Was steckt hinter den Unruhen in Südafrika, die im vergangenen Juni nach der Verhaftung des Ex-Präsidenten Jacob Zuma mit großer Heftigkeit ausgebrochen sind? Welche Rolle spielt dabei die Erinnerung an die erste Zeit der Unabhängigkeit – und der damit verbundene Traum von Freiheit?

  • Franziska Rüedi ist Historikerin und forscht an der Universität Zürich zur Geschichte der Gewalt in Südafrika sowie zur Geschichte der transnationalen Solidarität.

Der 27. April 1994 war ein Tag, der wie wenige andere einen histo­ri­schen Moment der globalen Hoff­nung auf Frieden und Gerech­tig­keit symbo­li­sierte. Als Millionen von Südafrikaner:innen stun­den­lang in endlosen Schlangen warteten, um zum ersten Mal in ihrem Leben ihre Stimme abzu­geben – die Wahl­be­tei­li­gung lag bei nahezu 90 Prozent – schien ein neues Zeit­alter anzu­bre­chen. Trotz der voran­ge­gan­genen bürger­kriegs­ähn­li­chen Zustände in Teilen des Landes wurde der letzt­lich relativ fried­liche Über­gang zur Demo­kratie auf der ganzen Welt als „Wunder“ gefeiert. Ein brutales, unge­rechtes und inter­na­tional geäch­tetes Regime wurde von der Mehr­heits­re­gie­rung unter Präsi­dent Nelson Mandela und einer Reihe verdienter Freiheitskämpfer:innen abge­löst. Die Apart­heid war zu Ende und ein „besseres Leben für alle“, wie die neue Regie­rung unter der Führung des African National Congress (ANC) versprach, schien in Reich­weite gerückt zu sein. „Freedom in our life­time“, einer der bekann­testen Slogans der jungen Anti-Apartheid Aktivist:innen der 1980er-Jahre, schien sich endlich erfüllt zu haben.

Knapp dreissig Jahre später ist von dieser Hoff­nung nur noch wenig zu spüren. In den schwarzen Town­ships am Rande der Städte wie in den länd­li­chen Gebieten der ehema­ligen „home­lands“ ist die Hoff­nungs­lo­sig­keit vieler Menschen mehr als greifbar. Südafrika zählt heute zu den Ländern mit der größten sozialen Ungleich­heit welt­weit, mit stei­gender Arbeits­lo­sig­keit – mehr als die Hälfte der vier­zehn bis vier­und­zwan­zig­jäh­rigen Menschen hat keine Arbeit – und Armut. Was war geschehen?

Unfreedom Day

Ausge­löst durch die Inhaf­tie­rung des ehema­ligen südafri­ka­ni­schen Präsi­denten Jacob Zuma, symbo­li­sieren die Juli-Unruhen die tiefe soziale und poli­ti­sche Krise, in der sich das Land befindet. Sisi Kham­pepe, Rich­terin am Verfas­sungs­ge­richt, hat Zuma Ende Juni 2021 wegen Miss­ach­tung des Gerichts zu einer 15-monatigen Haft­strafe verur­teilt. Zuma hatte sich gewei­gert, vor der Zondo-Kommission zu Korruptions-Vorwürfen Stel­lung zu beziehen, und sich dabei der Anord­nung des Verfas­sungs­ge­richts wider­setzt. Kurz nach Zumas Inhaf­tie­rung am 7. Juli brachen soziale Unruhen aus, die rasch von Durban im Osten des Landes – der Hoch­burg Jacob Zumas – nach Johan­nes­burg über­griffen. In den Innen­städten von Durban und Johan­nes­burg waren tage­lang Schüsse zu hören. Einkaufs­zen­tren wurden geplün­dert, Häuser in Brand gesteckt und Strassen verbar­ri­ka­diert; Zehn­tau­sende Laden­be­sitzer verloren über Nacht ihre Exis­tenz­grund­lage, und schon bald wurden vieler­orts die Lebens­mittel knapp. Im Verlaufe der folgenden Tage kamen mehr als drei­hun­dert Menschen ums Leben.

