Alle Artikel von Sylvia Sasse

Sylvia Sasse lehrt Slavis­­ti­sche Litera­tur­­wis­sen­­schaft an der Univer­sität Zürich und ist Mitbe­gründerin und Mitglied des Zentrums Künste und Kultur­theorie (ZKK). Sie ist Heraus­geberin von novinki und von Geschichte der Gegenwart.

„Inhalte sind Alibis für die Entfal­tung von Dissens.“ Ein Gespräch mit Milo Rau

Milo Rau hat kürzlich mehr Dissens gefordert. Es bringe nichts, gegen Rechtspopulisten zu protestieren, man müsse sie vielmehr mit Argumenten schlagen. Ein Gespräch mit Rau über Dissens in der Öffentlichkeit, der Politik und am Theater.

| 31. Mai 2017

Die falschen Unter­schiede. Über die Kultu­ra­li­sie­rung des Poli­ti­schen

Der Schweizer "Blick" entwirft einen boulevardesken Integrationsvertrag, der deutsche Innenminister Thomas de Maizière einen Leitkulturkatalog für Migranten. Beide vermischen Politik und Kultur, Grundgesetz und Ritual. Ist das politisch gewollt?

| 24. Mai 2017

Auto­ri­täre Unord­nung

Die Antiutopien des 20. Jahrhunderts stellten das Leben in Autokratien in der Regel als vorhersehbar, streng geregelt, mechanisch, gleichgeschaltet und starr vor. Sie irrten sich. Denn es waren und sind gerade die Provokationen von Unvorhersehbarkeit, die autokratische Regime kennzeichnen.

| 22. März 2017

Die Fake-#Alternative

Inzwischen könnte man ein kleines Wörterbuch mit Begriffen füllen, die der Rechtspopulismus aus der linken Aktivistenbewegung und den Undergroundbewegungen von Diktaturen gekapert hat. Besonders absurd ist das beim Wort „Alternative“.

| 1. März 2017

In the Depths of Disin­for­ma­tion: this is how RT propa­ganda works

The fact that right-wing populist parties copy their rhetorical strategies from the Russian propaganda broadcaster RT is nothing new. But their purpose in doing so certainly is.

| 28. Januar 2017

In den Niede­run­gen der Desin­for­ma­tion. Ein Selbst­ver­such mit RT

Dass rechtspopulistische Parteien in Europa ihre rhetorischen Strategien beim russischen Propagandasender RT abkupfern, ist nichts Neues. Was sie damit bezwecken, aber schon.

| 11. Januar 2017

#Pošlost’. Wenn die „vergol­dete Gewöhn­lich­keit“ regiert

Trump, Putin und Erdoğan stehen nicht nur für einen Verfall des Politischen, sondern auch für etwas, das Vladimir Nabokov wohl mit dem unübersetzbaren russischen Wort Pošlost’ umschrieben hätte: einer „vergoldeten Gewöhnlichkeit“. Ein Essay über die Aktualität von Pošlost’.

| 4. Dezember 2016

Black­box Office. Artis­tic Inter­ven­ti­ons in the Work­place

The contention that the political subject of today is primarily shaped by media and the public sphere overlooks the significant conditioning of individuals that takes place in the workplace. The artist Marianne Flotron discusses her theatrical interventions into the corporate world.

| 12. November 2016

Verkeh­run­gen ins Gegen­teil. Zur Karne­va­li­sie­rung von Poli­tik

Rassisten bezeichnen sich als Andersdenkende und Populisten als Dissidenten. Aus Demokratie wird Diktatur und Linke werden zu Faschisten. Was hat es mit diesen Verkehrungen und Verschiebungen in Presse und Politik auf sich?

| 2. November 2016