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Alle Artikel von

Franziska Schutzbach

Franziska Schutzbach hat Soziologie, Me­dien­­wissen­schaften und Ge­schlech­ter­forschung an der Uni­versität Basel studiert. Sie lehrt und forscht am Zentrum Gender Studies der Uni Basel.

„Ich kann euch alle haben.“ Masku­li­ni­täts­ideo­lo­gien und Rechtsnationalismus

In der Pick-Up-Artist-Szene lernen Männer nicht nur, wie sie Frauen verführen können. Die Hyper-Männlichkeits-Community ist längst auch zur Brutstätte rechtsnationaler Weltanschauungen geworden.

Who Cares?

Kein Mensch überlebt ohne Fürsorge. Und dennoch wird Sorgetätigkeit als Voraussetzung von Markt und Gesellschaft stets unsichtbar gemacht und abgewertet. Die Konsequenzen sind jedoch fatal, nicht nur für die Realität der GratisarbeiterInnen.

Verge­wal­ti­gung. Ein Gespräch mit Mithu Sanyal

Mithu Sanyal zeigt in ihrem Buch "Vergewaltigung", warum wir zu jahrhundertalten Geschlechterstereotypen neigen, wenn wir über sexualisierte Gewalt sprechen - sie bringt Aufklärung in einen irrationalen Diskurs und denkt über Heilung nach.

und

Werdet Schwarze Frauen*! Plädoyer für ein mino­ri­täres Bewusstsein

Am Samstag findet in Zürich der Women’s March statt. Lässt sich unter dem Label „Frauen*“ für eine gerechte Welt für alle einstehen? Ja, denn Feminismus ist kein Partikularanliegen von Frauen*, sondern ein universeller Bezugspunkt.

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Geschichte der Gegenwart
Geschichte der Gegenwart
Das Gewicht der Worte. Antisemitische Gewalt und Öffentlichkeit
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  • Das Gewicht der Worte. Antisemitische Gewalt und Öffentlichkeit

    Das Gewicht der Worte. Antisemitische Gewalt und Öffentlichkeit

    Mar 10, 2024 • 15:33

    Hannah Arendt hielt fest, dass man „sich immer nur als das wehren kann, als was man angegriffen wird.“ Um Antisemitismus in Wort und Tat wirksam zu bekämpfen, muss deshalb auch die spezifisch judenfeindliche Form dieser Gewalt öffentlich anerkannt und benannt werden.

  • Koloniale Kontaktzonen. Annemarie Schwarzenbachs Reisen zwischen Engagement und Imperialismus

    Koloniale Kontaktzonen. Annemarie Schwarzenbachs Reisen zwischen Engagement und Imperialismus

    Feb 11, 2024 • 15:07

    Im Zentrum postkolonialer Analysen steht nicht die moralische Anklage, sondern das kritische Verstehen historischer Diskurse. Was es bedeuten kann, die damit einhergehenden Ambivalenzen auszuloten, zeigt sich in der Auseinandersetzung mit Annemarie Schwarzenbach, einer der wichtigsten Autorinnen der Schweizer Literatur.

  • Kinderbuchklassiker postkolonial lesen, oder: Warum Literatur(vermittlung) und Lektüre immer schon politisch sind

    Kinderbuchklassiker postkolonial lesen, oder: Warum Literatur(vermittlung) und Lektüre immer schon politisch sind

    Nov 12, 2023 • 13:24

    Die Diskussion um rassistische Sprache in Klassikern wird hitzig geführt, vor allem wenn es um Kinderbücher geht. Doch der Kulturbetrieb muss beweglicher werden und endlich die Perspektiven derjenigen wertschätzen, die von rassistischer Sprache diskriminiert und ausgeschlossen werden.

  • Frankreichs versehrte Jugend in den Banlieues. Eine jugendliche Existenz, in der Gewalt allgegenwärtig ist

    Frankreichs versehrte Jugend in den Banlieues. Eine jugendliche Existenz, in der Gewalt allgegenwärtig ist

    Oct 22, 2023 • 14:59

    Über die jüngsten Vorstadtunruhen in Frankreich wurde auch in deutschsprachigen Medien umfassend berichtet. Doch moralische Schlagseiten in der Debatte sowie einseitige Sichtweisen auf das Geschehen werden den vielfältigen Ursachen nicht gerecht.

  • „Wir weigern uns zu gehorchen.“ Der lange Kampf gegen rassistische Gewalt in Frankreich

    „Wir weigern uns zu gehorchen.“ Der lange Kampf gegen rassistische Gewalt in Frankreich

    Oct 8, 2023 • 19:50

    Im vergangenen Juni wurde der 17jährige Nahel in einer Pariser Banlieue von einem Polizisten erschossen. Seit den 1970er Jahren rufen Polizeigewalt und der sie ermöglichende struktureller Rassismus immer wieder große Proteste hervor – so schon vor 50 Jahren in Marseille.

