Klaus Theweleits Kultbuch „Männerphantasien“ von 1977 ist vor kurzem neu aufgelegt worden – und scheint aktueller denn je. Doch die neue Begeisterung für ein altes Buch verrät vor allem eines: den Unwillen, sich mit ‚Männlichkeit‘ auch jenseits des Faschismus auseinanderzusetzen.

9. Februar 2020Lesezeit ca. 8 MinutenArtikel druckenIn Pocket speichern
  • Marius Reisener promoviert mit einer Dissertation zu „Die Männlichkeit des Romans“, die an den literaturwissenschaftlichen Instituten der HU Berlin und der Cornell University entstanden ist. Er ist Mitglied im PhD-Net „Das Wissen der Literatur“

Als „die „aufre­gendste deutsch­spra­chige Publi­ka­tion des Jahres“ lobpreiste Rudolf Augstein die 1977 erschie­nene Disser­ta­tion des dama­ligen Frei­burger Promo­venden und Germa­nisten Klaus Thewe­leit. Das zwei­bändig veröf­fent­lichte Werk, das mit seinen 1174 Seiten einen Meilen­stein der noch kaum erzählten Geschichte deut­scher Männ­lich­keit markierte, gilt noch immer als ein Gegen­stand, von dem sich adäquate Umgangs­weisen mit Reiz­wör­tern wie ‚toxi­sche Männ­lich­keit‘, ‚Hete­ro­nor­ma­ti­vität‘ oder ‚#metoo‘ erhofft werden. Das colla­gen­ar­tige Konvolut, das zuerst bei dem kleinen Verlag Roter Stern erschien, gilt als diskurs­prä­gend: Es versprach nichts weniger als eine „Psycho­ana­lyse des weißen Terrors“, wie es im Unter­titel des zweiten Bandes hieß. Schnell zum Über­ra­schungs­er­folg avan­ciert und vom links­stu­den­ti­schen Milieu gefeiert, bot Thewe­leit nicht nur eine Faschis­mus­ana­lyse, sondern mit dem Fokus auf solda­ti­sche Männer­körper auch einen weiteren, für das Deutsch­land der 1970er Jahre neuar­tigen Erklärungszusammenhang.

“So aktuell wie nie” (Werbe­text); Quelle: matthes-seitz-berlin.de

Doch muss sich das Buch heute die Frage gefallen lassen, ob es denn noch so zeit­gemäß ist, wie es die Wieder­ver­öf­fent­li­chung und die mediale Allprä­senz seines Autors sugge­rieren. Was wird sich von diesem unver­än­derten Werk aus den 1970er Jahren in Bezug auf gegen­wär­tige Geschlech­ter­fragen verspro­chen? Schließ­lich tragen das Buch und seine Thesen die Signatur seiner Epoche. Korps­li­te­ratur, Nachkriegs-Deutschland, Faschismus: Thewe­leit inter­es­siert sich – das machen die Gegen­stände, deren menta­li­täts­ge­schicht­liche Ursprünge er bis ins 17. Jahr­hun­dert zurück­ver­folgt, und die psycho­ana­ly­ti­sche Methode deut­lich – für die Geburt des Faschismus aus dem Geiste männ­li­cher Gewalt.

