• Christoph Keller leitet die Redak­tion Kunst&Gesell­schaft von Radio SRF2Kultur, er ist Buch­autor, Lehr­beauf­trag­ter an der Zür­cher Hoch­schule der Künste und Dozent an der Schwei­zer Journa­listen­schule MAZ in Luzern, zudem Moderator an regionalen, nationalen und internationalen Veranstaltungen.

Die Felder verbrannten diesen Sommer unter der Glut, und die Bauern hatten so etwas wie ein Wahr­neh­mungs­pro­blem. Sie wussten nicht, ob sie die Risse auf den Feldern und die schrum­pelnden Äpfel an den Bäumen als eine vorüber­ge­hende Laune der Natur deuten wollten oder als Folge des menschen­ge­machten Klima­wan­dels. Der Schwei­ze­ri­sche Bauern­ver­band, der ihre Inter­essen vertritt, betont zwar, dass „die Scha­dens­be­kämp­fung gegen die Folgen des Klima­wan­dels“ ein „wich­tiges Thema“ sei; aber bei den Mass­nahmen hört das Enga­ge­ment dann auf. Treib­haus­gase sollen nur „frei­willig“ redu­ziert werden, und in Sachen Klima­schutz soll der „Sonder­rolle“ der Land­wirt­schaft als Nahrungs­pro­du­zentin Rech­nung getragen werden.

In der klima­po­li­ti­schen Paral­lel­welt

So ambi­va­lent argu­men­tieren alle. Der Auto­im­por­teur­ver­band auto-schweiz „bekennt sich zum Umwelt­schutz“, tut sich aber schwer mit einschnei­denden Senkungen von CO2 im Verkehr, während die Schwei­ze­ri­sche Erdöl­ver­ei­ni­gung „die Notwen­dig­keit aner­kennt, Mass­nahmen zur Reduk­tion des globalen CO2-Ausstosses zu ergreifen“, aber die Verschär­fung des CO2-Gesetzes vehe­ment bekämpft.

Wärme­karte, Januar 2018; Quelle: noaa.gov

Immerhin: Die Inter­es­sens­ver­treter der Wirt­schaft inklu­sive die Dach­ver­bände econo­mie­su­isse und Gewer­be­ver­band aner­kennen die menschen­ge­machte Klima­er­wär­mung als ein Faktum; sie unter­scheiden sich darin deut­lich von den rechten Ideo­logen der Schwei­ze­ri­schen Volks­partei, die in ihrem Posi­ti­ons­pa­pier zur Klima­po­litik noch immer schreiben, man könne beim Welt­klima „keines­wegs von einem konti­nu­ier­li­chen, starken Anstieg der Tempe­ra­turen spre­chen“. Dennoch beharren die Wirt­schafts­ver­treter auf einer grup­pen­ego­is­ti­schen Posi­tion, die aus neoli­beral gespeistem Denken die Frei­heit vertei­digt, weiterhin den Pfad des Wachs­tums zu gehen, was gleich­be­deu­tend ist mit dem freien Zugang zu fossilen Brenn­stoffen, ohne die Kosten für Umwelt und Klima inter­na­li­sieren zu müssen.

