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Philipp Sarasin

Philipp Sarasin lehrt Geschichte der Neu­zeit an der Universität Zürich. Er ist Mit­be­gründer des Zentrums Geschichte des Wissens und Heraus­geber von Geschichte der Gegenwart.

#Foucault. Eine Spurensuche

Am vergangenen 15. Oktober wäre Michel Foucault, der wohl meistzitierte Intellektuelle des 20. Jahrhunderts, 95 Jahre alt geworden. Er wird von links und rechts in Anspruch genommen und muss für vieles herhalten. Grund genug für eine kleine Spurensuche.

Wir Barbaren. „Inneres Afrika“, „Unzi­vi­li­sierte“ und „Entar­tete“ in der euro­päi­schen Moderne

Europäische Gesellschaften suchten im 19. Jahrhundert ihre „Zivilisation“ in alle Welt zu exportieren. Die „Fremden“, darunter auch die Armen, erschienen dem gegenüber als „Barbaren“. Ist diese Geschichte schon zu Ende?

und

Alles andere als schwarz-weiß. James Baldwin über Liebe und Rassismus

James Baldwins großer Roman „Ein anderes Land“ von 1962 liegt in einer neuen, wunderbar leicht zu lesenden Übersetzung vor. Er handelt vom Tod und vom Rassismus, der alles durchdringt, aber sein Thema ist die Liebe. Doch das macht die Dinge nicht einfacher.

Das Corona-Virus, eine „soziale Konstruktion“

Sind wissenschaftliche Wahrheiten „relativ“ – oder sind sie es nicht? Gelten die Naturgesetze – oder gelten sie nicht? Solche Fragen, mit denen sich in der Regel nur ein paar Spezialist:innen beschäftigen, bewegen in Zeiten von Corona auch die Medienöffentlichkeit. Also: Wie jetzt?

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#Neoli­be­ra­lismus

Corona hat die Grenzen des neoliberalen Wirtschafts- und Politikmodells schonungslos aufgezeigt: Das Gesundheitswesen kann nicht allein nach Profitabilitätskriterien organisiert werden, und um eine tiefe Depression zu verhindern, braucht es staatliche Hilfen. Die neoliberalen Theoretiker hatten sich das ganz anders vorgestellt – nicht zuletzt autoritärer.

“Schleifen”. Ein Buch über den Reiz der Wiederholung.

Sind Wiederholungen langweilig? Nein! Der Medienwissenschaftler Tilman Baumgärtel, der in einem lesenswerten Buch die Geschichte der „Schleifen“ in der Kunst und vor allem der Musik der zweiten Hälfte des 20. Jh. erzählt, überzeugt einem leichter Hand vom Reiz endloser Loops.

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Mit Foucault die Pandemie verstehen?

Kann man mit den theoretischen Konzepten und historischen Beispielen, die Michel Foucault in den 1970er Jahren entwickelte, die gegenwärtige Lage deuten? Ja – aber anders, als man denkt. Und nein, von Biopolitik zu sprechen hilft dabei nicht weiter.

250 Jahre #Sexua­lität. Keine Weihnachtsgeschichte

Die Weihnachtsgeschichte erzählt von einem Kind, das Maria nicht von ihrem Mann, sondern vom Heiligen Geist empfangen habe. Entsprechend gespannt war das Verhältnis des Christentums zur Fleischeslust. Das bürgerliche Zeitalter hingegen stellte den Sex ins Zentrum seiner Sorge und Aufmerksamkeit – und erfand die „Sexualität“. Diese Geschichte geht gegenwärtig vielleicht gerade zu Ende.

Charles Jencks und die post­mo­derne Architektur

Vor wenigen Tagen starb der Architekturtheoretiker Charles Jencks, der 1977 der modernen Architektur den offiziellen Totenschein ausgestellt und die Rede von der „postmodernen Architektur“ begründet hatte. Obwohl ihrerseits nun schon längst wieder totgesagt, hat Jencks' „Postmoderne“ das Gesicht der Städte weltweit verändert.

„Anything goes“. Paul Feyer­abend und die etwas andere Postmoderne

Der Wissenschaftsphilosoph Paul Feyerabend hat 1975 den westlichen „Rationalismus“ einer ätzenden Kritik unterzogen und die Grenze zwischen Wissenschaft und Mythos niedergerissen. Sein „Anything goes“ gilt seither als Parole „der“ Postmoderne – obwohl Feyerabends Kritik der Esoterik viel näher stand als der Dekonstruktion.

Zeiten­wende. Michel Foucault und die irani­sche Revolution

Die „Islamische Revolution“ im Iran hat nicht nur den politischen Islam auf die Weltbühne gebracht, sondern auch das politische Subjekt neu zu denken gegeben. Bei Foucault, der 1978 als Reporter in den Iran reiste, leitete sie eine Wende im Denken ein, die folgenreich war.

Die Kinder der #Moderne

Was war die Moderne – eine Epoche? Oder ist die Moderne so etwas wie eine „Haltung“, ein „unvollendetes Projekt“, das wir von der Aufklärung geerbt haben? Und sind daher nur die, die sich auf die Aufklärung beziehen, die rechtmässigen „Kinder der Moderne“?