Seit seiner Machtübernahme im Jahr 2014 hat Indiens hindu-nationalistisches Regime die Räume der politischen und akademischen Freiheit immer weiter beschnitten. Seine jüngsten Schritte zeigen die anhaltende Tendenz, kritische Stimmen zum Schweigen zu bringen und seine engen Ansichten über Geschichte und Gesellschaft durchzusetzen.

  • Benjamin Zachariah, derzeit an der Universität Trier, ist ein Historiker des modernen und zeitgenössischen Indiens, des Kolonialismus und des Faschismus.
Geschichte der Gegenwart
Die Bedro­hung der akade­mi­schen Frei­heit in Indien
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Indien als „größte Demo­kratie der Welt“ zu bezeichnen, ist in der Welt­presse ein gern verwen­detes Klischee, das seine Gültig­keit jedoch längst verloren hat. Sein Nach­leben jedoch ist für eine anti­de­mo­kra­ti­sche, hindu-extremistische Regie­rung von großem Nutzen. Am 26. Januar 2021, dem 71. Jahrestag der Inkraft­set­zung der indi­schen Verfas­sung, brachte die Neue Zürcher Zeitung eine als Nach­richt getarnte Anzeige, die von der indi­schen Botschaft in der Schweiz bezahlt und geschaltet wurde und die versuchte, eine unge­bro­chene demo­kra­ti­sche Linie von Mahatma Gandhi zu Narendra Modi zu ziehen. Dabei steht die Politik des Regimes in scharfem Gegen­satz zu seinem Bedürfnis, inter­na­tio­nale Legi­ti­mität als Demo­kratie einzu­for­dern – und zu Hause wird der Anschein von Demo­kratie auch gar nicht mehr als notwendig erachtet. Der Versuch des Regimes, wenige Tage vor dem Jahrestag der Repu­blik weitere Eingriffe in die akade­mi­sche und intel­lek­tu­elle Frei­heit vorzu­nehmen, ist nur eines von vielen Ereig­nissen, die zeigen, dass der Begriff Demo­kratie in Indien inhalts­leer geworden ist.

Vor- und Selbstzensur

In aller Stille wurde in einer büro­kra­ti­schen Mittei­lung des Bildungs­mi­nis­te­riums der indi­schen Regie­rung vom 15. Januar 2021 fest­ge­legt, dass alle akade­mi­schen Online-Veranstaltungen oder Konfe­renzen, die an oder mit Betei­li­gung von staat­lich finan­zierten Insti­tu­tionen statt­finden, einer vorhe­rigen Geneh­mi­gung bedürfen und beim Außen­mi­nis­te­rium regis­triert werden müssen, wobei das Programm auf eine vom Minis­te­rium bereit­ge­stellte Online-Seite hoch­ge­laden werden muss. An den akade­mi­schen Veran­stal­tungen dürfen keine inneren Ange­le­gen­heiten Indiens, keine sensi­blen Themen oder Ange­le­gen­heiten der natio­nalen Sicher­heit zur Sprache kommen. Zwar war die Formu­lie­rung der Bekannt­ma­chung vage und allum­fas­send, aber es war klar, dass die rela­tive Flexi­bi­lität und Leich­tig­keit, mit der akade­mi­sche und intel­lek­tu­elle Zusam­men­ar­beit online, d.h. ohne Budgets und ohne die Notwen­dig­keit von Reisen statt­finden konnten, der indi­schen Regie­rung ein Dorn im Auge war. 

