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Georg Dickmann

Georg Dickmann forscht derzeit an narrativen Strategien im Think Tank f_LAB an der Agentur Fischer-Appelt und ist Lehrbeauftragter an der Universität der Künste Berlin. Der Literaturwissenschaftler und Philosoph war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Literatur- und Kulturforschung (ZfL) Berlin und promovierte am DFG-Graduiertenkolleg »Das Wissen der Künste« an der Universität der Künste Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte sind Philosophien des neuen Materialismus, Theorien des Körpers, Posthumanismus und Autotheorien der Gegenwart.

Gear Porn und die Ästhe­ti­sie­rung des Krieges

Die Ästhetisierung des Krieges in Videospielen hat den Faszinationstypus des Elitekriegers kreiert. In dieser Figur kristallisiert sich eine modische Aufladung von Waffen und Rüstungstechnologien, die vor allem in den USA den Alltag und die Politik prägt.

Das Touristisch-Imaginäre. Tieri­sche Blicke in The White Lotus

In der bitterbösen Satire "The White Lotus" über privilegierte Hotelgäste spielen Tiere eine besondere Rolle. Ihre Inszenierung in der Serie destabilisiert die anthropozentrische Perspektive, auf der das touristische Begehren basiert.

Vorhänge und Falten. David Lynchs baro­ckes Kino

Was verbindet den Filmemacher David Lynch und den Philosophen Gilles Deleuze? Zwei Kometen, die sich posthum kreuzen – vereint durch die Falte und das Barocke. Lynch hat ein Kino geschaffen, das sich nicht erzählt, sondern entfaltet. Ein Kino, das sich jeder Sinnstiftung verweigert und stattdessen in Bewegung bleibt: hypnotisch, verstörend, widerständig gegen die alles in Wert setzende Logik des Storytellings.