Kategorie: Geschichten der Gegenwart

Die Rubrik für Themen und Hinter­grund­ge­schichten. Die Beiträge analy­sieren aus geistes- und kultur­wis­sen­schaft­li­cher Perspek­tive die Gegen­wart, befragen Vergan­genes und rufen fast Verges­senes ins Gedächtnis.

Vergangene Zukunft. Über „Blade Runner“, November 2019

Gegenwärtig läuft im Kino der Film „Blade Runner 2049“. Das ging ein wenig schnell, wir sind ja noch gar nicht in jener vergangenen Zukunft angekommen, die uns vielleicht im November 2019 erwarten wird. Grund genug, nochmals zurückzuschauen.

| 19. November 2017

Rassismus, Klasse, Brexit, Krise

Der Brexit wurde von zwei verschiedenen Kampagnen herbeigeführt: „Vote Leave“ der Konservativen und „Leave EU“ der Rechtsaussen-Partei UKIP. Doch egal, ob es sich um die Forderung nach nationaler Abschottung oder um die Phantasien eines „Empire 2.0“ handelte – in beiden Fällen spielte Rassismus eine entscheidende Rolle.

#MeToo. Warum es keine eigenen Erfahrungen mit Diskriminierung und Gewalt braucht, um angemessen über sie sprechen zu können

Muss Gewalt und Diskriminierung erfahren haben, wer über sie sprechen möchte? Ist nur dann ein Verständnis solcher Phänomene möglich? Seit #MeToo sind solche Fragen wieder aktuell. Zeit daran zu erinnern, dass die Kulturwissenschaften dieses Problem bereits intensiv diskutiert haben.

| 12. November 2017

Matrjoschka, Atombombe, Balalaika: Über Oliver Stones episches Scheitern

Oliver Stone ist Putin mit seiner Interviewserie furchtbar auf den Leim gegangen. Sein Scheitern ist typisch für all jene, die versuchen, mithilfe von Putins politischen Narrativen Kritik am eigenen System zu üben.

| 8. November 2017

99 Jahre Erinnerung an den Landesstreik

Kurz vor dem 100. Jahrestag brechen die Debatten um die Bedeutung des Schweizer Landesstreiks wieder auf – nicht zum ersten und wahrscheinlich auch nicht zum letzten Mal. Die Ereignisse im November 1918 sind bis heute ein Gefechtsfeld helvetischer Geschichtspolitik.

| 1. November 2017

Die Renaissance des Idioten. Wie die Metaphern real werden und der Selbstsaboteur die Weltbühne erobert

Leben wir in einer Idiokratie? Wie kann man die Selbstsabotage des politischen Denkens, die Herrschaft der gemeinten Meinung, den kursierenden Bullshit und die Quatsch-Ideologien unserer Zeit sonst bezeichnen?

| 22. Oktober 2017

„Ich kann euch alle haben.“ Maskulinitätsideologien und Rechtsnationalismus

In der Pick-Up-Artist-Szene lernen Männer nicht nur, wie sie Frauen verführen können. Die Hyper-Männlichkeits-Community ist längst auch zur Brutstätte rechtsnationaler Weltanschauungen geworden.

Flucht und Einbürgerung. Staatenlosigkeit und das rechtliche Erbe zweier Weltkriege

Der rechtliche Schutz von Flüchtlingen und Migranten ist unter Druck geraten. Doch in diesen Regelungen und Gesetzen steckt die historische Erfahrung des 20. Jahrhunderts. Die Geschichte der Staatenlosigkeit im Zeitalter der Weltkriege zeigt daher, was dabei auf dem Spiel steht.

| 24. September 2017

Nur Gutes aus der Region? Die Krux mit den Lebensmitteln von nebenan

Fast alle Supermärkte verkaufen inzwischen Lebensmittel „aus der Region“. Die Marken heissen „Feins vom Dorf“ oder „Natürlich vom Hof“ und versprechen Nachhaltigkeit, Frische, Tradition. Das klingt gut. Doch wer genau hinschaut, merkt: Irgendetwas stimmt hier nicht.

| 20. September 2017

Das ungebrochene Vertrauen in die #Information

Unsere Gegenwart ist von Informationen begeistert. Mit ihnen verbinden wir die Hoffnung auf Wissen und Durchblick in einer komplizierten Welt. Informationen scheinen die Welt klarer und besser zu machen – gewissermaßen von selbst. Doch wir sollten nicht nur Informationen sammeln, sondern Standpunkte entwickeln.

| 13. September 2017

Herbst 1977. Als einige „Konservative“ die besseren Argumente hatten

Im September 1977 entführte die linksextreme „Rote Armee Fraktion“ (RAF) den deutschen Arbeitgeberpräsidenten Hanns-Martin Schleyer. Gleichzeitig veröffentlichte der Philosoph Hermann Lübbe den Text „Freiheit und Terror“. Seine Analyse bleibt auch aus heutiger Sicht überzeugender als die Distanzierungen der damaligen Linken.

| 3. September 2017

Was kostet ein Gletscher?

Die Gletscher in den Alpen verschwinden langsam, aber sicher. Der Permafrost taut auf, Bergstürze wie jener von Bondo bedrohen Dörfer und Verkehrswege im Alpenraum. Die wegschmelzenden Gletscher könnten helfen, die Kosten des globalen Klimawandels abzuschätzen – und zum politischen Handeln motivieren.

| 30. August 2017