Die American Histo­rical Asso­cia­tion, einer der ersten akade­mi­schen Berufs­ver­bände, der auf die Weisung reagierte, hielt fest, dass die neuen Richt­li­nien „die meisten Themen umfassten, die für indi­sche Wissen­schaftler von Inter­esse sind“. Andere akade­mi­sche Verbände auf der ganzen Welt haben sich diesem Protest ange­schlossen. Kolleg:innen in Indien sind sich einig, dass die neuen Richt­li­nien es fast unmög­lich machen, etwas zu disku­tieren, ohne vorzen­siert zu werden oder sich und andere Akademiker:innen dem Risiko von Vergel­tungs­maß­nahmen auszu­setzen. Dieje­nigen, die ein langes Gedächtnis haben, erin­nern sich noch an die Einschrän­kungen und Angriffe auf die poli­ti­schen und akade­mi­schen Frei­heiten während des berüch­tigten Ausnah­me­zu­stands von Premier­mi­nis­terin Indira Gandhi von 1975 bis 1977. Doch die meisten heute würden  der Einschät­zung zustimmen, dass die Angriffe auf diese Frei­heiten und auf Akade­miker und Intel­lek­tu­elle unter Narendra Modi ziem­lich beispiellos sind. 

Indiens akade­mi­sches System hat, obwohl es unter­fi­nan­ziert ist und manchmal unter subop­ti­malen Bedin­gungen arbeitet, sowohl in den Natur­wis­sen­schaften als auch in den Sozial- und Geis­tes­wis­sen­schaften Forschung auf Welt­ni­veau hervor­ge­bracht. Aber ihre Glaub­wür­dig­keit hat unter dem neuen Regime gelitten, sowohl in Bezug auf die Qualität der Arbeit als auch gemessen am Maßstab der akade­mi­schen Frei­heit. Die struk­tu­rellen Probleme und insti­tu­tio­nellen Schwä­chen der indi­schen Wissen­schaft wurden durch das Regime noch verschärft. Unqua­li­fi­zierte Partei­loya­listen wurden an Univer­si­täten zu Rektoren ernannt, um das poli­ti­sche Verhalten von Mitar­bei­tern und Studenten zu kontrol­lieren, wobei akade­mi­sche Stan­dards völlig außer Acht gelassen wurden. Staat­liche oder staat­lich finan­zierte Univer­si­täten sind direkter betroffen, aber auch private Univer­si­täten, die im neuen Indien weiter­ar­beiten wollen, zensieren sich entweder selbst oder werden zur Konfor­mität gezwungen, um nicht in Schwie­rig­keiten mit der Regie­rung zu geraten. Die Zahl der festen Stellen an den Univer­si­täten wurde deut­lich gesenkt, und es wurde auf Teilzeitdozent:innen und prekäre Verträge zurück­ge­griffen, wobei neue Stellen an Partei­treue vergeben wurden. Die Politik der schritt­weisen Förde­rung von Menschen aus benach­tei­ligten wirt­schaft­li­chen Verhält­nissen oder mit Kasten­hin­ter­grund (affir­ma­tive action) wurde ange­griffen und die begrenzten Errun­gen­schaften dieser Politik werden zurückgedrängt.

Kultu­relle Werte und Gewalt

Es gibt eine stei­gende Tendenz im Namen „natio­naler Prio­ri­täten“ in Lehr­in­halte einzu­greifen, um „kultu­relle“ Werte zu stärken. Die Zahl der Stellen für Doktorand:innen wurde stark redu­ziert, und die Betreuer:innen haben keine Kontrolle mehr über die Themen, die unter ihrer Aufsicht erforscht werden. In einigen Fällen haben die Univer­si­täten gar direkt Themen für Disser­ta­tionen vorge­geben, die ausdrück­lich regie­rungs­freund­li­chen poli­ti­schen Posi­tionen entspre­chen. „Sensible Themen“, die als solche kaum defi­niert werden, sich aber in der Regel auf „hindu­is­ti­sche Gefühle“ beziehen, werden vorzen­siert oder zensiert, und zwar nicht von Akademiker:innen, sondern von den poli­ti­schen Pseudo-Gerichten der RSS, des para­mi­li­tä­ri­schen Flügels der regie­renden Partei, oder der ABVP, ihres studen­ti­schen Flügels. 