Das alles lässt sich die Lobby von Indus­trie, Gewerbe und Ener­gie­pro­du­zenten einiges kosten. Allein die Fossil­in­dus­trie gab für Lobby­ar­beit im Jahr 2013 in der Euro­päi­schen Union 44 Millionen Euro aus, in den USA waren es 150 Millionen Dollar. In der Schweiz erreichte dieselbe Lobby im Parla­ment eine Verwäs­se­rung der Klima­ziele, mit der Folge, dass die jetzige Vorlage des CO2-Gesetzes vor allem auf eines setzt: auf Frei­wil­lig­keit. Wie der Jour­na­list und Umwelt­ex­perte Marcel Hänggi tref­fend bemerkt hat, besteht die Frei­heit darin, sich weiterhin in einer klima­po­li­ti­schen „Paral­lel­welt“ bewegen zu können. Sie wird aller­dings nicht nur von der Lobby markt­li­be­raler Kräfte vertei­digt, sondern auch in Leser-Kommentarspalten. In einem Sample von 355 Kommen­taren unter einem Beitrag zur Klima­frage im online-Portal der popu­lären Gratis­zei­tung 20 Minuten domi­nieren Aussagen, die wech­sel­weise dem „Rind­vieh“, den „Auto­fah­rern“, den „Poli­ti­kern“ oder den „Chinesen“ die Schuld am Klima­wandel geben, also immer den „anderen“. Eine Haltung, die „Butch“ mit der Bemer­kung „Länder wie Indien, Russ­land, China, Thai­land, etc. sollten einmal an ihrem CO2 Ausstoss arbeiten!“ (31 Likes) auf den Punkt brachte. Am meisten Zustim­mung aber erhielt mit 232 Likes „Orest Shvad­chak“ mit seinem Kommentar „Weniger Babys machen … dann rege­ne­riert sich der Planet von selbst“.

Eine Ideo­logie der gefähr­deten Eliten

Wärme­bild der Erde, Sommer 2018, Bild: NASA; Quelle: mashable.com

Dieses klima­po­li­ti­sche Schwarz­pe­ter­spiel ist kohä­rent mit der Ideo­logie einer west­li­chen, euro­päi­schen und ameri­ka­ni­schen Hege­monie über den Planeten und der scheinbar selbst­ver­ständ­li­chen Verfü­gungs­macht über dessen Ressourcen, wie sie neoli­be­rale Eliten (und ihr popu­lis­ti­sches Fuss­volk) zurzeit an vielen Fronten vertei­digen. Sie müssen sich wehren gegen die Infra­ge­stel­lung ihrer wirt­schaft­li­chen Macht­po­si­tion, weil „andere“ – aufstre­bende, konkur­rie­rende benach­barte Nationen oder besser quali­fi­zierte Migrant_innen und Fach­kräfte aus anderen Welt­re­gionen – sie in ihrer technologisch-finanziellen Potenz bedrängen. Sie müssen aber auch ihre Verfü­gungs­macht über fossile Brenn­stoffe vertei­digen, eine stra­te­gi­sche Posi­tion, die ihnen zu billiger Energie verhilft und ihnen erlaubt, die verur­sachten Kosten zu exter­na­li­sieren, also „anderen“ aufzu­bürden, während sie ihre mono­po­lis­ti­sche Markt­si­tua­tion gegen erneu­er­bare Ener­gien absi­chern in Kartellen, Versor­gungs­ketten, Abhän­gig­keiten. Diese Vertei­di­gung fossiler Brenn­stoffe verrät eine gera­dezu libi­di­nöse Objekt­be­set­zung; und dieses begehrte Objekt wider­steht deshalb so erfolg­reich aller ratio­nalen Kritik, weil es in den mannig­fa­chen Arte­fakten unseres tägli­chen Lebens inkor­po­riert ist: im schnit­tigen Auto­mobil und im Handy, im verlo­ckenden Flug­ti­cket nach Süden und in der Salat­schüssel aus Kunst­stoff. Ein alltäg­lich gewor­denes, medial fort­ge­schrie­benes Narrativ, das die (falsche) Gewiss­heit zemen­tiert, dass fossile Brenn­stoffe, Wohl­stand und Glück untrennbar zusam­men­ge­hören.