  • Wissenschaftssimulation

    Wissenschaftssimulation

    Sep 24, 2023 • 1:04:11

    Podiumsgespräch mit Nicola Gess und Katja Berlin.

  • Seriensommer, Folge 3: Gespenstisch transparent

    Seriensommer, Folge 3: Gespenstisch transparent

    Aug 13, 2023 • 15:37

    Mit dem Coming Out einer pensionierten Professorin rückt die Serie „Transparent“ (2014–2019) das Thema Transgender ins Zentrum. Angesichts der Auflösung fester Geschlechterrollen sowie aktueller Verschiebungen im amerikanisch-jüdischen Selbstbild stellt sie die Frage nach Herkunft und Identität.

  • Seriensommer, Folge 2: Drama, hochdosiert

    Seriensommer, Folge 2: Drama, hochdosiert

    Aug 6, 2023 • 18:55

    Arztserien gehören seit den 1950er Jahren weltweit zu den erfolgreichsten TV-Formaten. Mit ihrer hohen Reichweite prägen sie die Vorstellungen von Medizin, Gesundheitsversorgung und den Gesundheitsberufen massgeblich – und haben (un)erwünschte Nebenwirkungen.

  • Wer hat Angst vor multikulturellen Kinderbüchern?

    Wer hat Angst vor multikulturellen Kinderbüchern?

    May 21, 2023 • 22:29

    Ein Blick in die USA zeigt, dass die Warnung vor linker Cancel Culture und Wokeism in Wirklichkeit eine massive Verbotswelle von Kinder- und Jugendbüchern vorbereitet hat, die über Rassismus und Sexismus aufklären. Philip Nel über Geschichte und Aktualität des konservativen Zensureifers.

  • Über die Nakba sprechen lernen

    Über die Nakba sprechen lernen

    Apr 16, 2023 • 18:00

    Um eine stabile jüdische Mehrheit zu sichern, vertrieb Israel bei seiner Gründung hunderttausende Palästinenser:innen. Das Geschehen von 1948 ist wie ein Brennglas für aktuelle Fragen: nach der Zukunft eines jüdisch definierten Staates und nach der Utopie eines gleichberechtigten Einheimischseins.

Es gibt keine #Tabus

Journalisten und Politiker konstruieren immer wieder die Vorherrschaft von angeblichen Rede-Tabus, um sich selbst als Befreier zu stilisieren. Sie haben damit erfolgreich dazu beigetragen, dass reaktionäres Gedankengut heute als Ausdruck von Demokratie und Meinungsfreiheit gilt.

Wie können die Tussen es wagen?

Es war #MeToo-Woche in der Schweiz – auf Twitter, Facebook und in den Medien. Berichtet wurde über sexuelle Übergriffe und Gewalt, sexistische Bemerkungen und Degradierungen am Arbeitsplatz, beim Sport, im Ausgang. Erstes Fazit: Power bei den Frauen, Lernbedarf bei vielen Männern.

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Erin­ne­rungen an den Unter­gang der Demo­kratie. Sebas­tian Haff­ners „Geschichte eines Deut­schen“ neu gelesen

Es ist manchmal gut, alte Bücher wieder zu lesen: zum Beispiel Sebastian Haffners „Geschichte eines Deutschen“, die Erinnerung des jungen Haffners an die Jahre 1914-1933. Dieses 1939 im Exil geschriebene Buch über die nazistische Heimsuchung Deutschlands bekommt gerade wieder eine unheimliche Bedeutung.

„Vertei­di­gung der Repu­blik“ (E. Badinter) oder Kultur­re­la­ti­vismus? Die Debatte leidet an falschen Alternativen

Die Philosophin und Feministin Elisabeth Badinter fordert die Verteidigung der „Republik“ gegen alles angeblich Fremde, weil sonst der Kulturrelativismus drohe. Diese Alternative ist falsch: es geht um die Verringerung von Leid - und um die Kritik an Verhältnissen, die Leiden befördern. 

Gender, Femi­nismus und der rechts­na­tio­nale Ekel vor der „Gleich­ma­cherei“

Gender- und Feminismus-Bashing gehört genauso zur neuen Rechten wie die rassistische Abwertung des Fremden. Überlegungen zu Geschlecht und rechter Politik.

Herdo­logie, oder Worum syt dir so truurig?

Prähistorische Geschlechterdebatten und salopper Rassismus in den Medien: Soll man sich darüber ärgern, gar "Kritik üben"? Nicht immer und nicht nur: Sich an seinen Gegnern abzuarbeiten, macht abhängig, traurig und handlungsunfähig.