Die bei einem Angriff von Hindu­n­a­tio­na­listen auf den Campus der Jawa­harlal Nehru Univer­sity in Delhi am 5.1.2021 verletzte Studen­ten­füh­rerin Aishe Ghosh; Quelle: nytimes.com

Die ABVP bedroht die Organisator:innen akade­mi­scher Veran­stal­tungen mit Gewalt und führt häufig zerstö­re­ri­sche „Razzien“ gegen akade­mi­sche Programme aus. Es ist zudem ein offenes Geheimnis, dass in den Univer­si­täten in ganz Indien eine unver­hüllt anti­mus­li­mi­sche Stim­mung herrscht, die von den Univer­si­täts­ver­wal­tungen geför­dert oder geschaffen und aufrecht­erhalten wird. Zusätz­lich werden kasten­hin­du­is­ti­sche „Werte“ durch Einmi­schung in das Privat­leben der Student:innen geför­dert, oft durch die Durch­set­zung „vege­ta­ri­scher“ Ernäh­rung in den Mensen und Wohnheimen.

Das Bildungs­mi­nis­te­rium kümmert sich weniger um die Bildung als viel­mehr um die Zusam­men­ar­beit mit den Minis­te­rien, die sich mit Repres­sion und „natio­naler Sicher­heit“ befassen. Wenn es Proteste gibt, wie z. B. gegen die Abschaf­fung des auto­nomen Status von Kaschmir, gegen das neue Staats­bür­ger­schafts­än­de­rungs­ge­setz, das Muslim:innen unver­hält­nis­mäßig stark entrechtet, oder die anhal­tenden Proteste der Bauern­be­we­gung, beschul­digt die Regie­rungs­pro­pa­ganda Studie­rende und Intel­lek­tu­elle „anti-nationaler“ Akti­vi­täten. Viele, darunter oft Studie­rende oder Intel­lek­tu­elle musli­mi­scher Herkunft und ohne Zuge­hö­rig­keit zu einer der größeren Oppo­si­ti­ons­par­teien, wurden verhaftet und ohne Gerichts­ver­fahren inhaf­tiert. Mehrere von ihnen haben viele Monate im Gefängnis verbracht, ohne zu wissen, was ihnen vorge­worfen wird. Die syste­ma­ti­sche Beset­zung führender akade­mi­scher Posi­tionen mit rechten Ideo­logen ohne akade­mi­sche Glaub­wür­dig­keit oder Publi­ka­tionen geht einher mit der Tendenz, Forschung zu Themen zu verbieten, die dem Regime nicht genehm sind. Es gibt einen konse­quenten Angriff auf die freie Auswahl der Forschungs­themen und auf die Publi­ka­ti­ons­frei­heit im Lande. Dies hat allmäh­lich dazu geführt, dass inter­na­tio­nale Univer­si­täten mehr Unter­lagen und schrift­liche Arbeiten von Student:innen indi­scher Univer­si­täten als Voraus­set­zung für die Zulas­sung verlangen.

Das Bemühen, Univer­si­täten in Orte der sozialen Kontrolle zu verwan­deln, ohne sich um den Schaden für die akade­mi­sche Frei­heit oder die wissen­schaft­liche Glaub­wür­dig­keit zu kümmern, steht im Einklang mit der noch viel größeren Angst des Regimes vor dem Verlust der Kontrolle über seine öffent­liche Botschaft. Die Mainstream-Presse in Indien leidet seit langem und in einem sich stetig verstär­kendem Maß unter der Last staat­li­cher Repres­sionen –  oder Formen der Einfluss­nahme durch die Zeitungs­ei­gen­tümer. Jour­na­lis­tinnen und Jour­na­listen werden routi­ne­mäßig schi­ka­niert, ihre Ausrüs­tung wird von der Polizei oder von bezahlten Partei­hoo­li­gans zerstört, Jour­na­listen werden zusam­men­ge­schlagen, Jour­na­lis­tinnen werden sexuell ange­griffen und mit Verge­wal­ti­gung bedroht.