Tempe­ra­tur­ab­wei­chungen von den Durch­schnitts­werten 1979-2000, Juni 2018; Quelle: carbonbrief.org

Derweilen aber steigen die Tempe­ra­turen. Mit rund 3 ppm war der jähr­liche Zuwachs an CO2 noch nie grösser als in den letzten beiden Jahren. Die Tundra taut auf und setzt Unmengen an Methan frei, der Meeres­spiegel steigt schneller als vom Welt­kli­marat IPCC voraus­ge­sagt, ganze Inseln im ameri­ka­ni­schen Loui­siana verschwinden. Natha­niel Rich hat in einer bril­lanten Recherche im Magazin der New York Times gezeigt, wie Klima­for­scher, Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tionen und voraus­schau­ende Poli­tiker seit 1979 mahnen, dass ohne „dras­ti­sche und schnelle Mass­nahmen“ die Erde auf einen Klima­kol­laps zusteuere. Seither sind die Prognosen mit jeder Klima­kon­fe­renz düsterer geworden, und heute sagen Klima­for­scher wie Stefan Rahm­storf vom Pots­damer Institut für Klima­fol­gen­for­schung unver­blümt, das Errei­chen von 1,5 Grad globaler Erwär­mung sei „fast schon utopisch“.

Aber konsis­tentes Wissen vermag die Fixie­rung auf das Fossile nicht zu bremsen, im Gegen­teil. Die rechts­ex­tremen und rechten Parteien, die in ihren Programmen (wie die SVP) die Klima­über­hit­zung leugnen („Die Aussagen des Welt­kli­ma­rats, dass Klima­än­de­rungen weit­ge­hend menschen­ge­macht seien, sind wissen­schaft­lich nicht gesi­chert“, schreibt die AfD), dienen als Sammel­be­cken für alle, die sich bei der notwen­digen, radi­kalen Dekar­bo­ni­sie­rung als Verlierer wähnen. Sie fürchten den Verlust ihres getunten Lügen­die­sels, stimmen unbe­sehen in den Kanon der Lobby­isten ein, wonach Projekte wie die Ener­gie­wende nur etwas zur Folge hätten: neue Steuern. Und sie sind es, die Poten­taten vom Schlage Putins, Erdo­gans oder Trumps bewun­dern, post­fak­ti­sche Auto­kraten, die den Fort­be­stand einer Welt mit Erdöl, Kohle und Gas verspre­chen, das stete Klopfen von Verbren­nungs­mo­toren auf alle Zeit hinaus.

Und die Gegen­be­we­gung?

Eine welt­weite Klima­be­we­gung, die mit der Frie­dens­be­we­gung, mit der Anti-Atom-Bewegung zu verglei­chen wäre, exis­tiert nur in ersten Ansätzen. Es gab Beset­zungen von Kohle­gruben in Deutsch­land, die Sioux blockierten den Bau der Dakota-Pipeline, und Orga­ni­sa­tionen wie gofossilfree.org oder auch Green­peace enga­gieren sich dafür, dass Finanz­in­sti­tute nicht mehr in Firmen inves­tieren, die fossile Brenn­stoffe fördern. Erste Erfolge sind da – Versi­che­rungs­kon­zerne wie AXA Winter­thur, MunichRe oder die SwissRe haben ange­kün­digt, keine Unter­nehmen mehr zu versi­chern, die mehr als 30 Prozent ihres Umsatzes auf Kohle setzen; bei Pensi­ons­kassen und Natio­nal­banken hingegen stösst die „Divest“-Bewegung noch auf sehr viel Wider­stand. Da und dort gibt es Bürger­initia­tiven, und in der Schweiz soll mit der „Gletscher-Initiative“, die nächstes Jahr lanciert wird, bis 2050 ein klarer Absenk­pfad für Erdöl­im­porte auf Null fest­ge­legt werden; ein Signal auch für andere Länder. Zudem – welt­weit nimmt die Zahl der Klagen gegen Regie­rungen und Konzerne wegen Nicht­ein­hal­tung der in Paris 2015 fest­ge­legten Klima­ziele zu; wegwei­send sind in der Schweiz die Klima­se­nio­rinnen, die vor Bundes­ver­wal­tungs­ge­richt die Eidge­nos­sen­schaft einge­klagt haben.

