Thema: Neoli­be­ra­lis­mus

Und wenn der Herr diese Tage nicht verkürzt hätte… Ein Kommen­tar zu den „beschleu­nig­ten Verfah­ren“ des neuen Schwei­ze­ri­schen Asyl­ge­set­zes

Das neue Asylgesetz operiert mit dem vielversprechenden Konzept der „beschleunigten Verfahren“. Es liest sich wie ein Heilsversprechen: bürokratische Effizienz, Ordnung der Strukturen, Kontrolle über juristische Abläufe. In Wahrheit ersetzt es Rechtsstaatlichkeit durch eine fatale Mischung von gesundem Menschenverstand und christlicher Barmherzigkeit.

| 24. Juli 2016

Bye Bye Brazil. Eine Krimi­nalf­arce

Die liberale Presse jubelt: Nach dem Sturz der gewählten Präsidentin Rousseff sei Brasilien „auf neuem Kurs“ (NZZ); das Land erwarte „einen radikalen Bruch mit dem linken Interventionismus“ (The Economist). Dabei ist die neue Regierung eine Clique von Korrupten und Kriminellen.

| 13. Juli 2016

Black­box Büro. Künst­le­ri­sche Inter­ven­tio­nen am Arbeits­platz

Wer glaubt, das politische Subjekt werde heute vor allem durch die Öffentlichkeit und die Medien geprägt, übersieht die folgenreiche Konditionierung der Menschen in der Arbeitswelt, insbesondere im Büro. Ein Gespräch von Sylvia Sasse mit der Künstlerin Marianne Flotron über ihre Theaterinterventionen in Grossunternehmen.

| 3. Juli 2016

Der gestoh­lene Schlaf, die verlo­re­nen Pausen. Vom Verlust der Krea­ti­vi­tät und der Fähig­keit zur Selbst­be­stim­mung

Lichtverschmutzung in den Städten, 24 Stunden Ladenöffnungszeiten, 24 Stunden Onlinepräsenz. Es soll rund um die Uhr konsumiert werden – allein, der Schlaf mit seiner behäbigen Physiologie hindert uns daran. Die Verlockung, ihn zu überlisten, ist gross.

| 19. Juni 2016

Vom Opfer zum resi­li­en­ten Ich. Über eine proble­ma­ti­sche Verschie­bung

Die oft gehörte Behauptung, es sei heute nur noch von Opfern die Rede, ist falsch. Vielmehr ist die Bezeichnung auf bestem Weg, wieder zum Stigma zu werden.

| 19. Februar 2016