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Christine Lötscher

Christine Lötscher lehrt Populäre Literaturen und Medien mit Schwerpunkt Kinder- und Jugendmedien am ISEK - Populäre Kulturen der Universität Zürich und ist Herausgeberin von Geschichte der Gegenwart.

Warum Fantasy?

Fantasy beschwört längst nicht mehr schwarzweisse Weltbilder. Das Genre ist heute zu einem Reflexionsraum von Gegenwart und ihren Geschichten geworden.

Produk­tive Unord­nung in der Tasche. Ursula K. Le Guins Carrier Bag Theory of Fiction und die Gegenwartsliteratur

Die Hoffnung auf den starken Mann hält sich hartnäckig, auch wenn die Realität zeigt, dass Autokraten aller Art das Problem sind und nicht die Lösung. Vielleicht ist das der Grund, warum ein Essay von Ursula K. Le Guin plötzlich überall im Gespräch ist, sozusagen als Gegengift. Was hat es auf sich mit ihrer Carrier Bag Theory of Fiction?

Auswei­tung der Subjekt­zone. Ein Gespräch über Selbst­ge­stal­tung und Schönheit-OPs

Fettabsaugen und Brustvergrößerung lassen sich als Ausdruck von Selbstbestimmung betrachten, aber ebenso als Unterwerfung unter Geschlechternormen. Körper-Selbst-Gestaltung, sagt die Soziologin und Geschlechterforscherin Paula-Irene Villa Braslavsky, ist nie losgelöst von Zwängen und doch zeigt sich in ihr eine bedingte Freiheit.

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Super­hel­dinnen. Wonder Woman und die Frauenbewegung

Wonder Woman hat, wie alle Superheldinnen, eine Secret Identity. Die US-amerikanische Historikerin Jill Lepore kitzelt jedoch noch ganz andere Geschichten aus der Geschichte um die Amazone mit dem magischen Lasso heraus.

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Geschichte der Gegenwart
Geschichte der Gegenwart
Schweizer Filme über das Recht auf Abtreibung
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  • Schweizer Filme über das Recht auf Abtreibung

    Schweizer Filme über das Recht auf Abtreibung

    Sep 21, 2025 • 13:31

    1975 war das internationale Jahr der Frau. Die Abtreibungsfrage war in der Schweiz eines der großen Themen. Feminist:innen nutzten das Medium Film, um illegale Schwangerschaftsabbrüche aus der Tabuisierung zu befreien und für eine Liberalisierung zu mobilisieren.

  • Russland führt einen ideologischen Krieg

    Russland führt einen ideologischen Krieg

    Sep 14, 2025 • 16:58

    Die Russische Föderation wurde wiederholt als korrupter und ideologieloser Mafiastaat bezeichnet, um den russischen Nationalismus und die messianischen Ideen eines kommenden russischen Imperiums herunterzuspielen. Warum diese Perspektive falsch und vielleicht sogar gefährlich ist.

  • Zeigen oder Nicht-Zeigen? – Das ist nur eine der Fragen

    Zeigen oder Nicht-Zeigen? – Das ist nur eine der Fragen

    Aug 31, 2025 • 14:03

    Bilder können erinnern, bewahren und Wissen erzeugen – zugleich aber auch Gewalt und Diskriminierung fortschreiben. Mario Schulze und Sarine Waltenspül erörtern, wie Archive, Ausstellungen und Forschung verantwortungsvoll mit solchen Bildbeständen umgehen können – zwischen Ethik, Kontextualisierung und kollaborativer Praxis.

  • Essen von oben

    Essen von oben

    Aug 24, 2025 • 13:52

    Digitale Bilder von Essen sind allgegenwärtig, sie übernehmen vielfältige kommunikative Funktionen. Als visuelle Markierungen von Identität, Erinnerung und Zugehörigkeit sind sie Teil eines ironischen Spiels, werden aber auch in einem Kulturkampf von rechts instrumentalisiert.

  • Das deutsche Passfoto. Geschichte und Geschlecht

    Das deutsche Passfoto. Geschichte und Geschlecht

    Aug 17, 2025 • 13:03

    Seit wann und warum gibt es Fotos in Ausweisen? Ein Passfoto lässt unwillkürlich auf das Geschlecht der abgelichteten Person schließen. Doch was geschieht, wenn die Angabe des Geschlechts im Reisepass nicht mehr den tradierten binären visuellen Codierungen von Geschlecht entspricht? Britta Lange im GdG-Bildersommer über die Geschichte des Passbildes.

  • Hothouse Earth: Dass es so weitergeht, ist die Katastrophe

    Hothouse Earth: Dass es so weitergeht, ist die Katastrophe

    Aug 10, 2025 • 13:46

    Klimadiagramme sind mehr als visualisierte Daten, sie entwerfen ihre eigenen Narrative und prägen unser visuelles Verständnis der Klimakrise. Birgit Schneider analysiert, wie die Bilder emotionale Zugänge zur Klimakrise schaffen und zum Handeln aufrufen.