Aber die langsam sich formie­rende Bewe­gung steht vor der immensen Aufgabe, eine Welt­ge­mein­schaft, die am Tropf fossiler Brenn­stoffe hängt, von einem radi­kalen Entzug über­zeugen zu müssen. Dazu genügt auch das gesi­cherte Wissen nicht, dass der Ersatz fossiler Ener­gie­träger möglich ist, dass es tech­ni­sche, effi­zi­enz­stei­gernde und auch suffi­zi­ente Ansätze gibt, um Erdöl, Gas und Kohle zu ersetzen; und bisher haben Vorstel­lungen davon, wie unter anderen Prämissen eine Gesell­schaft gerechter, sozialer, dezen­traler und nach­hal­tiger mit Energie versorgt werden kann, nicht wirk­lich Gehör gefunden. Die hege­mo­niale Bastion von Regie­rungen, Konzernen, Poli­ti­kern und Lobby­isten, die mit dem Narrativ des fossil betrie­benen Fort­schritts noch immer Milli­arden Menschen beflü­gelt, zu knacken, ist nicht einfach. Um so weniger, als es ohne weit­ge­hende poli­ti­sche Verän­de­rungen nicht gehen wird, wie Naomi Klein mit ihrer umfas­senden Studie Die Entschei­dung: Kapi­ta­lismus vs. Klima (2014, dt. 2015) darge­legt hat.

Neue Konsens­fin­dungen

So sind denn auch die Aussichten auf der Ebene der Politik überaus düster. Die Debatten rund um das CO2-Gesetz in der Schweiz zeigen, dass bürger­liche Posi­tionen zuneh­mend eine rechts­bür­ger­liche Kolo­ratur annehmen, während Grüne und Linke sich nicht in der Lage sehen, mit einer gesell­schaft­li­chen Perspek­tive einer dekar­bo­ni­sierten Welt zu über­zeugen; statt­dessen wird die heisse Kartoffel „Klima“ hin und her geschoben. Will man diese Entwick­lung stoppen, braucht es einen mini­malen Konsens, der ideo­lo­gi­sche Gräben über­windet. Solche Momente des Konsenses – oder zumin­dest: der klaren Mehr­heiten – hat es gegeben, zu seltenen histo­ri­schen Momenten, in denen es gelang, eine trag­fä­hige, konsis­tente, weit­herum abge­stützte und umsetz­bare Entschei­dung über die Grund­lage zukünf­tiger Klima­po­litik zu finden. Dazu gehört das Klima­ab­kommen von Paris 2015 kaum, denn bisher blieben die konkreten Ergeb­nisse weit­ge­hend aus. Und auch die voran­ge­gan­genen Konfe­renzen, das Kyoto-Protokoll, die Umwelt­kon­fe­renz von Rio 1992, waren folgenlos, haben weder die Klima­er­wär­mung noch das Arten­sterben verhin­dert.

Visua­li­se­rung von Ozon-Messungen, 2008-2017; Quelle: dlr.de

Aber es gibt Gegen­bei­spiele: Eines war der Abschluss des Montreal-Abkommens zum Schutz der Ozon­schicht, das 1987 unter dem Eindruck eines bedroh­li­chen Ozon­lochs ange­nommen und zu einer effek­tiven Reduk­tion der ozon­schä­di­genden Fluor­koh­len­was­ser­stoffe geführt hat, indem diese schä­di­genden Chemi­ka­lien rasch und mit relativ geringen Kosten ersetzt werden konnten. Ein anderes Beispiel sind die seit dem 15. Jahr­hun­dert in Europa erlas­senen Forst­ge­setze, die fest­ge­schrieben wurden, weil Holz ange­sichts weit­läu­figer Rodungen knapp wurde; mit einer „nach­hal­tigen Forst­wirt­schaft“ sollte ein Ausgleich zwischen gero­detem und genutztem Wald geschaffen werden.

