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Christhardt Henschel

Christhardt Henschel ist Historiker am Deutschen Historischen Institut in Warschau. Er hat zum Thema „Jeder Bürger Soldat. Militär, Juden und Zweite Polnische Republik zwischen Geschichte und Gegenwart“ an der Universität Leipzig promoviert. Seine Arbeitsgebiete sind: Geschichte Polens im 19. und 20. Jahrhundert; jüdische Geschichte Ostmitteleuropas; Militärgeschichte.
Der Runde Tisch an seinem historischen Ort im Warschauer Präsidentenpalast (2009), CC BY-SA 3.0 pl, Quelle: Wikipedia

Post­kom­mu­nismus ade. Warum Polen den Runden Tisch von 1989 ins Museum verbannt

Der Runde Tisch, an dem sich 1989 in Polen das sozialistische Regime und die demokratischen Opposition über einen schrittweisen friedlichen Systemwechsel verständigten, wurde vom aktuellen Präsidenten Karol Nawrocki aus dem Präsidentenpalast ins Museum entsorgt. Wenn Symbole von Widerstand, Opposition und Kompromiss aus der politischen Praxis verschwinden...

Durch Repa­ra­tionen zur Versöh­nung? Die Präsi­dent­schafts­wahl in Polen und die Zukunft der deutsch-polnischen Beziehungen

Im Supergedenkjahr 2024/25, zu dem 80 Jahre Kriegsende und 85 Jahre Überfall auf Polen gehören, wurde der rechtspopulistische Karol Nawrocki zum neuen polnischen Präsidenten gewählt. Als ehemaliger Direktor des Museums des Zweiten Weltkriegs spielen seine Haltung zu Erinnerungspolitik und Reparationsforderungen nun eine Rolle für die deutsch-polnischen Beziehungen.

Kommu­ni­zie­rende Röhren der Singu­la­ri­täten? Deut­sche Debatten um den Holo­caust aus Warschauer Perspektive

In der Debatte um Holocaust-Erinnerungspolitik fehlt oftmals die Rückbindung an konkrete Orte. Diese liegen zu bedeutenden Teilen auf polnischem Territorium und sind damit Teil polnischer Erinnerungspolitik. Ein Blick auf polnische Debatten und ein Plädoyer für einen Dialog auf Augenhöhe.