Alle Artikel von Philipp Sarasin

Philipp Sarasin lehrt Geschichte der Neu­zeit an der Universität Zürich. Er ist Mit­be­gründer des Zentrums Geschichte des Wissens, Mitglied des wissen­schaft­lichen Beirats der Internet­plattform H-Soz-Kult und Heraus­geber von Geschichte der Gegenwart. Er kommentiert privat auf twitter.

Über­wa­chung und post­mo­derne Selbst­ver­hält­nisse. Was eine Volks­ab­stim­mung bloss­le­gen kann.

Die grosse Zustimmung zum neuen Nachrichtendienstgesetz der Schweiz (NDG) wirft ein grelles Licht auf unsere postmodernen Selbstverhältnisse und unseren Umgang mit der Macht. Wir waren längst schon bereit, unser Privates öffentlich zu machen.

| 28. September 2016

Lektüre: Garth Risk Hall­berg, City on Fire

Die Ferienlektüren neigen sich dem Ende zu. Wer jetzt keine Zeit mehr zum Lesen hat, kann aber gut schon für den Herbst oder Winter vorsorgen. Die Buchhandlung dankt es Ihnen. Heute: Garth Risk Hallberg, „City on Fire“.

| 28. August 2016

Lektüre: Peter Doggett, The Man Who Sold the World. David Bowie and the 1970s

Sommerzeit – Lesezeit. Heute reisen wir in den Weltraum, zurück in die 1970er Jahre, nach London, Los Angeles und nach West-Berlin. Mit im Gepäck: die David Bowie-Monografie von Peter Doggett.

| 10. August 2016

Die Alpen als Schwei­zer #Mythos

Mythen verwandeln Geschichte in Natur und erzählen von ewigen Wahrheiten. Der Alpen-Mythos hat in der Geschichte der Schweiz eine ganz besondere Rolle gespielt – aber er ist heue nur noch eine ferne Erinnerung. Und das ist gut so.

| 31. Juli 2016

Der post­mo­derne #öffentliche_Raum. Ein Gespräch mit Chris­toph Haerle (Teil 2)

Seit den 1970er Jahren verschieben sich die Begriffe ‚öffentlich’ und ‚privat’: Das Individuum zelebriert sich im öffentlichen Raum, einzeln oder in der Masse. Der öffentliche Raum mutiert zum Eventraum – und wird dabei vom Kapital aufgesogen.

| 9. Juni 2016

Der #öffentliche_Raum ist immer poli­tisch. Ein Gespräch mit Chris­toph Haerle (Teil 1)

Was ist der öffentliche Raum? Ist er ein Ort der Macht oder der demokratischen Teilhabe? Der Architekt, Stadtplaner und Künstler Christoph Haerle über die politische Funktion des öffentlichen Raums in der europäischen Geschichte.

| 8. Juni 2016

Wie reak­tio­när hätten Sie’s denn gerne? NZZ-Autor Heri­bert Seifert mimt das libe­rale Mediengewissen

Schon oft in letzter Zeit musste man zur Kenntnis nehmen, dass die NZZ sich kaum mehr gegen politische und intellektuelle Strömungen weit rechts im politischen Spektrum abgrenzen mag. Der Ton wird rauer, die Fronten härter.

| 17. Mai 2016

„Schwei­zer Art ist Bauern­art“. Warum wir die Bauern so lieben.

Die Schweizer Staatsbauern haben mehr politischen Einfluss, als gut sein kann - nicht zuletzt, weil die bürgerlichen Städter sie so lieben. Die ideologischen Hintergründe dieser modernen Liaison gehen ins frühe 20. Jahrhundert zurück.

| 10. Mai 2016

#Inte­gra­tion war nie. Über ein irre­füh­ren­des Konzept

Die Rede von der Integration ist nebulös. In einer pluralisierten Gesellschaft ist sie vor allem eine Waffe jener, die von den ‚Anderen‘ Integration, ja Anpassung verlangen, ohne selbst dieser imaginären Norm zu entsprechen. Wir sollten die Vokabel streichen.

| 3. April 2016