Die Wieder­ver­öf­fent­li­chung ist keines­wegs nur von Lob begleitet. Die Histo­ri­kerin Birte Förster etwa kriti­sierte in der SZ den noto­ri­schen Vergleich unserer Gegen­wart mit der Weimarer Repu­blik, dem aufgrund der „Eigen­ge­schicht­lich­keit der ersten Repu­blik“ mit Vorsicht zu begegnen sei. Zudem bereitet ihr die Frage, was das Buch heute über Femi­nismus auszu­sagen hätte, Unbe­hagen. Und auch Uli Krug widmete sich in der Jungle World dem Buch, hier jedoch unter dem Gesichts­punkt der in den Augen des Autors nicht mehr ganz stich­hal­tigen Faschis­mus­ana­lyse Thewe­leits. Was diese Kritiken jedoch nicht erwähnt haben und was auch eine Leer­stelle in der metho­di­schen wie theo­re­ti­schen Ausrich­tung des Buchs darstellt, sind die struk­tu­rellen Bedin­gungen, unter denen ‚Geschlecht‘ und das Reden darüber sich konsti­tu­ieren: Geschlech­ter­rollen sind Erfin­dungen, die wandelbar und nicht zu trennen sind von anderen Faktoren wie der Klas­sen­zu­ge­hö­rig­keit, der Natio­na­lität oder dem eigenen Glau­bens­system. Damit eng verwoben ist eine weitere Auffäl­lig­keit im Umgang mit dem Buch und seinem Autor: Die deutsch­spra­chige Öffent­lich­keit scheint sich nur dann für Männ­lich­keiten zu inter­es­sieren, wenn sie, wie die mediale Dauer­prä­senz Thewe­leits dieser Tage vermuten lässt, mit dem Reden über Faschismus das Reden über Männ­lich­keit verde­cken kann.

Diskurs denken

Die Kritik am dem Buch ließe sich pole­misch auf die Arbeits­hy­po­these bringen: Die Männer­phan­ta­sien konnten „Diskurs“ nicht denken. Mit Diskurs sind regel­ge­lei­tete Aussa­ge­sys­teme gemeint, die a) entstehen (Sigmund Freund etwa wäre ein solcher Diskurs­be­gründer), b) verän­dert werden oder sich c) zu soge­nannten Dispo­si­tiven verdichten können. Eine solche Verdich­tung beob­achtet Michel Foucault im späten 18. Jahr­hun­dert etwa im Bereich der Sexua­lität: durch die Erfin­dung der bürger­li­chen Klein­fa­milie, die Einhe­gung des Sex in Insti­tu­tionen (Kirchen, Schulen etc.), neue Erkennt­nisse in den sich gerade formie­renden Natur­wis­sen­schaften und das Entstehen einer kapi­ta­lis­ti­schen Markt­logik setzt sich das Sexua­li­täts­dis­po­sitiv als Erfolgs­mo­dell des Vikto­ria­nismus durch. Frauen und Männern wurden spezi­fi­sche, komple­men­täre Rollen zuge­ordnet, denen eine Form der Natur­haf­tig­keit ange­dichtet wurde. Damit ist ein Einschnitt in der Wahr­neh­mung der Geschlechter unter­nommen, und eine Betrach­tung der Modelle, die nunmehr abge­löst wurden, kann verraten, dass es sich bei diesen Rollen, die teils bis heute ihre Gültig­keit bewahren, um histo­risch wandel­bare handelt.

Für Thewe­leit dagegen gibt es primär Konstanten, die solchen Verän­de­rungen von Aussa­ge­weisen nicht Rech­nung tragen können. Das lässt sich zunächst an der Hand­ha­bung seiner Gegen­stände ablesen. Thewe­leit bewegt sich in einem bereits abge­steckten Feld, in dem Geschlechter-Rollen und -Posi­tionen für ihn schlicht gegeben sind: Eine solche psycho­ana­ly­ti­sche Lesart, an der Thewe­leit auch aktuell noch fest­hält, kauft sich immer schon etwaige Urszenen und Verhält­nis­mä­ßig­keiten zwischen den Geschlech­tern ein, die als Kern­ele­mente west­li­cher Kultur gesetzt werden und die wie mit einem Taschen­spie­ler­trick aus der ‚Urzeit’ in die Gegen­wart der bürger­li­chen Gesell­schaft über­setzt werden, ohne auf erkennt­nis­theo­re­ti­sche und wissens­ge­schicht­liche Verän­de­rungen befragt zu werden.

