Theatertherapie. Wie ein ukrainisches Theaterprojekt mit Flüchtlingen arbeitet

In der Ukraine sind mehr als zwei Millionen Menschen auf der Flucht. Die Dramatikerin Natalija Vorožbyt und der Theatermacher Georg Genoux haben als Antwort darauf 2015 das „Theatre of Displaced People“ gegründet. Sylvia Sasse im Gespräch mit Georg Genoux.

| 27. Juli 2016

Und wenn der Herr diese Tage nicht verkürzt hätte… Ein Kommentar zu den „beschleunigten Verfahren“ des neuen Schweizerischen Asylgesetzes

Das neue Asylgesetz operiert mit dem vielversprechenden Konzept der „beschleunigten Verfahren“. Es liest sich wie ein Heilsversprechen: bürokratische Effizienz, Ordnung der Strukturen, Kontrolle über juristische Abläufe. In Wahrheit ersetzt es Rechtsstaatlichkeit durch eine fatale Mischung von gesundem Menschenverstand und christlicher Barmherzigkeit.

| 24. Juli 2016

Fitter, healthier, and more productive: Das Ideal des selbstoptimierten Menschen ist der Cyborg

Cyborgs haben Konjunktur und sind mitten unter uns. Ein Rückblick in die Geschichte dieses Konzepts kann helfen, die ökonomischen Hintergründe unseres Dranges zur Selbstoptimierung durch Anpassung zu verstehen.

| 20. Juli 2016

Gender, Feminismus und der rechtsnationale Ekel vor der „Gleichmacherei“

Gender- und Feminismus-Bashing gehört genauso zur neuen Rechten wie die rassistische Abwertung des Fremden. Überlegungen zu Geschlecht und rechter Politik.

| 17. Juli 2016

Bye Bye Brazil. Eine Kriminalfarce

Die liberale Presse jubelt: Nach dem Sturz der gewählten Präsidentin Rousseff sei Brasilien „auf neuem Kurs“ (NZZ); das Land erwarte „einen radikalen Bruch mit dem linken Interventionismus“ (The Economist). Dabei ist die neue Regierung eine Clique von Korrupten und Kriminellen.

| 13. Juli 2016

Der kreative Imperativ. Arbeiten – immer schöner und immer prekärer

Der aktuelle Wandel der Arbeit wirft viele Fragen auf. Auch die laufende Manifesta 11 will die Bedingungen, unter denen wir heute arbeiten, künstlerisch-kritisch beleuchten. Paradoxerweise wird die Prekarisierung der Arbeit dabei aber eher verstärkt als reflektiert.

| 10. Juli 2016

Stacheldraht und volles Boot (Nachtrag: Glarner II)

Es ist nicht das erste Mal, dass das Selbstbild des „Asyllandes Schweiz“ und die reflexartige Abwehr von Flüchtlingen kollidieren. 1942 sprach Albert Oeri von „Grausamkeit auf Vorrat“. Können die Lehren der Geschichte uns davor bewahren, die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen?

| 9. Juli 2016

Hürdenpolitik. Wie Forschungsförderung Forschung verhindert

Die Förderpolitik des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) entfernt sich in den letzten Jahren immer mehr vom Kriterium der Qualität als einzigem Kriterium für die Förderung von Forschung. Stattdessen werden in erzieherischer Manier immer mehr Hürden eingeführt, die zunehmend eine forschende Kunstfigur erschaffen.

| 6. Juli 2016

Blackbox Büro. Künstlerische Interventionen am Arbeitsplatz

Wer glaubt, das politische Subjekt werde heute vor allem durch die Öffentlichkeit und die Medien geprägt, übersieht die folgenreiche Konditionierung der Menschen in der Arbeitswelt, insbesondere im Büro. Ein Gespräch von Sylvia Sasse mit der Künstlerin Marianne Flotron über ihre Theaterinterventionen in Grossunternehmen.

| 3. Juli 2016