Reizwörter

Es wäre naiv anzu­neh­men, wir wür­den in einer Welt leben, in der es kei­ne Ver­schwö­run­gen gibt. Revo­lu­tio­nä­re müs­sen sich ver­schwö­ren, um einen Plan zum Sturz eines unge­rech­ten Regimes zu fas­sen und eine neue Ord­nung zu begrün­den; Put­schis­ten, meist aus den Rän­gen einer Armee, ver­schwö­ren sich, um mit ille­gi­ti­men Mit­teln die Macht bestimm­ter Grup­pen zu sichern. Auch Bank­räu­ber und ande­re, die ein krum­mes Ding dre­hen wol­len, ver­schwö­ren sich.

Sie alle fas­sen einen gehei­men Plan, der jen­seits oder auch gegen die lega­len und öffent­li­chen Ent­schei­dungs­we­ge und gegen die Regie­rung bzw. die Macht­ha­ber durch­ge­setzt wer­den soll. Sie gelo­ben, sich durch nichts von ihrem gemein­sa­men Vor­ha­ben abbrin­gen zu las­sen – und sie schwö­ren ein­an­der Treue, als eine Grup­pe, die sich in Gegen­satz zu allen ande­ren setzt. Ver­schwö­run­gen sind, mit einem Wort, das Gegen­teil von öffent­li­chen bzw. demo­kra­tisch legi­ti­mier­ten Ent­schei­dun­gen, auch das Gegen­teil von rechts­staat­li­chen Ver­fah­ren. Die Geschich­te kennt genü­gend Bei­spie­le von erfolg­rei­chen eben­so wie von geschei­ter­ten Ver­schwö­run­gen. Dar­über muss man nicht lan­ge debat­tie­ren.

Nun liegt es aller­dings in der Natur der Sache, dass Ver­schwö­run­gen immer erst nach­träg­lich bekannt wer­den (und auch das nicht immer). Nie­mand und nichts garan­tiert daher, dass nicht gera­de jetzt irgend­wo eine Ver­schwö­rung im Gan­ge sein könn­te, dass nicht in einem Hin­ter­zim­mer fins­te­re Plä­ne gefasst und böse Absich­ten beschwo­ren wer­den. Die zumin­dest rela­ti­ve Offen­heit poli­ti­scher Aus­hand­lungs- und Ent­schei­dungs­pro­zes­se in demo­kra­ti­schen Staa­ten ist, mit ande­ren Wor­ten, grund­sätz­lich kei­ne Absi­che­rung gegen den Ver­dacht, ja über­haupt gegen die Mög­lich­keit ihres dunk­len Gegen­teils. Man kann nie wis­sen… – und plötz­lich wird das ver­gleichs­wei­se bana­le Wis­sen, dass es immer wie­der unter­schied­lichs­te Ver­schwö­run­gen gab, vom para­noi­den Wahn über­tönt und ver­drängt, dass dunk­le Mäch­te unse­re Welt regie­ren. Wie funk­tio­niert die­ser Über­gang?

Umbrüche und Krisen

Hans Bal­dung, genannt Gri­en: Hexen­sab­bat, 1514, Zeich­nung auf far­big grun­dier­tem Papier, weiß gehöht; Quel­le: albrecht-duerrer-apokalypse.de

Ver­schwö­rungs­theo­ri­en tre­ten gehäuft in his­to­ri­schen Situa­tio­nen auf, in denen das Ver­trau­en in das Funk­tio­nie­ren des poli­ti­schen Sys­tems schwin­det oder über­haupt Welt­bil­der und gesell­schaft­li­che Ord­nun­gen ins Wan­ken gera­ten. Wäh­rend der Pest­wel­len des 14. Jahr­hun­derts, die bis zu einem Drit­tel der Bevöl­ke­rung das Leben gekos­tet haben, wur­den „die Juden“ als die ver­ant­wort­li­chen „Brun­nen­ver­gif­ter“ denun­ziert und in gro­ßer Zahl ermor­det. Gesell­schaft­li­che Kri­sen und Krie­ge, aber auch kul­tu­rel­le Ver­än­de­run­gen zu Beginn der Frü­hen Neu­zeit wur­den von einer Flut von Gerüch­ten über „Hexen“ beglei­tet, die im Bund mit dem Teu­fel stün­den; sie haben zur Ver­fol­gung, Fol­te­rung und Ver­bren­nung von Tau­sen­den von (mehr­heit­lich) Frau­en geführt.

