Monat: Oktober 2020

„I can’t breathe.“ Atemnot als Normal­zu­stand

Die USA wurden und werden im Wahljahr – abgesehen von einem beispiellosen Wahlkampf – vom Tod von George Floyd, von den BLM-Protesten gegen Polizeigewalt und von der Corona-Krise aufgewühlt. Sie verbindet vor allem eines: Atemnot als Symptom einer strukturell rassistischen Gesellschaftsordnung.

Kubas schwie­riges Verhältnis zu Israel. Anti­zio­nismus als außen­po­li­ti­sche Agenda?

Warum unterhält Kuba keine diplomatischen Beziehungen zu Israel? Das Verhältnis galt lange als „freundschaftlich“ – bis Kuba 1973 jegliche diplomatischen Beziehungen jäh abbrach. Die Geschichte zwischen Sechstagekrieg und Kaltem Krieg, „tercermundismo“ und Antizionismus ist allerdings komplizierter – und hat Auswirkungen bis heute.

Umkämpfte Erin­ne­rung. Die „Trostfrauen“-Statue in Berlin und der Umgang mit sexu­eller Kriegs­ge­walt

Die Aufstellung einer Bronze zur Erinnerung an die Opfer sexueller Gewaltverbrechen durch die japanische Armee im Zweiten Weltkrieg sorgt für diplomatische Spannungen zwischen Berlin und Tokio. Aber es gibt gute Gründe, warum die Figur in Deutschland einen Platz hat.

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Der Tag der deut­schen Einheit und der Brand­an­schlag in Hünxe. Eine Erin­ne­rung

Am 3. Oktober 1990 wurde die Vereinigung von BRD und DDR vollzogen. Genau ein Jahr später brannte im niederrheinischen Hünxe das Flüchtlingsheim. Welchen Platz hat die rassistische Gewalt der Wendejahre in der Debatte um 30 Jahre deutsche Einheit?

Fremde Bäume. Kolo­niale Umwelt­po­litik in Palästina/Israel

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Klimawandel am Beispiel Palästinas diskutiert. Die Einführung fremder Pflanzenarten, eine politisch motivierte Forstwirtschaft und die Vertreibung der einheimischen Bevölkerung sollten dem Klimawandel entgegenwirken: Ein koloniales Erbe, das die israelische Politik bis heute bestimmt.

Das Ende einer Kolo­ni­al­wäh­rung. Der Franc CFA und die Kontrolle des Geldes in West­afrika.

Der Franc CFA, die Währung der ehemals französischen Kolonien in Afrika, steht seit Jahren in der Kritik. Seine Abschaffung steht bevor, eine neue gemeinsame Währung soll ihn ablösen. Doch ändern sich dadurch auch die postkolonialen Abhängigkeitsverhältnisse? Ein Blick in die aktuellen Debatten.