Monat: Oktober 2018

#Mythos (und Aufklä­rung)

Sind Mythen notwendig falsch? Kann oder muss die aufgeklärte Vernunft also auf Mythen verzichten? Oder gehören sie notwendig zu ihr? Plädoyer für einen neuen Blick auf eine alte Form, der Welt Sinn zu verleihen.

„Wir gestehen, dass wir uns konti­nu­ier­lich auf den Artikel 3 des Grund­ge­setzes berufen“ – parodis­ti­sche Selbst­de­nun­zia­tion als Vertei­di­gung von Kritik

Die Antworten vieler LehrerInnen auf den Lehrerpranger der AfD sind grandios. Sie sind nicht nur lustig, sondern auch geistreiche Analysen über das Verhältnis von Denunziation und Kritik. Über parodistische Geständnisse und Antibeichten in Diktaturen und in Demokratien.

Gender Studies und die „Pola­ri­sie­rung der Geschlechts­cha­rak­tere“. Ein alter Text verdient es, neu gelesen zu werden.

Gender Studies gelten als rotes Tuch: als eine angebliche Pseudo-Wissenschaft, die „entlarvt“ werden müsse. Doch diese Kritik entlarvt sich selbst, weil sie an das intellektuelle Potential z.B. der Geschlechtergeschichte nicht heranreicht. Das zeigt schon ein „klassischer“ Aufsatz von 1976.

In eigener Sache: Ände­rungen bei GdG

Wir ändern uns, damit wir gleich bleiben können. Wir führen eine neue Kategorie von Artikeln ein – und wir müssen über Geld reden. Aber es ist nicht so schlimm, wie es klingt.

1968 von rechts. Das verges­sene Jubi­läum

Gegenwärtig ist viel vom linken Aufbruch im Zeichen von 1968 die Rede. Dabei geht oft vergessen, dass 1968 auch den Beginn der Neuen Rechten markiert.

Krieg der Wahr­heiten? Wissen­schaft im post­fak­ti­schen Zeit­alter

Der Status wissenschaftlicher Wahrheit ist in der Öffentlichkeit umstrittener denn je. Ein neuer Wissenschafts-„Hoax“ macht gegenwärtig die Runde, zum Gaudi aller Wissenschaftsverächter. Wie können Wissenschaften heute ihre Wahrheiten verteidigen? Der Wissenschaftstheoretiker Bruno Latour könnte eine Antwort auf diese Frage haben.

Das Gespenst der „fremden Richter“

Die Schweiz streitet über „fremde Richter“. Die „Selbstbestimmungsinititative“ der SVP liefert ein geradezu klassisches Beispiel für die ideologische Indienstnahme von Geschichte. Die Initianten können aber davon ausgehen, dass das Heraufbeschwören der „Richter“-Schreckfigur dennoch da und dort verfängt.

Lost in Para­dise. Der ameri­ka­ni­sche Westen unter Trump: Besich­ti­gung einer konster­nierten Gesell­schaft

Was sind die USA unter Trump? Wie sprechen die Menschen in Kalifornien, im Silicon Valley einerseits, und andrerseits in den uramerikanischen Gegenden des „Heartland“, etwa in Wyoming, über Amerika, über Europa, über die Zukunft? Diese gespaltene Gesellschaft hat uns etwas zu sagen.

Sozi­al­de­tek­tive. Ein neues Gesetz in der Schweiz sieht weit­rei­chende Eingriffe in die Privat­sphäre vor

Ein neues Gesetz soll ermöglichen, dass die Bezüger von Sozialversicherungen bei Missbrauchsverdacht bis hinein in die Privatsphäre und auf Anordnung auch privater Versicherungsunternehmen überwacht werden können. Einer kritischen Prüfung hält das Gesetz, gegen das das Referendum ergriffen wurde, nicht stand.