie  – gibt es eine wach­sende Forschung dazu?

Sherryl Vint: Die Forschung dazu entsteht langsam, aber ursprüng­lich waren Ökonomie und Finanzen eher ein Rand­thema. Nach der Finanz­krise 2008 kamen mehr Forschende dazu. Über­haupt bräuchten Geisteswissenschaftler:innen und Sozialwissenschaftler:innen mehr ökono­mi­sche Bildung, denn Popkultur dreht sich oft um die Vermark­tung von Produkten und um Konsum. An den US-Wirtschaftsfakultäten wird Makro­öko­nomie als markt­or­tho­doxe Wissen­schaft gelehrt. Histo­ri­sche und soziale Fragen kommen wenig vor, denn die Diszi­plin will sich als natur­wis­sen­schaft­liche, wert­neu­trale Wissen­schaft begreifen. Viele der Diskurse um Schlag­worte wie „woke“, „DEI“, etc. sind die einzigen Narra­tive um Umver­tei­lung. Klasse spielt kaum eine Rolle, aber gerade die anti-woke Bewe­gung arti­ku­liert die tatsäch­li­chen ökono­mi­schen Probleme vieler, die durch die Globa­li­sie­rung verloren haben und keine andere Sprache als Anti-DEI dafür zur Verfü­gung zu haben scheinen.

Chris­tine Lötscher: Sie haben einen großen Teil dieses Jahres in Polen verbracht, an der Uni Warschau; wie sehen Sie das in Europa?

Sherryl Vint: Sehr ähnlich, denke ich. Auch in Deutsch­land, bei den AfD-Wähler:innen, richtet sich die Aggres­sion gegen Migrant:innen, weil sie vermeint­lich alles bekommen und Umver­tei­lung ihnen zugu­te­kommt. Das struk­tu­relle Klas­sen­pro­blem wird selten explizit diskutiert.

Chris­tine Lötscher: Findet sich das in der SF? Wird man auf der Suche nach einer marxis­ti­schen Analyse in SF-Romanen fündig?

Sherryl Vint: Ja, bei einigen Autor:innen durchaus, etwa bei China Miéville, der auch als sozia­lis­ti­scher Kandidat in Groß­bri­tan­nien antrat und mit seinem revo­lu­tio­nären Online-Magazin Salvage einen marxis­ti­schen Diskurs pflegt. Es gibt SF, die verschie­dene Wirt­schafts­formen imagi­niert, aber nicht immer linke, progres­sive – sehr oft sind es auch liber­täre. Hier muss auch Kim Stanley Robinson genannt werden. Er verbindet Ökologie und Wirt­schaft, indem er einen klima­freund­li­chen, auf Aushand­lungen beru­henden Kapi­ta­lismus erfindet.

Chris­tine Lötscher: Lassen sich ökono­mi­sche Struk­turen in unserer Kultur über­haupt anders denken?

Sherryl Vint: Ökono­mi­sche Struk­turen sind so selbst­ver­ständ­lich geworden, dass uns die kriti­sche Sprache dafür fehlt. Dies ist das Ergebnis aktiver neoli­be­raler Orthop­raxie, die den Menschen an die Märkte anpasst, statt umge­kehrt. Oft wird die Meri­to­kratie als alter­na­tivlos voraus­ge­setzt, aber die Bedin­gungen sind für Menschen je nach ihrer sozialen Herkunft extrem unter­schied­lich, und dies wiederum führt zu Ressen­ti­ments, wie man sie bei MAGA-Anhänger:innen und ähnli­chen Bewe­gungen sehen kann. Mark Fisher spricht in diesem Zusam­men­hang von „capi­ta­list realism“ – und meint damit die Vorstel­lung, dass keine Alter­na­tive zum Kapi­ta­lismus denkbar ist.

Chris­tine Lötscher: Wo sehen Sie in der SF alter­na­tive Wirtschaftsformen?

Sherryl Vint: Viele ökolo­gi­sche SF-Romane entwerfen Degrowth-Szenarien, etwa Notes from the Burning Age (2021) von Claire North oder The Ministry for the Future (2020) von Kim Stanley Robinson; ein Roman, der sich auf hoch­kom­plexe Weise mit unter­schied­li­chen Mass­nahmen zur Anpas­sung an den Klima­wandel und zur Eindäm­mung der Folgen ausein­an­der­setzt. Und dann gibt es einen femi­nis­ti­schen Zugang, der eher lokale Commu­nitys und ihre alter­na­tiven, nach­hal­tigen Weisen des Zusam­men­le­bens entwirft. Ich denke hier an Carrie Vaughns Banner­less (2017), einen post­apo­ka­lyp­ti­schen Roman über Agrar­ge­mein­schaften in Kalifornien.

Chris­tine Lötscher: Sie erwähnten in einem Work­shop mit Doktorand:innen an der Uni Zürich, dass Sie eine „first gene­ra­tion academic“ sind. Wie hat Bildung Ihre Perspek­tive verändert?

Sherryl Vint: Ich bin in einer länd­li­chen, wenig diversen Commu­nity aufge­wachsen. Die Uni war für mich die Gele­gen­heit, andere Perspek­tiven kennen­zu­lernen, mich mit Geschichte, mit unter­schied­li­chen Orga­ni­sa­ti­ons­formen von Gemein­schaft zu befassen. SF verwendet oft die Opera­tion des „cogni­tive estran­ge­ment“, um das Vertraute zur Unkennt­lich­keit zu verzerren. Ein solches kriti­sches Verfremden kann poli­tisch sehr wirksam sein. Alle sollten diese Möglich­keit bekommen in ihrer Bildungs­bio­grafie  – nicht für ein Einheits­denken, sondern für echte kriti­sche Erfah­rung und neue Chancen.

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Am 30. und 31. Oktober 2025findet in Zürich am Cabaret Voltaire das Sympo­sium «Stranger Than Fiction» statt. Disku­tiert wird das Verhältnis von kollek­tiver Einbil­dungs­kraft und poli­ti­schen Fantasmen – unter anderem in Science Fiction und Fantasy. Mit Carolin Amlinger, Inke Arns, Silvy Chak­ka­lakal, Nicola Gess, Enis Maci, Roland Meyer, Peter Seyferth, Vladimir Sorokin, Simon Strick, Total Refusal und Joseph Vogl, kura­tiert vom Zentrum Künste und Kultur­theorie ZKK.