Die abstrakte Malerei des belarusischen Regimes
Die belarusischen Behörden scheinen den Suprematismus für sich entdeckt zu haben. Minsker Häuserwände sehen aus wie abstrakte Gemälde mit Rechtecken und Quadraten. Was sollen uns diese sagen? Über Siarhei Hudzilins Fotoserie „No Words“.
Demokratie als Chaos, Diktatur als Ordnung: Über das Rebranding von Diktatur
Normalerweise bezeichnen sich Diktatoren nicht als Diktatoren. Vielmehr streiten sie es ab und verwenden den Begriff Diktatur für Demokratien. Nicht so Aljaksandr Lukaschenka. In Belarus unternimmt er seit Jahren ein Rebranding von Diktatur mit dem Ziel, Demokratie als Staatsform insgesamt zu diskreditieren.
„Ohne Humor wäre ich längst verloren“. Dinçer Güçyeter über das Leben als Lyriker
Dinçer Güçyeter war schon vieles: Werkzeugmechaniker, Gastronom, Gabelstaplerfahrer in Teilzeit, Schauspieler, Lyriker und Verleger. Als Lyriker und Verleger beschäftigt ihn vor allem die Frage: Was ist die Gegenwart?
„mit dem drachen darf man nicht in der sprache der gewalt sprechen“ – Iryna Herasimovich im Gespräch mit dem Dichter und Verleger Dmitri Strozew
Im Sommer vor genau vier Jahren schuf gerade Poesie in Belarus eine gemeinsame Sprache für die Protestierenden. Einzelne Gedichte verbreiteten sich rasant und konnten Erlebnisse, Eindrücke, Stimmungen, Erwartungen und Überlegungen für alle zugänglich machen. Iryna Herasimovich im Gespräch mit dem Lyriker und Verleger Dmitri Strozew über die Rolle der Lyrik während der Revolution und im Exil.
Erzwungene Harmlosigkeit. Iryna Herasimovich im Gespräch mit dem belarusischen Künstler Mikhail Gulin
Diktaturen lieben es, möglichst harmlose Kunst in Auftrag zu geben. Iryna Herasimovich und Mikhail Gulin erzählen von Kunstausstellungen in Belarus über Fahrräder und Märzkatzen und darüber, wie diese Austellungen so harmlos nicht sind, weil sie immer mehr Abhängigkeit vom Regime schaffen.
„Die Hoffnung kann nur im Dialog liegen“. Ein Gespräch mit dem belarusischen Schriftsteller Artur Klinaŭ
Vor kurzem ist Artur Klinaŭs Buch „Acht Tage Revolution“ bei Suhrkamp erschienen, ein Buch über die Revolution in Belarus. Iryna Herasimovich, die Belarus im Frühling verlassen hat, fragt Klinaŭ, wie er die Revolution erlebt hat, wie man darüber schreiben kann und wie es nun weitergehen soll.





