Monat: August 2020

Mit Pilzen denken

Wie kommen wir aus der ökonomischen und ökologischen Sackgasse heraus? Indem wir lernen, mit Pilzen zu denken – und uns unsere Geschichte(n) auf eine andere Weise zu erzählen. So Anna Lowenhaupt Tsing in ihrem fast schon zum Kultbuch avancierten «Der Pilz am Ende der Welt».

Preco­lo­nia­lity: George Stein­metz trifft Felwine Sarr im Bücher­regal

Der amerikanische Soziologe George Steinmetz forscht zum Einfluss vorkolonialer Ethnografien auf die deutsche Kolonialpolitik und zur Geburt der Soziologie aus der kolonialen Erfahrung. Ein guter Anlass, ihn gemeinsam mit Felwine Sarr zu lesen, der im vorkolonialen Wissen utopisches Potenzial findet.

Die (un)bedingte Univer­sität. Derridas Vortrag nach zwanzig Jahren

Der französische Philosoph Jacques Derrida (1930-2004) widmete sich in seinen letzten Lebensjahren unter anderem der Frage nach der Zukunft der Universität. In einem Vortrag zur ›unbedingten‹ Universität formulierte er dazu einige Vorschläge. Zeit für eine Relektüre.

„Schleifen“. Ein Buch über den Reiz der Wieder­ho­lung.

Sind Wiederholungen langweilig? Nein! Der Medienwissenschaftler Tilman Baumgärtel, der in einem lesenswerten Buch die Geschichte der „Schleifen“ in der Kunst und vor allem der Musik der zweiten Hälfte des 20. Jh. erzählt, überzeugt einem leichter Hand vom Reiz endloser Loops.

Black Vibes Matter. „Babylon“ als anti­ras­sis­ti­scher Musik­film in That­chers England

Im Zuge des aktuellen länderübergreifenden Black-Lives-Matter-Proteste lohnt es sich, „Babylon“ (1980) wiederzusehen: Viel mehr als nur ein Reggae-Musikfilm thematisiert er Rassismus, Polizeigewalt und afrokaribisches Leben in Thatchers England und erinnert darüber hinaus an ein oft vergessenes Kapitel europäischer Clubkultur.