Plün­derer bei einem Shop­ping Center in Soweto, 13.7.2021; Quelle: dailysabah.com

Bald erschienen erste Analysen in den Medien, wonach die Unruhen von den Anhän­gern Zumas initi­iert und geplant worden seien, um seine Frei­las­sung zu bewirken und den amtie­renden Präsi­denten Cyril Rama­phosa zum Rück­tritt zu zwingen. Laut einem bekannten poli­ti­schen Analysten handelte es sich um einen Aufstand der Eliten, dem sich die verarmte Bevöl­ke­rung aus prag­ma­ti­schen Gründen ange­schlossen habe. Andere Kommentator:innen spra­chen von food riots der Bevöl­ke­rung, ausge­löst durch Hunger, Armut und Ungleich­heit. In ihrer öffent­li­chen Stel­lung­nahme erin­nerte Abah­lali baseM­jon­dolo, die grösste Verei­ni­gung von shack dwel­lers, an ihre jahre­langen Warnungen, dass Südafrikas Armut, Ungleich­heit, Korrup­tion und auto­ri­täre Tendenzen inner­halb der Regie­rung Nähr­boden für Massen­pro­teste und Gewalt seien.

Doch diese Erklä­rungen reichen nicht aus. Die soziale Krise, die sich hinter den Unruhen verbirgt, wirft Fragen nach der Bedeu­tung von Frei­heit und Demo­kratie auf sowie der histo­ri­schen Erfah­rung damit. Wenn das Land jedes Jahr am 27. April, dem «Freedom Day», an die ersten demo­kra­ti­schen Wahlen erin­nert, stellt sich die Frage, wessen Frei­heit hier eigent­lich gefeiert wird. Ist Südafrika kollektiv unfrei, wie der Poli­to­loge und Sozio­loge Lawrence Hamilton argu­men­tiert? Abah­lali baseM­jon­dolo scheint dies so zu sehen: Seit wenigen Jahren erin­nert die Bewe­gung am Unfreedom Day an das Los der verarmten Bevöl­ke­rung. Tatsäch­lich sind die Unruhen, die Anfang Juli dieses Jahres das Land erschüt­terten, Ausdruck eines geplatzten Traumes von allum­fas­sender Frei­heit und der Unzu­frie­den­heit mit einer Regie­rung, die als Hindernis in der Erlan­gung eben­dieser Frei­heit wahr­ge­nommen wird.

Unseren Eltern wurden Träume verkauft

Seit 1994 hat der regie­rende ANC knapp drei Millionen Häuser gebaut, Millionen von Haus­halten elek­tri­fi­ziert, mit flies­sendem Wasser versehen und den Zugang zu Gesund­heits­ver­sor­gung, Bildung und sozialer Beihilfe kräftig ausge­weitet. Diese Fort­schritte verhin­dern aber nicht, dass ein Gross­teil von Südafrikas Bevöl­ke­rung noch immer in prekären Verhält­nissen lebt; seit Beginn der Covid-19-Pandemie hat sich die Situa­tion sogar noch drama­tisch verschlim­mert. Laut einer aktu­ellen Studie leidet dieses Jahr mindes­tens ein Fünftel der Bevöl­ke­rung Hunger, knapp 28 Prozent lebt in extremer Armut, und die Arbeits­lo­sig­keit liegt gegen­wärtig bei 44 Prozent.