Gemeinsam ist den beiden Regel­werken, dass sie erstens aus einer zeit­li­chen Dring­lich­keit heraus entstanden, also aus Not; zwei­tens waren in beiden Fällen wirt­schaft­lich trag­bare Tech­no­lo­gien vorhanden, die rasch einsetzbar waren – hier die Auffors­tung, da der Ersatz ozon­schä­di­gender Stoffe, womit die finan­zi­ellen Risiken klein blieben. Entschei­dend aber war bei beiden Momenten drit­tens, dass es ein klar defi­niertes Ziel gab, das von allen Invol­vierten geteilt werden konnte: einer­seits der Schutz der Wälder und der (zunächst wirt­schaft­li­chen, später auch ästhe­ti­schen) Nutzung derselben, ande­rer­seits der Fort­be­stand der Ozon­schicht und des Schutzes vor der tödli­chen UV-Strahlung.

Oder es ist zu spät

Aber keines der drei Elemente ist gegeben, um in der heutigen Zeit in Klima­fragen rasch zu einem trag­fä­higen, mini­malen Konsens über die Stra­te­gien zur Dekar­bo­ni­sie­rung zu kommen.

Die wirt­schaft­lich trag­baren, neuen und nach­hal­tigen Tech­no­lo­gien sind zwar vorhanden; die Studien, die belegen, dass eine fossilfreie Ener­gie­ver­sor­gung indus­tria­li­sierter Länder möglich ist, füllen Regale. Und selbst im Flug- und Schiffs­ver­kehr bahnen sich Lösungen an, die Verbren­nungs­mo­toren durch elek­tri­sche Antriebe ersetzen. Aber die Politik hat es bisher verpasst, der Wirt­schaft so harte Auflagen zu machen, dass der Schritt hin zu den neuen Tech­no­lo­gien auch rasch und effektiv getan wird, und aus eigenen, kurz­fris­tigen Renta­bi­li­täts­über­le­gungen bewegt sich die Wirt­schaft nicht; die neuen erneu­er­baren Ener­gie­quellen gelten noch immer als exotisch; effi­zi­ente und effek­tive Tech­no­lo­gien haben den Durch­bruch noch immer nicht geschafft.

Nach wie vor ist die Wirt­schaft fossil fixiert, selbst wenn sie weiss, was der Stern-Bericht bereits 2006 vorge­rechnet hat – dass die Folgen des Klima­wan­dels bis Ende des Jahr­hun­derts bis zu 20 Prozent des Brut­to­in­halt­pro­dukts kosten werden, dass also die eigenen, primären Inter­essen nach wirt­schaft­li­chem Gewinn länger­fristig auf dem Spiel stehen. Das Schutz­ziel, das sich leicht durch eine Anleh­nung an die Nach­hal­tig­keits­dis­kus­sion in der Forst­wirt­schaft anschau­lich defi­nieren liesse, indem ein Konsens darüber herge­stellt wird, dass man der Atmo­sphäre nicht mehr CO2 zuführen will, als sie aufnehmen und trans­for­mieren kann – dieses Schutz­ziel ist nicht konsens­fähig, nicht einmal mehr­heits­fähig; denn es würde die Aner­ken­nung einer globalen 2000-Watt-Gesellschaft oder der Ein-Tonnen-CO2-Gesellschaft beinhalten.

Und die Not? Die Not wird beim Klima­pro­blem nicht anschau­lich, nicht sichtbar und fassbar wie beim Wald oder beim Ozon­loch, weil sich das Klima dyna­misch verhält. Selbst ein heisser Sommer beun­ru­higt nur temporär, CO2 ist unsichtbar, und die Schäden sind in den reichen Ländern des Nordens repa­rierbar. Not entsteht offenbar auch nicht durch gesi­cherte wissen­schaft­liche Prognosen, wonach das Klima „kippen“ kann, dass also unkon­trol­lier­bare Ketten­re­ak­tionen, Rebound­ef­fekte und gegen­sei­tige Verstär­kungen ausge­löst werden können. Not wird wohl erst dann spürbar, wenn entfes­selte Wald­brände, über­flu­tete Küsten, tödliche Dürren den Planeten über­ziehen.

Aber dann ist es zu spät.

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