Gefühle

Inter­na­tio­nale Charme­of­fen­siven wie die der indi­schen Botschaft in der NZZ stehen in scharfem Kontrast zu der weniger char­manten Offen­sive gegen Akademiker:innen, Intel­lek­tu­elle, die Presse und nun auch gegen Indiens Bauern. Die Bauern­be­we­gung hat Indien seit Dezember in die Welt­nach­richten gebracht. Wie diese Proteste und die Proteste gegen das Staats­bür­ger­schafts­än­de­rungs­ge­setz im vergan­genen Jahr gezeigt haben, ist das Recht auf Protest massiv verletzt worden. Öffent­liche Aktivist:innen aus der Zivil­ge­sell­schaft, die gegen die Regie­rung protes­tiert haben, haben sich auf der Grund­lage unmög­li­cher Anschul­di­gungen – von der Anstif­tung zu Unruhen in Delhi im Februar 2020 (in Wirk­lich­keit ein von der Regie­rungs­partei orga­ni­siertes Pogrom) bis hin zur Belei­di­gung von „Gefühlen“ – im Gefängnis wieder­ge­funden und warten auf Prozesse, die nie statt­zu­finden scheinen, oder sie werden auf der Grund­lage jener Art von Notstands­ge­setzen gegen den „Terror“ inhaf­tiert, die überall auf der Welt zuge­nommen haben. Dazu kommt aber auch die geschickte Anwen­dung oder der Miss­brauch von Gesetzen, die meist noch aus der Kolo­ni­al­zeit stammen. Es wurde auch fest­ge­stellt, dass Menschen mit musli­mi­schen Namen über­pro­por­tional häufig verhaftet und inhaf­tiert werden (ein Komiker wurde aufgrund von Witzen verhaftet, die er mögli­cher­weise machen könnte und die das „Hindu-Gefühl“ verletzen würden). Der regel­mä­ßige Einsatz von Rufmord in der Öffent­lich­keit und die Andro­hung von Lynch­justiz sind weitere Abschre­ckungs­maß­nahmen gegen Andersdenkende.

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In diesen Zusam­men­hang gehören auch die Versuche, die akade­mi­sche Kommu­ni­ka­tion zu beschneiden – und sie erfor­dern einen starken Wider­stand. Die akade­mi­sche Kommu­ni­ka­tion auf inter­na­tio­naler Ebene ist ein relativ privi­le­gierter Raum, den die hindu-nationalistische Bewe­gung nicht voll­ständig kontrol­lieren konnte. Versuche der „Dharma Civi­li­sa­tion Foun­da­tion“ zum Beispiel, Lehr­stühle zu finan­zieren, die mit der hindu­is­ti­schen Sicht­weise der „indi­schen“ Zivi­li­sa­tion in den Verei­nigten Staaten sympa­thi­sieren, schei­terten vor einigen Jahren vor allem an verfah­rens­tech­ni­schen Unre­gel­mä­ßig­keiten. An den Univer­si­täten in Indien hingegen ist es relativ ruhig geworden, dank einer Kombi­na­tion aus anti-intellektueller Propa­ganda, poli­ti­schen Ernen­nungen und orches­trierter Gewalt, die von den Helfer­or­ga­ni­sa­tionen der Regie­rung, para­mi­li­tä­ri­schen Gruppen und Mitglie­dern der Studen­ten­ge­werk­schaft ange­zet­telt wurde. 

