Rubrik: Geschich­ten der Gegen­wart

Die Rubrik für Themen und Hinter­grund­ge­schich­ten. Die Beiträge analy­sie­ren aus geistes- und kultur­wis­sen­schaft­li­cher Perspek­tive die Gegen­wart, befra­gen Vergan­ge­nes und rufen fast Verges­se­nes ins Gedächt­nis.

Argen­ti­nien: Versuchs­la­bor der neuen Rech­ten?

Nicht nur mit dem Einreiseverbot für MigrantInnen, auch mit Massnahmen gegen Bürgerrechte und Umweltschutz zeigt die Regierung Macri, wohin die Reise der neuen Rechten geht – schreibt ein Kollektiv von WissenschaftlerInnen aus aller Welt zum Jahrestag des Militärputsches in Argentinien.

| 26. März 2017

Auto­ri­täre Unord­nung

Die Antiutopien des 20. Jahrhunderts stellten das Leben in Autokratien in der Regel als vorhersehbar, streng geregelt, mechanisch, gleichgeschaltet und starr vor. Sie irrten sich. Denn es waren und sind gerade die Provokationen von Unvorhersehbarkeit, die autokratische Regime kennzeichnen.

| 22. März 2017

Papier und Praxis. Wie sich refu­gees selber zu Bürger*innen machen

Der öffentliche Diskurs über Geflüchtete findet zumeist unter dem Ausschluss der Geflüchteten selbst statt. Dabei kämpfen refugees auf vielfältige Weise für ihre Rechte. Diese Kämpfe zu verstehen, wird für die Zukunft richtungsweisend sein.

| 12. März 2017

Linker Popu­lis­mus. Aber gerne – nur welcher?

Je lauter der Ruf nach einer „populistischeren“ Linken wird, desto mehr häufen sich die Vorwürfe, linker Populismus sei nichts als Anbiederung an völkische Ressentiments. Doch angesichts der Krise neoliberaler Hegemonie ist ein linker Populismus heute von entscheidender Bedeutung.

| 8. März 2017

Der NZZ-Feuilleton-Krieg gegen die „egali­täre Gesell­schaft“. Wie funk­tio­niert die ideo­lo­gi­sche Flucht vor der Reali­tät?

In einem NZZ-Essay argumentiert der umtriebige Feuilleton-Chef René Scheu, dass Menschen ihre Verletzlichkeit und Begrenztheit verdrängen und sich genau damit um ihre Freiheit bringen. Dabei offenbart Scheu allerdings gerade jene Ideologie, auf der diese Flucht vor Verletzlichkeit in Wahrheit basiert.

| 26. Februar 2017

„Impeach or Kill”: Das unwahr­schein­li­che Amts­ent­he­bungs­ver­fah­ren des US-Präsidenten

Angesichts von umstrittenen Entscheidungen des US-amerikanischen Präsidenten Trump, seiner offensichtlichen Geringschätzung von Verfassungsorganen und seiner Weigerung, sich an lang-etablierte gewohnheitsrechtliche Praktiken zu halten, werden die Rufe nach einem Impeachment laut. Doch die Hoffnung auf eine Amtsenthebung ist wenig realistisch.

| 22. Februar 2017

Wer hat Angst vor Steve Bannon?

Steve Bannon hat einen gelinde gesagt erstaunlichen Aufstieg vom Dokumentarfilmer und Radiotalker zum zweitmächtigsten – oder mächtigsten? – Mann der USA hinter sich. „Time“ nennt ihn „The Great Manipulator“. Wer ist Steve Bannon, und warum hat man Grund, sich vor ihm zu fürchten?

| 5. Februar 2017

Der Marsch der Indi­vi­dua­lis­ten. Die histo­ri­sche Erfah­rung des Natio­nal­so­zia­lis­mus und die rechts­po­pu­lis­ti­schen Bewe­gun­gen der Gegen­wart

Der Nationalsozialismus lässt sich nicht auf Terror und Gleichschaltung reduzieren. Ebenso wichtig waren persönliches Engagement – und ideologische Vielfalt im Rahmen der «Volksgemeinschaft». Daraus lassen sich Schlussfolgerungen für die Gegenwart ziehen.

| 1. Februar 2017

Wachs­tum und Wohl­fahrt. Eine zwie­späl­tige Alli­anz

Wirtschaftswachstum gilt heute als natürliche Entwicklung und als universelles Heilmittel. Ein Blick in die Geschichte zeigt jedoch, dass diese Überzeugung relativ jung ist. Es gab und gibt gute Gründe dafür, den Zusammenhang von Wachstum und Wohlfahrt in Frage zu stellen.

| 29. Januar 2017