Kategorie: Geschichten der Gegenwart

Die Rubrik für The­men und Hin­ter­grund­ge­schich­ten. Die Bei­trä­ge ana­ly­sie­ren aus geis­tes- und kul­tur­wis­sen­schaft­li­cher Per­spek­ti­ve die Gegen­wart, befra­gen Ver­gan­ge­nes und rufen fast Ver­ges­se­nes ins Gedächt­nis.

Und wenn der Herr diese Tage nicht verkürzt hätte… Ein Kommentar zu den „beschleunigten Verfahren“ des neuen Schweizerischen Asylgesetzes

Das neue Asylgesetz operiert mit dem vielversprechenden Konzept der „beschleunigten Verfahren“. Es liest sich wie ein Heilsversprechen: bürokratische Effizienz, Ordnung der Strukturen, Kontrolle über juristische Abläufe. In Wahrheit ersetzt es Rechtsstaatlichkeit durch eine fatale Mischung von gesundem Menschenverstand und christlicher Barmherzigkeit.

| 24. Juli 2016

Fitter, healthier, and more productive: Das Ideal des selbstoptimierten Menschen ist der Cyborg

Cyborgs haben Konjunktur und sind mitten unter uns. Ein Rückblick in die Geschichte dieses Konzepts kann helfen, die ökonomischen Hintergründe unseres Dranges zur Selbstoptimierung durch Anpassung zu verstehen.

| 20. Juli 2016

Gender, Feminismus und der rechtsnationale Ekel vor der „Gleichmacherei“

Gender- und Feminismus-Bashing gehört genauso zur neuen Rechten wie die rassistische Abwertung des Fremden. Überlegungen zu Geschlecht und rechter Politik.

| 17. Juli 2016

Bye Bye Brazil. Eine Kriminalfarce

Die liberale Presse jubelt: Nach dem Sturz der gewählten Präsidentin Rousseff sei Brasilien „auf neuem Kurs“ (NZZ); das Land erwarte „einen radikalen Bruch mit dem linken Interventionismus“ (The Economist). Dabei ist die neue Regierung eine Clique von Korrupten und Kriminellen.

| 13. Juli 2016

Der kreative Imperativ. Arbeiten – immer schöner und immer prekärer

Der aktuelle Wandel der Arbeit wirft viele Fragen auf. Auch die laufende Manifesta 11 will die Bedingungen, unter denen wir heute arbeiten, künstlerisch-kritisch beleuchten. Paradoxerweise wird die Prekarisierung der Arbeit dabei aber eher verstärkt als reflektiert.

| 10. Juli 2016

Stacheldraht und volles Boot (Nachtrag: Glarner II)

Es ist nicht das erste Mal, dass das Selbstbild des „Asyllandes Schweiz“ und die reflexartige Abwehr von Flüchtlingen kollidieren. 1942 sprach Albert Oeri von „Grausamkeit auf Vorrat“. Können die Lehren der Geschichte uns davor bewahren, die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen?

| 9. Juli 2016

Das chronische Leiden der Universität. Auch Hochschulreformen haben eine lange Geschichte

Die Universitäten befinden sich in einer Krise. Doch ist diese alt oder neu – und wird sie durch die Bologna-Reform gemildert oder erst produziert? Vielleicht ist die Krise der Universität gar „chronisch“, wie Jürgen Habermas schon in den 1960er Jahren vermutete.

| 29. Juni 2016

Ausgeschlafen zum Erfolg? Der selbstoptimierte „gute Schlaf“ hat industrielle und militärische Vorgeschichten

Der Schlaf erscheint als natürliche "Maximalschranke“ des Arbeitstages (K. Marx). Die Versuche, diese Schranke zu überwinden, sind ebenso faszinierend wie beängstigend.

| 23. Juni 2016

Der gestohlene Schlaf, die verlorenen Pausen. Vom Verlust der Kreativität und der Fähigkeit zur Selbstbestimmung

Lichtverschmutzung in den Städten, 24 Stunden Ladenöffnungszeiten, 24 Stunden Onlinepräsenz. Es soll rund um die Uhr konsumiert werden – allein, der Schlaf mit seiner behäbigen Physiologie hindert uns daran. Die Verlockung, ihn zu überlisten, ist gross.

| 19. Juni 2016