Gender

Das bedeutet: Die Kate­gorie ‚Geschlecht‘ wird von Thewe­leit dezi­diert nicht als histo­risch wandel­bares Set von Prak­tiken gedacht, als die es insbe­son­dere die Theorie soge­nannter „hege­mo­nialer Männ­lich­keiten“ (Raewyn Connell) denkt. Bei einer solchen Männ­lich­keit handelt es sich um

kein[en] starr, über Zeit und Raum unveränderliche[n] Charakter. […] Hege­mo­niale Männ­lich­keit kann man als jene Konfi­gu­ra­tion geschlechts­be­zo­gener Praxis defi­nieren, welche die momentan akzep­tierte Antwort auf das Legi­ti­mi­täts­pro­blem des Patri­ar­chats verkör­pert und die Domi­nanz der Männer sowie die Unter­ord­nung der Frau gewährleistet.

Was Connell und andere Forscher*innen im Anschluss an diese Über­le­gungen weiter-, um- und fort­ge­dacht haben, bezieht sich auf ein Konstrukt, das im globalen Norden etwa in Typen wie dem Versorger, dem Profi-Sportler oder dem Holly­wood­star iden­ti­fi­ziert werden kann – und diese Typen gelten dann als hege­mo­nial, wenn sie die „männ­liche Herr­schaft“ (Bour­dieu) sichern können. In diesem Zusam­men­hang haben sich vor allem seit Mitte des 20. Jahr­hun­derts Formen hybrider Männ­lich­keiten heraus­ge­bildet, die sich durch eine hohe Flexi­bi­lität, große Anpassungs- und Aneig­nungs­fä­hig­keiten auszeichnen und deren Entste­hung sich mitunter neoli­be­raler Tendenzen ‚verdankt‘.

Theo­rien dieser Art sind sich einig, dass der Körper als Austra­gungsort diskur­siver Prak­tiken zu verstehen ist – und das mit real­welt­li­chen Konse­quenzen. Zu behaupten, dass Frauen stets (!) nur als Teil der, so Thewe­leit, männ­li­chen „Anti-Produktion“ einen Platz inner­halb gesell­schaft­li­cher Konstrukte zuge­wiesen bekommen, ist aus femi­nis­ti­scher Perspek­tive ebenso frag­würdig wie schlichtweg frech: Die mate­ri­ellen Effekte, die diskur­sive Prak­tiken und struk­tu­relle Unter­drü­ckung zeitigen, sind sehr real. Ein behaup­tetes So-Sein von Männ­lich­keit und Weib­lich­keit verhin­dert, dass etwa struk­tu­relle Benach­tei­li­gung in ihrem kultu­rellen und geschicht­li­chen Werden gedacht werden können. Wenn, wie vermeint­lich kritisch auch immer, das Weib­liche bei Thewe­leit als ein den Mann Bedro­hendes und Flie­ßendes gesetzt wird, dann wird die struk­tu­relle Oppo­si­tion von männlich-hart vs. weiblich-weich etc. schlichtweg fortgeschrieben.

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Ein Ernst­nehmen der Gender Studies könnte dies sichtbar machen, da es dort sowohl um die Frage geht, auf welche Weise den Geschlech­tern ein Platz im Sprach- und Zeichen­system zukommt, als auch um die real­welt­li­chen Konse­quenzen dieser Prozesse, die sich am Körper mate­ria­li­sieren und die sich darin einschreiben. Vorgänge dieser Art und ihre historisch-kulturelle Wandel­bar­keit werden von den Essen­tia­li­sie­rungen, die Thewe­leit vornimmt, einfach verschluckt – und mit der Setzung ‚der Geschlechter‘ wird dem Femi­nismus jede Form von agency genommen. Gerade mithilfe der Gender Studies können die diskur­siven Akte sichtbar gemacht werden, durch die Körper hervor­ge­bracht werden, sodass Geschlech­ter­ka­te­go­rien letzt­lich auch hinter­fragt und aufge­bro­chen werden können.