Es ist daher nicht über­ra­schend, dass die Bevöl­ke­rung ihre Unzu­frie­den­heit in der Öffent­lich­keit seit 2004 immer dras­ti­scher zum Ausdruck bringt. Südafrika hat heute eine der höchsten Protestraten welt­weit: Bei diesen rebel­lions of the poor stehen sowohl Forde­rungen nach Erfül­lung sozio­öko­no­mi­scher Rechte – wie etwa das Recht auf Wasser, adäquaten Wohn­raum oder Elek­tri­zität – als auch Fragen nach der Umver­tei­lung des Landes und der Produk­ti­ons­ver­hält­nisse sowie eine funda­men­tale Kritik an Korrup­tion, Vettern­wirt­schaft und auto­ri­tärer Regie­rungs­po­litik im Vorder­grund. Viele dieser Bewe­gungen üben Kritik an den Kompro­missen, die während des Über­gangs zur Demo­kratie in den frühen 1990er-Jahren ausge­han­delt worden sind. Trevor Ngwane, linker Akti­vist und bekannter Kritiker der Regie­rung etwa schreibt: “Die Menschen wollen, dass der Über­gang von der Apart­heid zur Demo­kratie zu einer deut­li­chen Verbes­se­rung ihrer Lebens­be­din­gungen führt. Sie wollen ein Maß an mate­ri­ellem Komfort und Sicher­heit, das über die abstrakten Rechte hinaus­geht, die sie angeb­lich genießen.“

Kritik kommt nicht nur von Bewe­gungen, die sich links vom ANC posi­tio­nieren, oder auch von ehema­ligen enttäuschten Aktivist:innen des ANC selbst, sondern gene­rell von der Jugend, den „born free”. Die #FeesMustFall-Proteste, die 2015 und 2016 südafri­ka­ni­sche Univer­si­täten zum Still­stand brachten (und gerade an histo­risch benach­tei­ligten Univer­si­täten auf die finan­zi­elle Ausgren­zung vieler Studie­render aufmerksam machen), sind Ausdruck davon. „Our parents were sold dreams in 1994. We are just here for the refund”, stand auf einem Plakat während der studen­ti­schen Proteste. Ein eindrück­li­cher Slogan, der eine histo­ri­sche Schuld einfordert.

Zwischen Frei­heit und Demokratie

Doch was war dieser Traum? Was stellten sich die Menschen unter Frei­heit vor? Welche Hoff­nungen und Zukunfts­vi­sionen hatten sie? Vorstel­lungen von Frei­heit und Demo­kratie waren, und sind noch heute, tief in der Komple­xität des Alltags veran­kert. Die gelebten Erfah­rungen mit Südafrikas racial capi­ta­lism, geprägt durch Segre­ga­tion und Vertrei­bung aus den Städten, Enteig­nung des Landes, Diskri­mi­nie­rung und Unter­drü­ckung, waren wegwei­send für das Verständnis, die Visionen und die Hoff­nungen der Schwarzen Mehr­heit. Frei zu sein war, wie etwa Inter­views mit Zeitzeug:innen darlegen, eng mit der Möglich­keit verbunden, sich frei entfalten zu können, Fort­schritte zu erzielen und ein würde­volles, gesi­chertes Leben jenseits von Armut, Ungleich­heit, Diskri­mi­nie­rung, Gewalt und Unter­drü­ckung aufzu­bauen. Frei­heit bedeu­tete also auch, das volle mensch­liche Poten­zial in einer egali­tären Welt ausschöpfen zu können.

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Slum­sied­lung; Quelle: Flickr/Aaron Brown/globalcitizen.com

Zwischen den späten 1960er und den frühen 1990er Jahren entstand so eine Viel­zahl poli­ti­scher Visionen, die ein sehr breites Verständnis von Frei­heit beinhal­teten. So zeigen etwa die Aufstände in den Town­ships während der 1980er-Jahre, dass nicht nur die klas­si­schen poli­ti­schen Rechte im Zentrum der Forde­rungen standen, sondern dass man sich viel grund­le­gender nach einer neuen sozialen, poli­ti­schen und wirt­schaft­li­chen Ordnung sehnte. Zugang zu mate­ri­ellen Leis­tungen wie Gesund­heits­ver­sor­gung, Bildung, quali­tativ hoch­wer­tigem Wohn­raum und Lohn­gleich­heit spielten eine zentrale Rolle in der Entwick­lung eines umfas­senden Frei­heits­be­griffs. So war der Auslöser für den Aufstand im Vaal-Dreieck im September 1984, der gemeinhin als Beginn der Aufstände in den Town­ships gilt, eine Erhö­hung des Miet­zinses und die korrupte Politik der Stadträte.

