Schlagwort: Neoliberalismus

Medienökonomische Verwirrspiele der Neuen Rechten: Von Weikersheim bis No Billag

Die Rede vom „linken“ Meinungsmonopol der öffentlich-rechtlichen Medien ist Augenwischerei. Schon in den 1980ern wurde versucht, mit einer Deregulierung der Medien reaktionäre Interessen und Ideologien durchzusetzen.

Autofahren im Design des Neoliberalismus: das SUV

SUV verkaufen sich wie geschnittenes Brot, obwohl kaum jemand mehr über Feldwege hoppeln muss. Wie kam es, dass dieses Gefährt den städtischen Raum eroberte und zum Must-Have der neuen Oberschicht wurde? Die Geschichte des SUV ist auch eine Geschichte des Neoliberalismus.

Sexuelle Freiheit und Kapitalismus

Bei Toleranz gegenüber sexuellen und geschlechtlichen Differenzen wird meistens nach der Liberalität und Offenheit des gesellschaftlichen Zeitgeistes gefragt. Selten wird dabei über die materiellen und ökonomischen Bedingungen nachgedacht, die diese Differenzen ermöglichen, verschärfen oder abschwächen und Toleranz begünstigen oder behindern.

#spätegalitär – Wie man etwas verabschiedet, das nie da war

Mit Wörtern Fakten schaffen: wie so etwas in der journalistischen Praxis funktioniert, zeigt auf irritierende Weise der NZZ-Neologismus „spätegalitär“. Es lohnt sich, solche Kaltstellungen demokratischer Grundprinzipien etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Smile or Die. Der Kreuzzug des Glücks gegen die Vernunft

Ob „Flow“ oder „Positive Leadership“: In der Arbeitswelt greift derzeit eine neonarzisstische Glückskultur um sich. Sie will uns helfen, die erodierende Beschäftigungssicherheit als Weg ins Glück zu begreifen. Die Kehrseiten der zelebrierten Positivität sind Realitätsverlust und Intoleranz.

Governance. Die Entpolitisierung der Demokratie

Aus neoliberaler Sicht stört die Demokratie den Markt, weil sie umverteilt. Ihre Geringschätzung demokratischer Prinzipien kleiden Neoliberale vornehmlich in das Konzept der Governance. Was dabei als effizienzorientierte Ergänzung demokratisch-rechtsstaatlicher Institutionen erscheint, zielt in Wahrheit auf die Aushöhlung der politischen Öffentlichkeit.

Das Zeitalter der #Transparenz. Ein Epilog?

Welcher Zusammenhang besteht zwischen der gegenwärtigen Woge des Populismus und dem vielleicht schon abgeschlossenen Zeitalter der Transparenz? Haben jene Kritiker, die vor den Gefahren der Kultur der Transparenz für die Demokratie gewarnt haben, am Ende Recht behalten?

Argentinien: Versuchslabor der neuen Rechten?

Nicht nur mit dem Einreiseverbot für MigrantInnen, auch mit Massnahmen gegen Bürgerrechte und Umweltschutz zeigt die Regierung Macri, wohin die Reise der neuen Rechten geht – schreibt ein Kollektiv von WissenschaftlerInnen aus aller Welt zum Jahrestag des Militärputsches in Argentinien.

Linker Populismus. Aber gerne – nur welcher?

Je lauter der Ruf nach einer „populistischeren“ Linken wird, desto mehr häufen sich die Vorwürfe, linker Populismus sei nichts als Anbiederung an völkische Ressentiments. Doch angesichts der Krise neoliberaler Hegemonie ist ein linker Populismus heute von entscheidender Bedeutung.

Der NZZ-Feuilleton-Krieg gegen die „egalitäre Gesellschaft“. Wie funktioniert die ideologische Flucht vor der Realität?

In einem NZZ-Essay argumentiert der umtriebige Feuilleton-Chef René Scheu, dass Menschen ihre Verletzlichkeit und Begrenztheit verdrängen und sich genau damit um ihre Freiheit bringen. Dabei offenbart Scheu allerdings gerade jene Ideologie, auf der diese Flucht vor Verletzlichkeit in Wahrheit basiert.

Und wenn der Herr diese Tage nicht verkürzt hätte… Ein Kommentar zu den „beschleunigten Verfahren“ des neuen Schweizerischen Asylgesetzes

Das neue Asylgesetz operiert mit dem vielversprechenden Konzept der „beschleunigten Verfahren“. Es liest sich wie ein Heilsversprechen: bürokratische Effizienz, Ordnung der Strukturen, Kontrolle über juristische Abläufe. In Wahrheit ersetzt es Rechtsstaatlichkeit durch eine fatale Mischung von gesundem Menschenverstand und christlicher Barmherzigkeit.

Bye Bye Brazil. Eine Kriminalfarce

Die liberale Presse jubelt: Nach dem Sturz der gewählten Präsidentin Rousseff sei Brasilien „auf neuem Kurs“ (NZZ); das Land erwarte „einen radikalen Bruch mit dem linken Interventionismus“ (The Economist). Dabei ist die neue Regierung eine Clique von Korrupten und Kriminellen.