Autofahren im Design des Neoliberalismus: das SUV

SUV verkaufen sich wie geschnittenes Brot, obwohl kaum jemand mehr über Feldwege hoppeln muss. Wie kam es, dass dieses Gefährt den städtischen Raum eroberte und zum Must-Have der neuen Oberschicht wurde? Die Geschichte des SUV ist auch eine Geschichte des Neoliberalismus.

Sanfte Alternativen? Zum autoritären Welt- und Menschenbild esoterisch ausgerichteter Heilverfahren

1988–2018: 30 Jahre Messe und Kongress „Lebenskraft“ in Zürich. Kein Grund zum Feiern, denn bei näherem Hinsehen erweist sich das Welt- und Menschenbild esoterisch orientierter Angebote so gar nicht als sanfte Alternative.

„Das ist die falsche Frage.“ Der Ökologe Christoph Küffer über die ökologische Krise, Prognosen und die Environmental Humanities

"Die ökologische Krise ist sehr dramatisch und umfasst bedeutend mehr als ‚nur‘ den Klimawandel", sagt der Ökologe Christoph Küffer. Doch mit den überkommenen wissenschaftlichen Konzepten werde man der Krise nicht Herr: Die Naturwissenschaften müssten vermehrt mit den Humanwissenschaften zusammenarbeiten.

Gefährliche Nebelpetarden. Die NoBillag-Initiative ist ein Symptom

Der Abstimmungskampf um die Abschaffung des gebührenfinanzierten Radio und Fernsehens in der Schweiz – die NoBillag-Initiative – lenkt ab vom eigentlichen Ziel der Initianten: Der Angriff gilt zum einen dem kritischen Journalismus – und zum andern der Idee des staatlichen Gemeinwesens.

Gerechtigkeit

Als der Wirt der hochschwangeren Maria und ihrem Gefährten Joseph keinen Platz in der Herberge geben wollte, war das vielleicht herzlos, aber nicht ungerecht – oder doch? Was hat Nächstenliebe mit Gerechtigkeit zu tun? Elisabeth Holzleithners Buch hilft bei der Antwort.

„Die Fälschungen der eigenen Geschichte korrigieren“. Poesie und Politik in Verena Stefans „Häutungen“

Verena Stefans Roman „Häutungen“ von 1975 war ein Kultbuch der Neuen Frauenbewegung. Es gilt als „schwierig“, weil schwer einzuordnen. Genau das könnte aber ein Grund sein, das Buch heute wieder zu lesen.

Anstand. Ein Plädoyer jenseits von Moralismus

„Anstand“ riecht nach Benimmregeln des 19. Jahrhunderts und Moralkeule. Irrtum. Der Schriftsteller und Journalist Axel Hacke hat ein bemerkenswertes Buch über den Anstand in schwierigen Zeiten geschrieben.

Yo, Billag!

Die Initiative «No Billag», die dem gebührenfinanzierten Radio und Fernsehen in der Schweiz die Grundlage entziehen will, blockiert jede weitere Auseinandersetzung über diese Medien und ist ein Angriff auf die Demokratie, wie wir sie kennen – und behalten wollen.

„In Treatment“. Die TV-Serie über psychotherapeutische Behandlungs-Serien bietet Stoff für nachdenkliche Tage

Psychotherapie im Fernsehen? Ist das nicht langweilig? Die TV-Serie „In Treatment“ führt vor, wie spannend Geschichten über die Abgründe und Leiden moderner Seelen sein können. Und dass sich für dieses endlose Thema nichts so sehr eignet wie Romane – oder eine TV-Serie.

Sexuelle Freiheit und Kapitalismus

Bei Toleranz gegenüber sexuellen und geschlechtlichen Differenzen wird meistens nach der Liberalität und Offenheit des gesellschaftlichen Zeitgeistes gefragt. Selten wird dabei über die materiellen und ökonomischen Bedingungen nachgedacht, die diese Differenzen ermöglichen, verschärfen oder abschwächen und Toleranz begünstigen oder behindern.

„Mord in Frankfurt“. Ein Stück anspruchsvoller Fernsehunterhaltung von 1967

Im Januar 1968 zeigte die ARD den Fernsehfilm „Mord in Frankfurt“. Auch noch fünfzig Jahre nach seiner Entstehung lässt sich an ihm entdecken, zu welch außergewöhnlichen klugen und erzählerisch anspruchsvollen Filmen das Fernsehen schon vor dem neuen Zeitalter der modernen Serienunterhaltung fähig war.

“Lolita” ohne Humbert Humbert… Über die Angst, die „Arschlöcher“ könnten aus der Kunst verschwinden

„Tugendwächter“ und „Moralapostel“ sind gerade die Lieblingswörter im nicht mehr nur konservativen Feuilleton. Es wird Kunstzensur gewittert. Proteste einzelner werden als „moralischer Totalitarismus“ gedeutet. Doch was passiert, wenn Protest als Zensur interpretiert wird?