Auch die Kri­sen der Moder­ne waren von Ver­schwö­rungs­theo­ri­en beglei­tet; seit dem Ende der Fran­zö­si­schen Revo­lu­ti­on ver­brei­te­te sich die kon­ser­va­ti­ve Theo­rie, die Revo­lu­ti­on sei das Werk der Frei­mau­rer und der Illu­mi­na­ten gewe­sen, und seit es eine revo­lu­tio­nä­re Lin­ke gibt, kur­sie­ren Gerüch­te und Theo­ri­en dar­über, dass alle Lin­ken in einem gehei­men Netz­werk orga­ni­siert sei­en und – im 20. Jahr­hun­dert – von der Zen­tra­le in Mos­kau aus gesteu­ert wür­den. Unter Prä­si­dent Ronald Rea­gan wur­de gar von offi­zi­el­ler Sei­te die Theo­rie ver­brei­tet, alle Ter­ror­grup­pen welt­weit wür­den vom Kreml aus „geführt“ (die The­se war nach­weis­lich falsch).

Theo­dor Fritsch: Die Zio­nis­ti­schen Pro­to­kol­le, 1924; Quel­le: dhm.de

Den­noch lässt sich sagen, dass im 20. Jahr­hun­dert und bis heu­te Ver­schwö­rungs­theo­ri­en gehäuft bei auto­ri­tä­ren Regi­men und aggres­siv anti­de­mo­kra­ti­schen „Bewe­gun­gen“ auf­tra­ten. Die Natio­nal­so­zia­lis­ten haben ihren Weg zur Macht mit Ver­schwö­rungs­theo­ri­en gepflas­tert; die wahr­schein­lich am Anfang des 20. Jh. in Russ­land ent­stan­de­nen soge­nann­ten „Pro­to­kol­le der Wei­sen von Zion“ lie­fer­ten dabei das Script für alle nach­fol­gen­den anti­se­mi­ti­schen Ver­schwö­rungs­theo­ri­en bis heu­te. Tota­li­tä­re Regime wie etwa jenes Sta­lins in der Sowjet­uni­on oder wer­den­de auto­ri­tä­re Sys­te­me wie das­je­ni­ge Erdoğans ver­such­ten und ver­su­chen sys­te­ma­tisch, ihre Macht durch das immer wie­der insze­nier­te „Auf­de­cken“ von Ver­schwö­run­gen zu sta­bi­li­sie­ren. Die rea­le Ver­schwö­rung nicht nur eini­ger put­schen­der Offi­zie­re im Juni 2016 in der Tür­kei, son­dern die „Auf­de­ckung“ einer angeb­li­chen Ver­schwö­rung „aller“ Anhän­ger des Pre­di­gers Gülen ist dafür ein klas­si­sches Bei­spiel: Die dunk­le Ver­schwö­rung einer im Ver­bor­ge­nen agie­ren­den Oppo­si­ti­on ver­langt und legi­ti­miert die ent­spre­chend dras­ti­schen Maß­nah­men der Macht­ha­ber. Sie legi­ti­miert den Aus­nah­me­zu­stand.

„Ich stelle ja nur Fragen…“

Etwas anders funk­tio­niert jene Vari­an­te von Ver­schwö­rungs­theo­ri­en, die in demo­kra­ti­schen Sys­te­men auf­tre­ten, vor allem dann, wenn das Ver­trau­en in die Legi­ti­mi­tät ihrer poli­ti­schen Ver­fah­ren am Schwin­den ist. Das sind Situa­tio­nen, in denen die gesell­schaft­li­che Wirk­lich­keit noch kom­ple­xer erscheint, als sie in einem ima­gi­nä­ren „Frü­her“ gewe­sen sein soll, Situa­tio­nen, in wel­chen die wirt­schaft­li­chen und poli­ti­schen Pro­zes­se noch schwe­rer zu durch­schau­en sei­en als angeb­lich zuvor, und der Wan­del der Ver­hält­nis­se als so sehr beschleu­nigt erscheint, dass es nicht mehr rech­ten Din­gen zuge­hen kön­ne. Dem Wil­len des „Vol­kes“ jeden­falls schei­nen sie nicht mehr zu ent­spre­chen.

Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker in Akti­on, New York, o. J., Quel­le: welt.de

In sol­chen als kri­sen­haft emp­fun­de­nen Situa­tio­nen bie­ten Ver­schwö­rungs­theo­ri­en ein­fa­che, schein­bar ein­leuch­ten­de Erklä­run­gen. Sie pos­tu­lie­ren han­deln­de, agie­ren­de Sub­jek­te hin­ter anony­men Pro­zes­sen – und sie ermög­li­chen daher, Ver­ant­wort­li­che, ja Schul­di­ge zu adres­sie­ren. Sie behaup­ten das Vor­han­den­sein eines Pla­nes, der die ver­wir­ren­den Ver­hält­nis­se zu ent­wir­ren und die „eigent­li­chen“, die „ver­bor­ge­nen“ Zusam­men­hän­ge zu erklä­ren scheint. Der „Plan“ und die mit ihm asso­zi­ier­ten „Ver­schwö­rer“ bil­den ein erklä­ren­des Zen­trum für dis­pa­ra­te Phä­no­me­ne, er sug­ge­riert Ein­sicht, Ver­ste­hen, ja Durch­schau­en der Ver­hält­nis­se.

