Kategorie: Geschichten der Gegenwart

Die Rubrik für The­men und Hin­ter­grund­ge­schich­ten. Die Bei­trä­ge ana­ly­sie­ren aus geis­tes- und kul­tur­wis­sen­schaft­li­cher Per­spek­ti­ve die Gegen­wart, befra­gen Ver­gan­ge­nes und rufen fast Ver­ges­se­nes ins Gedächt­nis.

Das ungebrochene Vertrauen in die #Information

Unsere Gegenwart ist von Informationen begeistert. Mit ihnen verbinden wir die Hoffnung auf Wissen und Durchblick in einer komplizierten Welt. Informationen scheinen die Welt klarer und besser zu machen – gewissermaßen von selbst. Doch wir sollten nicht nur Informationen sammeln, sondern Standpunkte entwickeln.

| 13. September 2017

Herbst 1977. Als einige „Konservative“ die besseren Argumente hatten

Im September 1977 entführte die linksextreme „Rote Armee Fraktion“ (RAF) den deutschen Arbeitgeberpräsidenten Hanns-Martin Schleyer. Gleichzeitig veröffentlichte der Philosoph Hermann Lübbe den Text „Freiheit und Terror“. Seine Analyse bleibt auch aus heutiger Sicht überzeugender als die Distanzierungen der damaligen Linken.

| 3. September 2017

Was kostet ein Gletscher?

Die Gletscher in den Alpen verschwinden langsam, aber sicher. Der Permafrost taut auf, Bergstürze wie jener von Bondo bedrohen Dörfer und Verkehrswege im Alpenraum. Die wegschmelzenden Gletscher könnten helfen, die Kosten des globalen Klimawandels abzuschätzen – und zum politischen Handeln motivieren.

| 30. August 2017

Unberechenbare Vergangenheit in ungewissen Zeiten: Hundert Jahre Revolution im heutigen Russland

Das hundertjährige Jubiläum der russischen Revolutionen von 1917 ist omnipräsent. Bücher, Fernsehsendungen, Ausstellungen leuchten überall auf der Welt die unterschiedlichsten Aspekte von 1917 aus. Aber was macht das Putin-Regime mit der Revolutionsgeschichte und wie reagiert die Bevölkerung?

‚Neue Menschen‘ oder Jubelmasse? Die Rechte, die Linke und die ‚kleinen Leute‘

Die Linke habe die „einfachen Menschen“ im Stich gelassen, behauptet die Rechte, und setzt sich als wahre Vertretung der „kleinen Leute“ in Szene. Ist es wirklich das historische Erbe der Linken, das sie anzutreten glaubt? Gedanken über den Antipopulismus der Arbeiterbewegung.

| 23. August 2017

Frankreich dekolonisieren – die Radikalität der Négritude

Léopold Sédar Senghor und Aimé Césaire gelten als Begründer der Négritude, einer literarischen und politischen Bewegung gegen die Exotisierung und unterstellte Kulturlosigkeit Afrikas. Sie wollten mit ihrem philosophischen Projekt das kolonisierte Denken befreien – in Afrika und in Europa.

| 13. August 2017

Weder überheblich noch beliebig. Warum man heute Toni Morrison lesen sollte

Vereinfacher und Polarisierer finden derzeit viel Gehör. Populisten aller Couleur fordern klare Grenzen und stabile Identitäten, Moralisten glauben, stets sauber zwischen zwischen richtig und falsch, gut und böse trennen zu können. Eine Zeit, Bücher von Toni Morrison zu lesen.

| 6. August 2017

‚World Literature‘ – was sollte das sein?

In ihrem Buch „Against World Literature“ richtet sich die Literaturwissenschaftlerin Emily Apter gegen ein scheinbar weltoffenes, letztlich jedoch restriktives und hegemoniales Verständnis von ‚Weltliteratur‘. Worin besteht das Problem und welche Konsequenzen ergeben sich aus Apters Kritik?

| 30. Juli 2017

Wer gehört zu uns? Eine Konjunktur des Autochthonen verbindet Afrika und Europa

Der holländische Sozialanthropologe Peter Geschiere ist in Kamerun und den Niederlanden demselben Phänomen begegnet: „Zugehörigkeit“ und „Herkunft“, ja „Bodenverbundenheit“ werden zu Kriterien gesellschaftlicher Ordnung. Sein Buch „Perils of Belonging“ von 2009 ist aktueller denn je.

| 23. Juli 2017