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Sylvia Sasse

Sylvia Sasse lehrt Slavis­­ti­sche Litera­tur­­wis­sen­­schaft an der Univer­sität Zürich und ist Mitbe­gründerin und Mitglied des Zentrums Künste und Kultur­theorie (ZKK). Sie ist Heraus­geberin von novinki und von Geschichte der Gegenwart.

„Der Mili­zionär kommt ins Spiel“ – Wie Pussy Riot den Dichter Dmitrij Prigov zitieren und das Poli­ti­sche poetisch wird

Der Milizionär, den Pussy Riot am Sonntag während des WM-Finals in Moskau „ins Spiel brachte“, ist eine Kultfigur der Moskauer Kunstszene der 1980er Jahre. Sie stammt von Dmitrij Prigov, dessen Todestag sich gerade zum elften Mal jährte.

„Passiert gerade wirk­lich etwas?“ Das #Fake-Ereignis

Fake-Ereignisse sind nicht bloß Fake-News, sie erschüttern das Verhältnis von Politik, Realität und Medien auf eine andere Weise. Ein Essay über Frank Underwood und Arkadij Babčenko.

Hate Speech: Der Bumerangeffekt

Hate Speech boomt. Zugleich wird immer sichtbarer, wer die Hater eigentlich sind. Das ist eine gute Gelegenheit, verletzende Sprechakte mal umgekehrt zu denken - als Selbstinszenierung, Selbstkonstitution und Selbstbeleidigung des Absenders.

und

Die Zombie-Republik. DDR reloaded

Seit langem wurde nicht mehr so heftig auf die ‚Ostdeutschen‘ geschimpft wie nach der letzten Bundestagswahl. Es wurde versucht, die Ursachen für die Wut in der DDR-Vergangenheit zu finden. Dabei ist die politische Nutzung dieser Vergangenheit selbst ein Phänomen der Gegenwart: über die Zombie-Republik als ‚deutsche‘ Selbstdekonstruktion.

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Geschichte der Gegenwart
Geschichte der Gegenwart
Die Politik aus dem Nirgendwo. Humanitäre Hilfe und die Geschichte schwereloser Institutionen
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  • Die Politik aus dem Nirgendwo. Humanitäre Hilfe und die Geschichte schwereloser Institutionen

    Die Politik aus dem Nirgendwo. Humanitäre Hilfe und die Geschichte schwereloser Institutionen

    Nov 27, 2022 • 14:58

    Humanitäre Institutionen erscheinen oft als über dem politischen und lokalen Geschehen schwebende Institutionen, neutral, unparteilich, universalistisch. Doch wer Leben rettet, agiert politisch und ortsgebunden. Wie lässt sich das vereinbaren?

  • Transfeindlichkeit: Radikalisierungs-Pipeline der amerikanischen Rechten

    Transfeindlichkeit: Radikalisierungs-Pipeline der amerikanischen Rechten

    Nov 6, 2022 • 17:20

    Die Rechte in den USA – aber auch andernorts – hat ein neues Angriffsziel entdeckt: trans Menschen. Was bedeutet es konkret, rechtlich und politisch, wenn die Religiöse Rechte ihre transfeindlichen Ressentiments umsetzen kann?

  • Rechte Rechtskämpfe

    Rechte Rechtskämpfe

    Oct 23, 2022 • 12:53

    Rechte Bewegungen und Akteur:innen haben das Recht zum zentralen Kampffeld erkoren: Sie führen jedoch nicht nur (erfolgreiche) Klageverfahren, sondern greifen die relationale Autonomie des Rechts an. Für progressive Bewegungen soll das Recht nicht mehr als emanzipatorischer Hebel ihrer Interessenspolitik fungieren.

  • Menschen und Nichtmenschen. Zum Tod von Bruno Latour

    Menschen und Nichtmenschen. Zum Tod von Bruno Latour

    Oct 16, 2022 • 16:24

    Mehr als menschlich: Bruno Latour hinterlässt ein ungewöhnliches Werk, das mitten in die Frage nach der Gemachtheit von wissenschaftlichen Wahrheiten führt. Er entfaltete eine Philosophie des Relationalen, das rein menschliche Beziehungen übersteigt.

  • Unheilvolle Parallelen. Ideologisch-nationalistische Rhetorik in Russland und Serbien

    Unheilvolle Parallelen. Ideologisch-nationalistische Rhetorik in Russland und Serbien

    Oct 9, 2022 • 15:59

    Eine Ethnisierung des Diskurses, aus der Luft gegriffene Genozidvorwürfe, wechselnde Leugnungen und Rechtfertigungen für die eigenen Kriegsverbrechen: All das ist nicht neu. Dunja Melčić analysiert die Parallelen zwischen russischem und serbischem Kriegsdiskurs in den 1990er Jahren und heute.

  • Edle Wilde. Der Mythos vom afghanischen „Kriegervolk“

    Edle Wilde. Der Mythos vom afghanischen „Kriegervolk“

    Sep 25, 2022 • 18:02

    Afghanistan – ob magisches Reiseland für Hippies oder mittelalterlich anmutendes Land ganzer Generationen von Kriegern. Die westlichen Klischees blenden aus, wie die Konflikte in der afghanischen Politik von den Interessen der US-amerikanischen und europäischen Außenpolitiken abhängen.