  • Bilder, paranoid gelesen. Die Netflix-Serie Adolescence

    Bilder, paranoid gelesen. Die Netflix-Serie Adolescence

    Jul 27, 2025 • 12:07

    Die Netflix-Serie Adolescence wird als Warnstück gelesen, obwohl ihre Bildsprache eine vielschichtige Gegenwartsanalyse anbietet: eine subtile Kritik an der populären Interpretationspraxis, die hinter allem, was man sieht, eine verborgene Wahrheit finden will.

  • Freie Bilder und die Verantwortung von Museen

    Freie Bilder und die Verantwortung von Museen

    Jul 20, 2025 • 16:43

    Was bedeutet die Forderung nach freien Bildern für Museen? Welche Schwierigkeiten und neuen Ansätze gibt es im Bereich von #OpenSource und #CreativeCommons? Wie wirken sich diese auf die Verantwortung von Museen im postkolonialen Kontext aus? Ein Plädoyer für die Wissensallmende.

  • Ist es nun „echter“? Wie die digitale Kolorierung historischer Filmaufnahmen falsche Versprechungen erzeugt

    Ist es nun „echter“? Wie die digitale Kolorierung historischer Filmaufnahmen falsche Versprechungen erzeugt

    Jul 13, 2025 • 15:09

    Digitale Technologien wie Künstliche Intelligenz scheinen den Wunsch nach einer unmittelbar erlebbaren Vergangenheit Wirklichkeit werden zu lassen. Die Nachbearbeitung von Filmaufnahmen löst Faszination aus, zeigt aber auch Probleme und Irrtümer im Umgang mit historischen Quellen.

  • Der Blick nach rechts von uns. Paul Klees „Angelus novus“ (1920)

    Der Blick nach rechts von uns. Paul Klees „Angelus novus“ (1920)

    Jul 9, 2025 • 10:00

    Heute startet der GdG-Bildersommer. Den Auftakt bildet ein Aquarellbild von Paul Klee, das durch seinen ersten Besitzer Walter Benjamin eine wirkungsmächtige Deutung erhalten hat. Klees „Angelus novus“ von 1920 ist zum Engel der Geschichte geworden. Doch was ist auf dem Bild zu sehen?

„Die Errun­gen­schaften des Femi­nismus sind fragil“ Mrs. America und das Equal Rights Amendment

Die konservative Revolution in den USA geht weiter, und im Fokus steht der weibliche Körper. Elisabeth Bronfen spricht über die Bedeutung der Aufhebung von Roe v. Wade und erklärt, dass die US-Populärkultur, konkret die Serie Mrs. America, die Analyse bereits geliefert hat.

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„Widde­wid­dewie“. Kinder­bü­cher sind keine Alternativwelten

Klassiker der Kinderliteratur wie „Alice im Wunderland“, „Heidi“ und „Pippi Langstrumpf“ sind so erfolgreich, dass sie niemand mehr liest. Ihre Figuren und Geschichten wurden zu Schablonen für banale politische Vergleiche und für nicht so banale Verschwörungstheorien. Dabei sind sie viel subversiver, als es scheint.

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Look Up! Klimaforscher:innen als Stars

Wissenschaftler:innen hatten lange einen schlechten Ruf in populären Medien. Nun erhält der Mad Scientist Konkurrenz durch die engagierte, moralisch integre Forscher:in, die bereit ist, für die Wahrheit zu kämpfen.

Problem­bü­cher für Bildungsbürger:innen

Der „neue Franzen“ ist da, und die Feuilletons jubeln. Das Problem: Franzen ist als Welterklärer so sehr zur Marke geworden, dass seine Romane als Gegenwartsdiagnosen gelesen werden. Doch woraus sind sie gemacht?

Recy­cling aus dem Mythen­fundus: Ökofan­tasy auf Netflix

Die Klimakrise kommt auf Netflix bislang vor allem in postapokalyptischen Szenarien vor. Aktuelle Serien wie Ragnarök oder Sweet Tooth verhandeln ökologische Katastrophen und bedienen sich dabei in der Mottenkiste der Fantasy. Doch was haben alte Gött:innen und Helden mit dem Klimawandel zu tun?

Nature Writing. Wie Lite­ratur die Augen für die Welt der Tiere öffnet

Um die Klimakatastrophe abzuwenden, braucht es politische Maßnahmen – und darüber hinaus ein grundlegend anderes Verhältnis der Menschen zu den nicht-menschlichen Wesen, mit denen sie zusammenleben. Im Genre des Nature Writing entfaltet sich im besten Fall eine vielschichtige Perspektive auf die Wirklichkeit.

Poetik des Stau­nens. Ein Gespräch mit der Lite­ra­tur­wis­sen­schaft­lerin Nicola Gess

Die gegenwärtige Medienkultur ist stark aufs Staunen, auf den schnellen Effekt hin angelegt. Doch der Begriff des Staunens selbst bleibt dabei unreflektiert. Was also ist «Staunen» – oder was könnte es sein? Hat das Staunen gar einen kritischen, ja politischen Stachel?

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Die Univer­sität als ästhetisch-digitaler Raum. Ein Gespräch mit Oliver Ruf

Wer an einer Hochschule forscht und lehrt, dürfte spätestens in den vergangenen Monaten einen Großteil der Kommunikation und Arbeit in digitale Räume verlegt haben. Doch was könnte oder sollte dieser Prozess über die bloße Anwendung von elektronischen „Tools“ hinaus bedeuten?

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