Alle Artikel von Janosch Steuwer

Janosch Steuwer ist Historiker. Er forscht an der Uni­versi­tät Zürich zur Gesellschaftsgeschichte des Nationalsozialismus sowie zur Geschichte der Kindheit im 20. Jahrhundert und ist Herausgeber von Geschichte der Gegen­wart.

#MeToo. Warum es keine eigenen Erfahrungen mit Diskriminierung und Gewalt braucht, um angemessen über sie sprechen zu können

Muss Gewalt und Diskriminierung erfahren haben, wer über sie sprechen möchte? Ist nur dann ein Verständnis solcher Phänomene möglich? Seit #MeToo sind solche Fragen wieder aktuell. Zeit daran zu erinnern, dass die Kulturwissenschaften dieses Problem bereits intensiv diskutiert haben.

| 12. November 2017

„Angst essen Seele auf“ und die Mechanismen von Ausgrenzung und Integration

„Angst essen Seele auf“ von Rainer Werner Fassbinder könnte man als zeithistorisches Filmdokument über die „Migrationsproblematik“ der 70er Jahre ansehen. Die im Film vollzogene Verschiebung von Kategorien wie ‚Gesellschaft' und ‚Gemeinschaft‘, die zu einer gelungenen Integration führt, ist jedoch heute nicht weniger aktuell.

| 16. Juli 2017

Der Marsch der Individualisten. Die historische Erfahrung des Nationalsozialismus und die rechtspopulistischen Bewegungen der Gegenwart

Der Nationalsozialismus lässt sich nicht auf Terror und Gleichschaltung reduzieren. Ebenso wichtig waren persönliches Engagement – und ideologische Vielfalt im Rahmen der «Volksgemeinschaft». Daraus lassen sich Schlussfolgerungen für die Gegenwart ziehen.

| 1. Februar 2017

Europa, die Rechte und die Medien. Wie sich die nationalistische Rechte als europäische Kraft inszeniert

Die rechtspopulistischen Parteien betonen ihren Nationalismus, inszenieren sich aber in den Medien als "europäische" Kraft. Das ist paradox - und dient dazu, ihre Stärke zu überschätzen. Dabei sind seit 1951 alle Bündnisversuche der Rechten in Europa gescheitert.

| 7. September 2016