  • Der Mann ohne Eigenschaften. Robert Musils Klassiker entschlüsselt die Moderne

    Der Mann ohne Eigenschaften. Robert Musils Klassiker entschlüsselt die Moderne

    Sep 4, 2022 • 17:47

    Der Sommer ist fast vorbei, und mit ihm unser Sommerprogramm. Sie hätten jetzt also ein Jahr lang Zeit, um Robert Musils monumentales Hauptwerk zu lesen. Tun Sie es – abgesehen vom Lesevergnügen werden Sie auch die postmoderne Gegenwart besser verstehen.

  • Multidirektionale Erinnerung – ein solidarisches Archiv

    Multidirektionale Erinnerung – ein solidarisches Archiv

    Aug 28, 2022 • 16:10

    Die deutsche Übersetzung von Michael Rothbergs Buch zur Multidirektionalen Erinnerung hat für einige Aufregung gesorgt. In den oft sorgenvollen, teilweise auch gehässigen Besprechungen ist eins zu kurz gekommen, nämlich der Inhalt des Textes. Worum geht es Rothberg?

  • Theater ohne Handlung. Erinnerungen an Hans-Thies Lehmann und sein Buch »Postdramatisches Theater«

    Theater ohne Handlung. Erinnerungen an Hans-Thies Lehmann und sein Buch »Postdramatisches Theater«

    Aug 21, 2022 • 17:53

    1999 veröffentlichte der kürzlich verstorbene Theaterwissenschaftler Hans-Thies Lehmann seine umfangreiche Studie »Postdramatisches Theater«. Sie eröffnete einen Zugang zum Theater der Gegenwart, der bis heute nachwirkt.

  • Superheldinnen. Wonder Woman und die Frauenbewegung

    Superheldinnen. Wonder Woman und die Frauenbewegung

    Aug 14, 2022 • 12:10

    Wonder Woman hat, wie alle Superheldinnen, eine Secret Identity. Die US-amerikanische Historikerin Jill Lepore kitzelt jedoch noch ganz andere Geschichten aus der Geschichte um die Amazone mit dem magischen Lasso heraus.

„Lolita“ ohne Humbert Humbert… Über die Angst, die „Arsch­lö­cher“ könnten aus der Kunst verschwinden

„Tugendwächter“ und „Moralapostel“ sind gerade die Lieblingswörter im nicht mehr nur konservativen Feuilleton. Es wird Kunstzensur gewittert. Proteste einzelner werden als „moralischer Totalitarismus“ gedeutet. Doch was passiert, wenn Protest als Zensur interpretiert wird?

Die Verführ­bar­keit der Journalisten

Zum wiederholten Mal versucht die Weltwoche, der Schweiz eine Debatte über die „Dummheit“, Verführbarkeit und über die Ideologien von Intellektuellen aufzuzwingen. Echt jetzt? Wie wäre es zur Abwechslung mit einer Debatte über die politische Instrumentalisierbarkeit von Journalisten und Medien?

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#Post­mo­derne als Pappkamerad

Eigentlich war die Postmoderne gerade dabei, Geschichte zu werden. Jetzt ist sie wieder da, von ihren Gegnern als Pappkamerad aufgestellt. Peng! Dabei gerät die Konstruktion der Postmoderne durch ihre Gegner zur politisch aufgeladenen Realsatire.

und

Die falschen Unter­schiede. Über die Kultu­ra­li­sie­rung des Politischen

Der Schweizer "Blick" entwirft einen boulevardesken Integrationsvertrag, der deutsche Innenminister Thomas de Maizière einen Leitkulturkatalog für Migranten. Beide vermischen Politik und Kultur, Grundgesetz und Ritual. Ist das politisch gewollt?

Auto­ri­täre Unordnung

Die Antiutopien des 20. Jahrhunderts stellten das Leben in Autokratien in der Regel als vorhersehbar, streng geregelt, mechanisch, gleichgeschaltet und starr vor. Sie irrten sich. Denn es waren und sind gerade die Provokationen von Unvorhersehbarkeit, die autokratische Regime kennzeichnen.

Die Fake-#Alternative

Inzwischen könnte man ein kleines Wörterbuch mit Begriffen füllen, die der Rechtspopulismus aus der linken Aktivistenbewegung und den Undergroundbewegungen von Diktaturen gekapert hat. Besonders absurd ist das beim Wort „Alternative“.

In the Depths of Disin­for­ma­tion: this is how RT propa­ganda works

The fact that right-wing populist parties copy their rhetorical strategies from the Russian propaganda broadcaster RT is nothing new. But their purpose in doing so certainly is.

In den Niede­rungen der Desin­for­ma­tion. Ein Selbst­ver­such mit RT

Dass rechtspopulistische Parteien in Europa ihre rhetorischen Strategien beim russischen Propagandasender RT abkupfern, ist nichts Neues. Was sie damit bezwecken, aber schon.