Jahr: 2018

Walmarts „Gläserne Bienen“. Über Drohnen-Schwärme und Künst­liche Nicht-Intelligenz

Die Forschung zur Künstlichen Intelligenz (KI) geht neue Wege: Statt grosse, komplexe Roboter zu bauen, entwirft sie jetzt Schwärme von Mini-Drohnen. Diese sollen dereinst die Bienen ersetzen, um Nutzpflanzen zu bestäuben. Oder für militärische Anwendungen bereit stehen.

Was kann die Satire? Und was kann sie nicht?

Dass die Satire alles darf, das wissen wir schon – ungeklärt ist bis heute jedoch die Frage: kann sie es auch?

Wie der Faschismus digital wurde. Der Blick eines Histo­ri­kers auf die Brasi­li­en­wahl

Der Faschismus des 20. Jahrhunderts zielte auf staatliche Verführung und Kontrolle. Die Wahl des neuen brasilianischen Präsidenten markiert den Triumph eines neuen, digitalen Faschismus, in dem die Massen der Motor ihrer eigenen Manipulation sind. Doch das macht ihn nicht weniger gefährlich.

How Fascism Went Digital: A Historian’s Perspec­tive on Bolsonaro’s Victory in Brazil

Jair Bolsonaro’s victory in the Brazilian presidential election marks the triumph of a new, digital form of totalitarian movement in which masses are the driver of their own manipulation. But this doesn’t make it less harmful than traditional fascist models.

Migra­tion und Gleich­be­rech­ti­gung.

Migration wird heute oft als Gefahr für die Gleichberechtigung der Geschlechter gesehen. Ein Blick in die Schweizer Geschichte zeigt allerdings, dass Migration im Gegenteil viel dazu beigetragen hat, die Verhältnisse in Arbeitswelt, Bildung und Politik zugunsten von Frauen zu verändern.

#Mythos (und Aufklä­rung)

Sind Mythen notwendig falsch? Kann oder muss die aufgeklärte Vernunft also auf Mythen verzichten? Oder gehören sie notwendig zu ihr? Plädoyer für einen neuen Blick auf eine alte Form, der Welt Sinn zu verleihen.

„Wir gestehen, dass wir uns konti­nu­ier­lich auf den Artikel 3 des Grund­ge­setzes berufen“ – parodis­ti­sche Selbst­de­nun­zia­tion als Vertei­di­gung von Kritik

Die Antworten vieler LehrerInnen auf den Lehrerpranger der AfD sind grandios. Sie sind nicht nur lustig, sondern auch geistreiche Analysen über das Verhältnis von Denunziation und Kritik. Über parodistische Geständnisse und Antibeichten in Diktaturen und in Demokratien.

Gender Studies und die „Pola­ri­sie­rung der Geschlechts­cha­rak­tere“. Ein alter Text verdient es, neu gelesen zu werden.

Gender Studies gelten als rotes Tuch: als eine angebliche Pseudo-Wissenschaft, die „entlarvt“ werden müsse. Doch diese Kritik entlarvt sich selbst, weil sie an das intellektuelle Potential z.B. der Geschlechtergeschichte nicht heranreicht. Das zeigt schon ein „klassischer“ Aufsatz von 1976.

In eigener Sache: Ände­rungen bei GdG

Wir ändern uns, damit wir gleich bleiben können. Wir führen eine neue Kategorie von Artikeln ein – und wir müssen über Geld reden. Aber es ist nicht so schlimm, wie es klingt.

1968 von rechts. Das verges­sene Jubi­läum

Gegenwärtig ist viel vom linken Aufbruch im Zeichen von 1968 die Rede. Dabei geht oft vergessen, dass 1968 auch den Beginn der Neuen Rechten markiert.

Krieg der Wahr­heiten? Wissen­schaft im post­fak­ti­schen Zeit­alter

Der Status wissenschaftlicher Wahrheit ist in der Öffentlichkeit umstrittener denn je. Ein neuer Wissenschafts-„Hoax“ macht gegenwärtig die Runde, zum Gaudi aller Wissenschaftsverächter. Wie können Wissenschaften heute ihre Wahrheiten verteidigen? Der Wissenschaftstheoretiker Bruno Latour könnte eine Antwort auf diese Frage haben.

Das Gespenst der „fremden Richter“

Die Schweiz streitet über „fremde Richter“. Die „Selbstbestimmungsinititative“ der SVP liefert ein geradezu klassisches Beispiel für die ideologische Indienstnahme von Geschichte. Die Initianten können aber davon ausgehen, dass das Heraufbeschwören der „Richter“-Schreckfigur dennoch da und dort verfängt.