Monat: November 2018

„Wie steht es um Protest als Mittel poli­ti­scher Parti­zi­pa­tion heute?“ Ein Gespräch mit Gret­chen Dutschke über poli­ti­schen Protest 1968 und 2018

Vor 50 Jahren erfand die Studentenbewegung im Angesicht des neuen Mediums „Fernsehen“ den politischen Protest neu. Was trieb die Suche nach neuen Protestpraktiken an? Was bleibt heute von ihr? Gretchen Dutschke, ehemalige Studentenaktivistin und Witwe von Rudi Dutschke, gibt Auskunft.

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„Free thin­kers welcome!” Die Uni Zürich bietet liber­tären Akti­visten ein Forum

Die libertäre und mit der Alt-Right in den USA verbundene Londoner „Academy of Ideas“ veranstaltete an der Universität Zürich ein sogenanntes „Battle of Ideas-Festival“. Die teilweise rechtsextreme Agenda der „Academy“ versteckt sich hinter der Parole der „Meinungsfreiheit“ – und verbreitet sich so.

Hornkuh oder nicht?

Am 25. November stimmt die Schweiz über die „Hornkuh-Initiative“ ab. Die politisch interessierte Bevölkerung eines global vernetzten Industriestaats diskutiert über Aussehen und Befindlichkeit von Kühen - man kann sich darüber wundern. Doch ist das vielleicht weniger abwegig, als es erscheint.

Altstädte – alt, neu, authen­tisch rekon­stru­iert?

Jede Zeit hat die Altstädte, die sie verdient. Die letzten Jahre ließen einen geradezu erstaunlichen Zuwachs an Altstädten erkennen. Die Sehnsucht nach Authentizität, nach Übersichtlichkeit und Solidität floriert – so wie jüngst in Frankfurt am Main und demnächst in Berlin.

Walmarts „Gläserne Bienen“. Über Drohnen-Schwärme und Künst­liche Nicht-Intelligenz

Die Forschung zur Künstlichen Intelligenz (KI) geht neue Wege: Statt grosse, komplexe Roboter zu bauen, entwirft sie jetzt Schwärme von Mini-Drohnen. Diese sollen dereinst die Bienen ersetzen, um Nutzpflanzen zu bestäuben. Oder für militärische Anwendungen bereit stehen.

Was kann die Satire? Und was kann sie nicht?

Dass die Satire alles darf, das wissen wir schon – ungeklärt ist bis heute jedoch die Frage: kann sie es auch?

Wie der Faschismus digital wurde. Der Blick eines Histo­ri­kers auf die Brasi­li­en­wahl

Der Faschismus des 20. Jahrhunderts zielte auf staatliche Verführung und Kontrolle. Die Wahl des neuen brasilianischen Präsidenten markiert den Triumph eines neuen, digitalen Faschismus, in dem die Massen der Motor ihrer eigenen Manipulation sind. Doch das macht ihn nicht weniger gefährlich.

How Fascism Went Digital: A Historian’s Perspec­tive on Bolsonaro’s Victory in Brazil

Jair Bolsonaro’s victory in the Brazilian presidential election marks the triumph of a new, digital form of totalitarian movement in which masses are the driver of their own manipulation. But this doesn’t make it less harmful than traditional fascist models.

Migra­tion und Gleich­be­rech­ti­gung.

Migration wird heute oft als Gefahr für die Gleichberechtigung der Geschlechter gesehen. Ein Blick in die Schweizer Geschichte zeigt allerdings, dass Migration im Gegenteil viel dazu beigetragen hat, die Verhältnisse in Arbeitswelt, Bildung und Politik zugunsten von Frauen zu verändern.