„Körper­panzer“

Wilhelm Reich; Quelle: pinterest.com

Vor diesem Hinter­grund muss auch darüber nach­ge­dacht werden, inwie­fern das Bild des „Körper­pan­zers“, um das das Thewe­leits „Männer­phan­ta­sien“ kreisen, über­haupt noch trag­fähig ist. Stich­wort­geber dafür war der Psycho­ana­ly­tiker Wilhelm Reich mit seinen sehr einfluss­rei­chen Büchern Charak­te­r­ana­lysen (1933) und Die Entde­ckung des Orgons (1942). Für Reich war der „Charak­ter­panzer“ das Ergebnis eines Prozesses „der ‚Selbst­di­stan­zie­rung‘, ‚Selbst­kon­trolle‘, ‚Selbst­be­ob­ach­tung‘“ und einer „‚Dämp­fung der Affekte‘, ein[es] ‚Entge­gen­setzen‘ von Innen und Außen, von nah und fern“. Gegen vom Mann selbst vorge­nom­mene „Entgren­zungen“, die seit dem 11. Jahr­hun­dert einge­setzt hätten, lege sich der Mann einen „Panzer“ gegen das flie­ßende Außen zu, das Thewe­leit auch als ‚das Weib­liche‘ identifiziert.

Vor dem Hinter­grund einer in der Zwischen­zeit voran­ge­schrit­tenen Forschung zur Körper­ge­schichte aller­dings ist dieses Bild einer Zurich­tung des männ­li­chen Körpers für, so Thewe­leit, den Einsatz im „Kampf für Größe und Vater­land“ als Kulmi­na­ti­ons­punkt dieser „Panze­rung“ arg verkürzt. Am Objekt des „männ­li­chen Körpers“ lagern sich Spuren viel­fäl­tiger Wissens­for­ma­tionen und Erkennt­nis­in­ter­essen ab (der Körper als Maschine, der Körper als Einsatzort von Psycho­tech­niken, der Körper als Performanz, etc.). Er entsteht in enger Abhän­gig­keit zu anderen Formen geschicht­lich wandel­barer, insti­tu­tio­neller Regu­lie­rungs­maß­nahmen (Kirche, Schule, Gefängnis etc.). Und das heißt auch: Sofern sich Körper-imagines auf der einen Seite zuse­hends radi­ka­li­sieren (Stich­wort Körper­kulte) und auf der anderen Seite zugleich in Auflö­sung begriffen sind (Stich­wort Digi­ta­li­sie­rung), muss diesem Span­nungs­ver­hältnis Rech­nung getragen werden. Zuge­spitzt ließe sich behaupten: Wer sich noch immer auf den „Körper­panzer“ als allei­niges Erklä­rungs­mo­dell bezieht, verfährt anachronistisch.

Die mediale Omni­prä­senz Thewe­leits, von der sich das Feuil­leton die Klärung von Mode­be­griffen wie etwa dem der „toxi­schen Männ­lich­keit“ erhofft, verrät etwas anderes: Es ist offenbar viel­mehr so, dass sich Thewe­leits Kern­these und die Erwar­tungs­hal­tung der Öffent­lich­keit im Umgang mit seinen Männer­phan­ta­sien analog verhalten. Die aktu­elle Konjunktur des Buches hat ihren Flucht­punkt in der Faschis­mus­ana­lyse. Durch die Theweleit’sche Brille betrachtet ist der Faschismus Ziel­punkt und Entla­dungsort männ­li­cher Gewalt­phan­ta­sien. Deut­sche Männ­lich­keit würde dann – und eben nur dann – zu einem Problem, wenn sie als Teil­habe an den faschis­ti­schen Verbre­chen verstanden wird. Durch die Linse der Männer­phan­ta­sien ist der Faschismus einer­seits „Ergebnis eines männ­li­chen Körper­zu­stands“; ande­rer­seits wird der „faschis­ti­sche Mann“ als Ergebnis einer Angst vor der eigenen Körper­auf­lö­sung konzi­piert. Er versuche, „Herr­schaft über die vermeint­lich unkon­trol­lier­baren „weib­li­chen“ Anteile in sich zurück­zu­er­langen, das Weiche, Leiden­schaft­liche und Leben­dige zu unterjochen“.