Allein, nie­mand lässt sich gern „Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker“ schimp­fen. Es liegt viel­mehr in der Logik der Ver­schwö­rungs­theo­rie, dass sie in der Regel eben kei­ne „Theo­rie“ sein will, kein abs­trak­tes Gedan­ken­ge­bäu­de, und dass sie nur in ihren offen para­noi­den Erschei­nungs­for­men die Ver­schwö­rer und ihren Plan expli­zit benennt. Oft ist daher die Form der Ver­schwö­rungs­theo­rie die gegen alle Evi­denz immer wie­der gestell­te „Fra­ge“, die obses­siv vor­ge­tra­ge­ne Ver­mu­tung, der durch nichts wider­leg­ba­re Ver­dacht. Dazu kom­men, gar­niert durch den Anspruch auf Wis­sen­schaft­lich­keit, regel­mä­ßig ein paar Schein-Evi­den­zen, die beschei­den damit sich begnü­gen, noch kei­ne „umfas­sen­de“ Erklä­rung zu sein. Aber es sei­en, so das klas­sisch ver­schwö­rungs­theo­re­ti­sche Argu­ment, doch genau sol­che „Fra­gen“, die man stel­len müs­se, wenn man sich nicht von der „Lügen­pres­se“ Sand in die Augen streu­en las­se…

Genau die­ser Ver­nei­nung – „ich sage ja nicht, dass…, ich fra­ge nur“ – ver­dan­ken Ver­schwö­rungs­theo­ri­en in unse­ren post­mo­der­nen, gegen­über Wahr­heits­be­haup­tun­gen skep­ti­schen Gesell­schaf­ten ihr Funk­tio­nie­ren, ihre Attrak­ti­vi­tät und ihre Durch­schlags­kraft: Sie sind als Fra­ge getarn­te Theo­ri­en, die nicht wider­legt wer­den kön­nen. Sie müs­sen nicht unbe­dingt expli­zit die Ver­schwö­rer benen­nen – vor allem dann nicht, wenn sie sich nicht gänz­lich ins para­noi­de Reich der Geis­ter­se­her ver­ab­schie­den, son­dern gleich­sam noch „mas­sen­me­di­en­taug­lich“ blei­ben wol­len. Eine sol­che Ver­schwö­rungs­theo­rie kann sich ganz dar­auf beschrän­ken, in den lee­ren Raum, den ihre Fra­gen öff­nen, ihre unaus­ge­spro­che­nen Ant­wor­ten als blo­ße Ver­mu­tun­gen ste­hen zu las­sen. Durch die Behaup­tung aber, nur Fra­gen zu stel­len und kei­ne Aus­sa­gen zu machen, ist sie nicht zu wider­le­gen; sie hält die Türe zum Reich der Geis­ter­se­her stän­dig offen.

Kon­dens­strei­fen als angeb­li­che “Chem­trails”; Quel­le: Wikipedia.org

Mit die­sen als Fra­gen getarn­ten Ver­mu­tun­gen drin­gen Behaup­tun­gen und poli­ti­sche Vor­ur­tei­le in den öffent­li­chen Raum ein, die sich in einer offe­nen Debat­te nicht legi­ti­mie­ren lie­ßen. Der Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker kon­stru­iert im Grun­de einen dis­kur­si­ven Aus­nah­me­zu­stand: Nur weil ein „Not­stand“ zu benen­nen sei, der in der „Lügen­pres­se“ nicht benannt wer­de, und nur, weil auf eine „Kata­stro­phe“ hin­ge­wie­sen wer­den müs­se, die unter den Tep­pich gekehrt wer­de, fühlt sich der Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker dazu ermäch­tigt, nun doch den Ver­dacht – die blo­ße Fra­ge! – zu äußern, ob nicht doch „die Juden“ das Ban­ken­sys­tem mani­pu­lie­ren, ob nicht doch die CIA eine so fins­te­re Macht sei, dass sie 9/11 insze­niert habe, ob nicht doch die Mäch­ti­gen in Brüs­sel wirk­lich die euro­päi­schen Völ­ker durch die „unge­brems­te“ Migra­ti­on zer­stö­ren wol­len, oder ob wir nicht doch alle durch „Chem­trails“ ver­gif­tet wer­den… Wie man nicht zuletzt im ame­ri­ka­ni­schen Wahl­kampf ver­fol­gen konn­te, haben auch die abstru­ses­ten Ver­schwö­rungs­theo­ri­en die Funk­ti­on und den Effekt, dass sie den Raum des Sag­ba­ren ver­schie­ben, dass sie poli­ti­sche Debat­te neu „framen“, dass sie die Ener­gie ein­for­dern, zurück­ge­wie­sen zu wer­den, und dass sie genau damit in die Kapil­la­ren öffent­li­cher Dis­kur­se ein­drin­gen. Ver­schwö­rungs­theo­ri­en sind kor­ro­siv.