Gleich­zeitig waren gerade die 1980er-Jahre auch eine Zeit, in der popu­läre Visionen von Demo­kratie einher­gingen mit prak­ti­schen Erfah­rungen auf lokaler Ebene, von den Grassroots-Bewegungen über die Frau­en­pro­teste bis hin zu weissen Kriegs­dienst­ver­wei­ge­rern. Die neu entstan­denen Stras­sen­ko­mi­tees, alter­na­tive Gefässe demo­kra­ti­scher Reprä­sen­ta­tion und poli­ti­scher Mobi­li­sa­tion, werden oft als Vorreiter einer alter­na­tiven poli­ti­schen Kultur genannt, die aber nach Beginn der poli­ti­schen Verhand­lungen in den frühen 1990er-Jahren kaum noch Beach­tung fanden. Nicht nur verla­gerte sich der poli­ti­sche Fokus nun auf höhere Partei­kader und die inter­na­tio­nale Bühne, sondern es kehrten viele Anti-Apartheid Kämpfer:innen mit sehr unter­schied­li­chen Erfah­rungen aus dem Exil in West­eu­ropa, Ländern des Ostblocks oder den USA zurück und verän­derten die poli­ti­sche Land­schaft auf natio­naler und lokaler Ebene, bis in die ANC-Ortsgruppen hinein.

Was genau mit Frei­heit und Demo­kratie gemeint war, blieb umstritten; es gab nicht nur eine, sondern zahl­reiche Visionen einer neuen Ordnung, deren Bedeu­tungen und Inhalte sich teil­weise über­schnitten und teil­weise wider­spra­chen. Durch­ge­setzt hat sich schliess­lich eine Vision, die aus Verhand­lungen zwischen dem ANC und der damals noch amtie­renden Apart­heid­re­gie­rung während der frühen 1990er-Jahre resul­tierte: die Vision einer libe­ralen Ordnung mit einer progres­siven Verfas­sung, in der sozio­öko­no­mi­sche Rechte als Menschen­rechte veran­kert sind. Die natio­nale Befreiung wurde einer sozia­lis­ti­schen Revo­lu­tion vorangestellt.

Gemein­schafts­gärten und demo­kra­ti­sche Partizipation

Auf lokaler Ebene finden sich aber noch heute alter­na­tive Tradi­tionen demo­kra­ti­scher Parti­zi­pa­tion, die an die Stras­sen­ko­mi­tees der 1980er Jahre erin­nern. In Makhanda (ehemals Graham­s­town) haben sich Arbeits­lose, Taxi­fahrer und Arbeiter:innen vor wenigen Wochen zusam­men­ge­schlossen, um bei den Lokal­wahlen unter dem Namen Makana Citi­zens Front anzu­treten. Sie fordern eine Verbes­se­rung der Lebens­um­stände und den Rück­tritt aller Stadt­räte. Dabei zeichnet sich diese neue Bewe­gung durch das Fehlen einer internen Hier­ar­chie aus: die Mitglieder treffen sich wöchent­lich auf einem öffent­li­chen Platz, um ihre Anliegen und Vorschläge zu bespre­chen. Nosig­qibo Soxujwa, eine Vertre­terin der Bewe­gung, beschreibt den Entscheidungsfindungsprozess:

Ich würde nicht sagen, dass der Platz [an dem sich die Bewe­gung trifft] demo­kra­tisch ist, weil er viel mehr ist. Das Mikrofon ist für alle zugäng­lich und alle schlagen einfach vor, was sie vorschlagen möchten. Wenn die Bewohner ihre Ansicht dann als richtig ansehen, werden sie zustimmen. Die Entschei­dungen, die getroffen werden, sind menschenzentriert. 