Als Ziel- und Ausgangs­punkt einer in „Jahr­tau­senden einge­übten Form des Ausagie­rens psychi­scher Span­nungen“ zerstöre der Männer­körper sich und andere – Gewalt­aus­übung wird in dieser Lesart zum allei­nigen Motor des Zivi­li­sa­ti­ons­pro­zesses. Und nicht zuletzt werden auch gegen­wär­tige Phäno­mene wie Donald Trump oder Anders Breivik als Ausdruck einer Gewalt- und Körper­ge­schichte verstanden, die im Archetyp des solda­ti­schen Mannes „die extremste Inkar­na­tion patho­lo­gi­scher, konsti­tutiv frau­en­feind­li­cher Männ­lich­keit“ findet. Als Ursache und Wirkung von Männ­lich­keit wird der Faschismus zum umfas­senden Erklä­rungs­mo­dell des Geschlech­ter­ver­hält­nisses stili­siert, und weitere Erklä­rungen – einge­denk anderer Kate­go­rien wie class, race, belief etc. – werden wie in diesem Inter­view in der NZZ schlicht abgekanzelt.

Umlenken

Wenn es (nur) der Faschismus ist, der den Entla­dungs­punkt des gewalt­tä­tigen Verhält­nisses darstellt, das das Patri­ar­chat zwischen ‚den Geschlech­tern‘ instal­liert hat, dann drohen in dieser Perspek­tive andere, laten­tere Phäno­mene auf das Abstell­gleis der vermeint­li­chen Irrele­vanz zu geraten. Zu fragen wäre nach den Bedin­gungen struk­tu­reller Ungleich­heiten, deren Produk­ti­ons­be­din­gungen und diskur­siven Rege­lungen, die das Verhältnis von ‚Männ­lich­keit‘ und ‚Nicht-Männlichkeit‘ seit nunmehr 250 Jahren steuern. Denn zwar haben sich die Vorstel­lungen von dem, was Männ­lich­keit und Weib­lich­keit ist, in den vergan­genen 50 Jahren stark verän­dert, und auch die Verhält­nisse zwischen den Geschlech­tern sind ins Wanken geraten: jedoch legen Gegen­be­we­gungen etwa durch Radi­ka­li­sie­rung (Pick-up-Artists, Incels) oder Flexi­bi­li­sie­rung bzw. Hybri­di­sie­rung (‚der Metro­se­xu­elle‘, ‚der weiche Mann‘) noch immer Zeugnis von den Stabi­li­sie­rungs­ver­su­chen der kultu­rellen Hege­monie von Männ­lich­keit ab.

Dass die Männer­phan­ta­sien derlei Phäno­mene nicht nur nicht zu erklären in der Lage sind, sondern dass sie im öffent­li­chen Raum dazu instru­men­ta­li­siert werden, die Diskur­si­vität des so wich­tigen wie proble­ma­ti­schen Gegen­stands ‚Männ­lich­keit‘ hinter dem Schleier der Faschis­mus­kritik zum Verschwinden zu bringen, macht sie viel­mehr erkennbar als Teil einer Diskurs­strö­mung, die sich einer Form kriti­scher Männ­lich­keits­for­schung verwei­gert und sich sogar mit Formen männ­li­cher Hege­monie kompli­zen­haft zeigt. Es gibt eine Band­breite an progres­siver, neuer und aktu­eller Forschung, auf die sich einzu­lassen es allemal wert ist – das wäre die eigent­liche Heraus­for­de­rung ange­sichts der bedenk­li­chen poli­ti­schen Entwick­lungen unserer Gegenwart.

 

  • Marius Reisener promoviert mit einer Dissertation zu „Die Männlichkeit des Romans“, die an den literaturwissenschaftlichen Instituten der HU Berlin und der Cornell University entstanden ist. Er ist Mitglied im PhD-Net „Das Wissen der Literatur“
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