Kategorie: Geschich­ten der Gegen­wart

Die Rubrik für Themen und Hinter­grund­ge­schich­ten. Die Beiträge analy­sie­ren aus geistes- und kultur­wis­sen­schaft­li­cher Perspek­tive die Gegen­wart, befra­gen Vergan­ge­nes und rufen fast Verges­se­nes ins Gedächt­nis.

Offshore-Demokratie: Verkehrte Welt in Mauricio Macris Argen­ti­nien

Die Enthüllungen der Panama-Papiere haben weltweit die Verflechtungen der politischen Elite mit einem mafiösen, global operierenden Finanzkapital ans Licht gebracht. In Argentinien kann sie dabei auf den Flankenschutz von Presse und Justiz zählen – und dies mit Billigung des Internationalen Netzwerkes Investigativer Journalisten.

| 27. April 2016

Schlank, sonnen­ge­bräunt und über­wacht? Über Fitness­kri­tik

Der Boom der Fitnessindustrie begann in den 1970er Jahren. Gleichzeitig wurde Kritik an der Norm des „fitten Körpers“ laut – und an einem Staat, der versuchen könnte, diese Norm durchzusetzen. Heute muss die Furcht vor dem Staat jedoch revidiert werden.

| 24. April 2016

„Ernied­rigte und Belei­digte“. Wie sich Täter zu Opfern machen

Bei Gerichtsprozessen und anderen Zensurmassnahmen gegen Kunst und Literatur richtet man in der Regel die Aufmerksamkeit auf die inkriminierten Werke und deren Verfasser. Es lohnt sich aber, auch mal auf die Kläger zu schauen.

| 20. April 2016

Weib­li­che Geni­tal­ver­stüm­me­lung, western style

Weibliche Genitalverstümmelung (FGM) gilt heute als Gewalt gegen Frauen in nicht-westlichen Gesellschaften. Die ‚eigene‘ Geschichte der Genitalverstümmelung, die bis ins frühe 20. Jahrhundert reichte, geht dabei vergessen.

| 17. April 2016

Kriegs­flücht­linge 2016 in Europa

Im Flüchtlingslager Idomeni an der griechisch-mazedonischen Grenze sitzen zurzeit über zehntausend Menschen fest. Was heißt es, heute Flüchtling zu sein? Was passiert, wenn die Grenzen dichtgemacht werden? Florian Kessler und Nannina Matz sind vor Ort und berichten.

Ster­ben lassen an Euro­pas Küsten

An Europas Grenzen und Küsten sterben Tausende Flüchtlinge. Wie ist es zu verstehen, dass Viele in Europa das mehr oder weniger gelassen hinnehmen? 1976 entwickelte der Philosoph Michel Foucault ein Konzept, das eine mögliche Antwort auf diese heutige Frage bereithält.

| 10. April 2016

Fünf Minu­ten Schwei­gen im Karo­hemd. Neue Formen des Protests in Ungarn

In Ungarn entwickelt sich eine einfallsreiche Protestkultur gegen die aktuelle Bildungspolitik der Orbán-Regierung. Sie wehrt sich auch mit scharfer Ironie dagegen, dass Kritiker als „Parasiten“ diffamiert werden.

| 27. März 2016

Realis­ten bitte beisei­te­tre­ten! Man sieht ja gar nichts!

Angesichts der Flüchtlingskrise sind alle ausser Merkel „Realisten“. Warum auch nicht? Die Politik hat die Wirklichkeit zu adressieren, will sie diese verändern. Trotzdem: Das Wort „realistisch“ wird derzeit schlimmer missbraucht als einst die schöne Europa vom geilen Göttervater Zeus.

| 20. März 2016

Künst­ler, Terro­rist oder psychisch krank?

Der derzeit einflussreichste russische Künstler – Pëtr Pavlenskij – wird immer wieder auf seinen Geisteszustand untersucht. Was sagt das über das Verhältnis der russischen Gesellschaft zur zeitgenössischen Kunst und über die Funktion der Psychiatrie aus?

| 10. März 2016