Frauen wie Soxujwa spielen in dieser neuen Bewe­gung eine zentrale Rolle. Sie kriti­sieren nicht nur die Korrup­tion, den auto­ri­tären Führungs­stil und die unein­ge­lösten Verspre­chen der Regie­rung, sondern auch patri­ar­chale Macht­struk­turen und Sexismus.

Auch die Gemein­schafts­gärten in den Armen­sied­lungen am Rand der Städte erin­nern an vergan­gene Tradi­tionen. Selbst­hil­fe­pro­jekte spielten bei den Anhänger:innen der Black Conscious­ness Bewe­gung – jener Bewe­gung, die während den 1970er und 1980er Jahren die psycho­lo­gi­sche (Selbst)Befreiung als eine wich­tige Voraus­set­zung für die poli­ti­sche Befreiung verstand – bei der Bekämp­fung von Armut und Hunger heute wieder eine wich­tige Rolle. Andere Prak­tiken, wie Land­be­set­zungen und der (ille­gale) Wieder­an­schluss an das Strom- und Wasser­netz, sind in einem radi­kalen Anspruch auf Erfül­lung sozio­öko­no­mi­scher Rechte verortet, wie sie in der Verfas­sung veran­kert sind. Sie sind aber auch Ausdruck einer histo­ri­schen Erfah­rung, die den Frei­heits­be­griff nach­haltig prägte: So spielte die Forde­rung nach Wasser und Elek­tri­zität bereits eine wich­tige Rolle bei vielen Grassroots-Bewegungen der 1980er Jahre.

Auch an den Univer­si­täten werden histo­ri­sche Symbole mobi­li­siert, um auf soziale Unge­rech­tig­keit und den finan­zi­ellen Ausschluss vieler Schwarzer Studie­render aufmerksam zu machen. So wurde das Lied “Solomon” zur Hymne der #FeesMustFall-Bewegung. Es erin­nert an Solomon Kalushi Mahl­angu, einen Guerilla-Kämpfer des Umkhonto weSizwe, dem bewaff­neten Flügel des ANC, der 1979 für seine Akti­vi­täten zum Tode verur­teilt und gehenkt wurde. Das Lied symbo­li­siert den Aufruf an eine neue Genera­tion von jungen Südafrikaner:innen, den Kampf für Gleich­be­rech­ti­gung und Frei­heit fort­zu­führen. Studie­rende knüpfen eben­falls an die poli­ti­sche Vision der Black Conscious­ness Bewe­gung an, wenn sie epis­te­mi­sche Frei­heit, die Deko­lo­ni­sa­tion des Curri­culums an den Univer­si­täten und eine Rück­be­sin­nung auf „black pride“ fordern. Inspi­riert von der Pädagogik Paulo Freires erar­beiten sie z.B. auch neue Formen des Lernens.

Hoff­nung gibt es also trotzdem. Sie liegt heute in Grassroots-Initiativen und neuen sozialen Bewe­gungen, die alter­na­tive Visionen eines freien Südafrika entwerfen. Im bewussten Rück­griff auf histo­ri­sche Narra­tive, fordern sie eine Neuver­hand­lung der poli­ti­schen, sozialen und ökono­mi­schen Ordnung. Genau hier werden die Viel­fäl­tig­keit des Frei­heits­be­griffes und alter­na­tive Tradi­tionen der Demo­kratie zum Poten­zial neuer Träume.

 

  • Franziska Rüedi ist Historikerin und forscht an der Universität Zürich zur Geschichte der Gewalt in Südafrika sowie zur Geschichte der transnationalen Solidarität.