Falsche Versprechungen: Pränataldiagnostik und das Recht auf Nichtwissen
Es ist eine Fantasie, dass sich „Behinderung“ mit medizintechnologischen Instrumenten kontrollieren lässt. Dies wird jedoch oft in der gynäkologischen Sprechstunde verbreitet und bestimmt zudem auch die Darstellung der Pränataldiagnostik in populären Fernsehserien, die sich für Inklusion stark machen. Erzählungen von Eltern behinderter Kinder hingegen zeigen: Behinderung ist der Inbegriff des Unverfügbaren.
Behinderung als „Bereicherung für alle“?
Wie gefährlich es ist, wenn Inklusion und Teilhabe mit dem Versprechen auf „Bereicherung“ propagiert werden, führt die US-amerikanische Schriftstellerin Flannery O’Connor in ihren brillanten Erzählungen aus den 1950er Jahren vor. Ihre Analyse ist hochaktuell.