Wissen­schaft als Loyalität

Es gibt zwar immer noch eine wissen­schaft­liche Gemein­schaft, die dem Druck nicht nach­ge­geben hat, sich von Themen fern­zu­halten, die ein hindu­is­ti­sches und auto­ri­täres Regime für unbe­quem hält. Doch diese ist jetzt bedroht, sowohl im Inland als auch inter­na­tional. Einige Kolleg:innen haben ihre Besorgnis darüber geäu­ßert, dass in bestimmten Teil­ge­bieten wie den Sanskrit-Studien eine hindu-nationalistische Tendenz entweder vorherrscht oder von anderen Kolleg:innen geduldet wird. Der von der indi­schen Regie­rung kontrol­lierte Indian Council for Cultural Rela­tions, eine Insti­tu­tion, die der Macht­über­nahme der Hindu-Nationalist:innen weit voraus­geht, plat­ziert heute regi­me­freund­liche Akademiker:innen an Univer­si­täten in aller Welt. Viele „Wissenschaftler:innen“ sind dazu über­ge­gangen, Wohl­fühl­ge­schichten in Über­ein­stim­mung mit dem natio­nalen „Gefühl“ zu produ­zieren – Geschichten, die jenen akade­mi­schen Trends zu entspre­chen scheinen, die Histo­riker und Histo­ri­ke­rinnen ermu­tigen, „Gefühle“ und emotio­nale Reak­tionen beim Schreiben zu berück­sich­tigen. Es gibt eine Tendenz zur Selbst­zensur bei Akademiker:innen, die inner- und außer­halb Indiens arbeiten sowie von inter­na­tio­nalen Wissenschaftler:innen mit Indien-Bezug – eine Selbst­zensur, die teil­weise von den Erfor­der­nissen des Über­le­bens, des Lebens­un­ter­halts und/oder des Zugangs zu akade­mi­schen Räumen, Studi­en­fel­dern und Archiven ange­trieben wird. Ohne sich einer Clique der Macht anzu­schließen, haben Akademiker:innen aus nicht-mainstreamigen und unter­pri­vi­le­gierten Gemein­schaften keine Chance.

Damit verbunden ist unter Akademiker:innen die Angst, „post­ko­lo­niale Sensi­bi­li­täten“ zu verletzen. Dass Wissenschaftler:innen of colour scheinbar das Recht zurück­ge­wonnen haben,  für den „globalen Süden“ zu spre­chen, hat dazu geführt, dass kriti­sche Stimmen jegli­cher Art zum Schweigen gebracht werden, damit sie nicht als Kritiker:innen einer anderen „Kultur“ oder – wenn sie weiß sind – als Ausübende ihres „weißen Privi­legs“ ange­sehen werden. Dass viele Gelehrte of colour auch kritisch gegen­über einigen „post­ko­lo­nialen“ oder „Global South“-Trends sind, wie auch gegen­über der Tendenz dieser akade­mi­schen Trends, die Politik des rechten Regimes in Indien zu legi­ti­mieren, wird leicht über­sehen. Der akade­mi­sche Main­stream, der sich weder in der Arbeit noch im Alltag mit diesen Themen oder Ländern beschäf­tigt, ist immer noch empfind­lich, wenn es darum geht, sich in die Ange­le­gen­heiten der Wissen­schaft der „Dritten Welt“ einzu­mi­schen, mit der (immer noch privi­le­gierten) Impli­ka­tion, dass es nicht ihre Ange­le­gen­heit sei, wenn sich unbe­deu­ten­dere Länder über unver­ständ­liche Dinge streiten. In der Zwischen­zeit haben die Regie­rungen im globalen Süden gelernt, die Sprache der verletzten post­ko­lo­nialen Gefühle zu spre­chen, sehr oft sogar unter Verwen­dung der Termi­no­logie der akade­mi­schen Welt. Es ist dieses beun­ru­hi­gende Zusam­men­treffen von akade­mi­schem Indi­ge­nismus und kultu­rellem Chau­vi­nismus, das ange­spro­chen werden muss. Es ist also nicht nur der Verlust akade­mi­scher Frei­heiten, so beun­ru­hi­gend er auch sein mag, der unsere Aufmerk­sam­keit auf sich ziehen sollte, sondern die damit verbun­dene, mitein­ander verwo­bene und syste­ma­ti­sche, durch kultu­rellen Chau­vi­nismus legi­ti­mierte Zerstö­rung der Demo­kratie in Indien, über die gespro­chen werden muss.

Über­set­zung: Philipp Sarasin und Sabrina Habel
  • Benjamin Zachariah, derzeit an der Universität Trier, ist ein Historiker des modernen und zeitgenössischen Indiens, des Kolonialismus und des Faschismus.