Die Sehnsucht nach Autorität

Und schließ­lich bie­ten Ver­schwö­rungs­theo­ri­en auch noch in der Form blo­ßer „Fra­gen“ ihren Anhän­gern ein Maß an Trost, das die begrenz­te­ren, hypo­the­ti­sche­ren, beschei­de­ne­ren Ver­mu­tun­gen und Theo­ri­en über die ver­wir­ren­den Din­ge in der Welt nicht zu bie­ten ver­mö­gen. Sie sug­ge­rie­ren die beru­hi­gen­de Gewiss­heit, dass auch die schreck­lichs­ten Din­ge nicht zufäl­lig gesche­hen, dass, mit andern Wor­ten, die Ver­hält­nis­se und Ereig­nis­se, denen wir alle aus­ge­setzt sind, in kei­nem Fall als eine unglück­li­che Ver­ket­tung von kon­tin­gen­ten Umstän­den, gar als nicht-inten­dier­ter side-effect von nicht ein­mal mit­ein­an­der kor­re­lier­ten Ent­wick­lun­gen zu deu­ten sind.

“The Roth­schild conc­spi­ra­cy”, Quel­le: youtube.com

Die Anony­mi­tät der Markt­pro­zes­se, die vom Ein­zel­nen abs­tra­hie­ren­de Logik büro­kra­ti­scher Pro­zes­se, die Gewalt geo­po­li­ti­scher Macht­kon­flik­te und das Unge­steu­er­te des gesell­schaft­li­chen Zusam­men­hangs kön­nen tat­säch­lich als bedrü­ckend, ja als Leid ver­ur­sa­chend erfah­ren wer­den. Ange­sichts sol­cher Lei­der­fah­run­gen und Bedrü­ckun­gen ver­spricht die Ver­schwö­rungs­theo­rie den Trost einer Deu­tung: Sie wer­den ima­gi­när auf einen, wie Jac­ques Lacan sagen wür­de, (bösen) „Gro­ßen Ande­ren“ zurück­ge­führt, der im lee­ren Zen­trum die­ser Pro­zes­se, dort, wo in Wahr­heit nie­mand sitzt und steu­ert, die Welt lenkt. Der Phi­lo­soph Karl E. Pop­per hat nicht zu Unrecht Ver­schwö­rungs­theo­ri­en eine „Vari­an­te des The­is­mus“ genannt – d.h. ein Glau­be, der mit dem Wir­ken eines All­mäch­ti­gen rech­net. Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker ima­gi­nie­ren die­se steu­ern­de Macht wider alle Evi­denz, ihr gan­zes Den­ken kreist um sie. Ist es daher nicht genau die­se Form der Macht, die sie begeh­ren? Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker ste­hen jeden­falls in der Regel poli­tisch nicht zufäl­lig auf der Sei­te auto­ri­tä­rer Herr­schaft. Denn sie wün­schen sich eine Auto­ri­tät her­bei, die dem Cha­os der Wirk­lich­keit einen ord­nen­den Plan ent­ge­gen­setzt.

Dies und der unüber­seh­ba­re Zug ins Para­noi­de, der jeder Ver­schwö­rungs­theo­rie anhaf­tet, tra­gen nicht dazu bei, die gesell­schaft­li­chen Kri­sen zu bewäl­ti­gen, auf die sie zu reagie­ren scheint. Ver­schwö­rungs­theo­ri­en haben viel­mehr den Effekt, Ver­wir­rung zu stif­ten. Sie ver­bie­gen den Raum des ratio­nal Sag­ba­ren, sie fachen den Hass auf Frem­de bzw. „Ande­re“ an, för­dern das Miss­trau­en gegen­über den Medi­en, ver­brei­ten Irra­tio­na­lis­mus und unter­mi­nie­ren die Demo­kra­tie. Und man muss nicht bis ins Mit­tel­al­ter oder in die Frü­he Neu­zeit zurück­ge­hen, um zu sehen, dass ihre Ten­denz, für alle Übel der Welt bestimm­te Grup­pen ver­ant­wort­lich zu machen, im Pogrom enden kann.

Von Philipp Sarasin

Philipp Sarasin lehrt Geschichte der Neu­zeit an der Universität Zürich. Er ist Mit­be­gründer des Zentrums Geschichte des Wissens, Mitglied des wissen­schaft­lichen Beirats der Internet­plattform H-Soz-Kult und Heraus­geber von Geschichte der Gegenwart. Er kommentiert privat auf twitter.