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Man muss nicht den Latei­ner spie­len, um sich daran zu erin­nern, dass in der Stadt Rom noch heute auf jedem Kanal­de­ckel die antike Formel „S.P.Q.R.“ zu lesen ist: Sena­tus Popu­lus­que Roma­nus, „Senat und Volk von Rom“ (das an popu­lus ange­hängte „-que“ bedeu­tet das „und“). Die Macht Roms stützte sich program­ma­tisch auf die Verbin­dung von „Rat“ und „Volk“ – solange jeden­falls, bis der macht­hung­rige Konsul und erfolg­rei­che Feld­herr Gaius Julius Caesar sich im Jahr 49. vor Chr. zum Dikta­tor aufschwang.

Der legi­time Kern des Popu­lis­mus

"Patriot_Ink"; Quelle: twitter.com

Es ist nütz­lich, die antike Formel S.P.Q.R. im Hinter­kopf zu behal­ten, wenn man sich die Frage stellt, welche Rolle dem popu­lus im poli­ti­schen Denken der Moderne zukam – und welche Rolle heute dem peuple, dem people zuge­schrie­ben wird. Zur Erin­ne­rung: In einer Welt, in der seit dem christ­li­chen Mittel­al­ter das Gottes­gna­den­tum die unteil­bare Herr­schaft des Caesar, des Königs bzw. des Zaren begrün­dete, konnte der repu­bli­ka­ni­sche Verweis auf das „Volk“ nur Verschwö­rung und Revo­lu­tion bedeu­ten. Schon 1787 aller­dings stützte sich die ameri­ka­ni­sche Verfas­sung auf die Formel „We, the People“; Frank­reich folgte 1789, und Russ­land stürzte seinen Zaren im Namen des Volkes 1917. Heute besitzt daher jeder Popu­lis­mus einen legi­ti­men Kern, indem er sich auf genau jenes „Volk“ beruft, in dessen Namen in der Moderne allein noch Macht ausge­übt werden kann.

Ist der Popu­lis­mus daher nicht die reinste Form demo­kra­ti­scher Macht? Ist er nicht dieje­nige poli­ti­sche Haltung, die den Gedan­ken von der „Herr­schaft des Volkes“ wie keine andere unver­fälscht zum Ausdruck bringt? Wäre also nur der popu­lus die Basis einer guten Repu­blik? In der Schweiz hat der popu­lis­ti­sche Poli­ti­ker Chris­toph Blocher immer in dieser Weise argu­men­tiert: Gegen die angeb­lich ille­gi­time, usur­pie­rende Macht der Büro­kra­tie und der Poli­ti­ker sei wieder die unge­teilte und unteil­bare Macht des Volkes durch­zu­set­zen. Auch in ande­ren Ländern Euro­pas und darüber hinaus haben solche Argu­mente derzeit bekannt­lich Konjunk­tur. „Au nom du peuple“, lautet, unver­meid­li­cher Weise, der Wahl­kampf­slo­gan der Popu­lis­tin Marine Le Pen.

Der Popu­lis­mus ist, seinem Namen und seinem Konzept nach, anders nicht zu defi­nie­ren: Er ist die Forde­rung nach der unmit­tel­ba­ren, der unver­mit­tel­ten Verbin­dung zwischen dem Volk und der Macht. Die Inau­gu­ra­ti­ons­rede von Donald Trump hat diesen popu­lis­ti­schen Grund­satz deut­lich zum Ausdruck gebracht: „Zu lange“, so Trump, „hat eine kleine Gruppe in der Haupt­stadt unse­res Landes von der Regie­rung profi­tiert, und das Volk hat die Kosten getra­gen. Washing­ton blühte, aber das Volk hat nichts von dem Reich­tum gehabt.“ Daher versprach er: „Der 20. Januar 2017 wird als der Tag in der Erin­ne­rung blei­ben, an dem das Volk wieder zu den Herr­schern dieser Nation wurde.“

Die auto­ri­täre Logik des Popu­lis­mus

Diese Botschaft ist glas­klar, und sie ist für das Verständ­nis des Popu­lis­mus entschei­dend: Das Volk soll wieder unmit­tel­bar, ja unver­mit­telt selbst herr­schen können, nicht vermit­telt durch den Kongress, durch die Büro­kra­tie, durch Beamte, Poli­ti­ker und Lobby­is­ten. Unver­mit­telt – nun, fast, in Wahr­heit aber doch vermit­telt durch eine einzige, sich in aller Beschei­den­heit ganz in den Dienst des Volkes stel­lende Figur: der Präsi­dent, der Führer. Dieser einzige noch notwen­dige Vermitt­ler zwischen dem Volk und der Macht – heisse er nun Trump, Erdo­gan, Orban oder Putin – erscheint in dem vom Popu­lis­mus erträum­ten geschlos­se­nen Kreis­lauf zwischen dem Volk und der Macht als klei­nes, zwar notwen­di­ges, in sich aber bedeu­tungs­lo­ses supple­ment: eine blosse Kontakt­stelle, ein Durch­gangs­punkt nur. Denn die Macht soll von jenen ausge­übt werden, die, wie Trump am 21. Januar sagte, „zu Millio­nen“ bei seiner Amts­ein­füh­rung erschie­nen seien, und denen er versprach: „Heute über­ge­ben wir die Macht nicht nur von einer Regie­rung an die andere oder von einer Partei an die andere, sondern wir nehmen die Macht von Washing­ton D.C. und geben sie an euch, das Volk, zurück.“

Donald Trump Rally in Warren, Michi­gan, 31.10.2016; Quelle: worldwide.chat

Diese Führer­fi­gur, die nichts ande­res zu tun verspricht, als die Macht von den büro­kra­ti­schen Appa­ra­ten wegzu­neh­men und sie dem Volk „zurück­zu­ge­ben“, ist der Dreh- und Angel­punkt des Popu­lis­mus. Sie wird als eine Figur insze­niert und imagi­niert, die so „volks­tüm­lich“ und unauf­fäl­lig, zugleich aber so promi­nent und stark ist, dass sie die Illu­sion erwe­cken kann, sie allein sei der Garant, der die Macht des Volkes gegen die büro­kra­ti­schen Appa­rate und gegen die Elite sichern kann. Ihr funda­men­ta­les Para­dox besteht darin, dass sie einer­seits selbst am liebs­ten ganz verschwin­den, ja unwich­tig sein will. Tatsäch­lich soll sie ja auch ein blos­ses supple­ment der Macht des Volkes sein und braucht daher auch gar nicht ‚wirk­lich’ zu regie­ren. Andrer­seits aber muss diese Führer­fi­gur mäch­tig und stark sein, um die Büro­kra­tie und die Elite zu bekämp­fen.

Als ein para­do­xes, zugleich mäch­ti­ges wie verschwin­dend klei­nes supple­ment steht dieser Führer ausser­halb der poli­ti­schen Ordnung. Dass er die etablier­ten poli­ti­schen Regeln bricht, ist dabei kein Schön­heits­feh­ler, sondern sein Prin­zip – er ist der Exzess des Poli­ti­schen. In diesem Sinn unge­bun­den, kann der Führer auch alle ande­ren Regeln brechen, ja sich jeden perver­sen Exzess erlau­ben: goldene Türme, verschwen­de­risch grosse Privat­clubs oder Paläste mit 1000 Zimmern, Nepo­tis­mus und Kleop­to­kra­tie – und schliess­lich die Macht, offen und folgen­los zu lügen. Denn es gilt ein heim­li­cher Vertrag: Die popu­lis­ti­schen Wähler verzei­hen dem auto­ri­tä­ren Führer den offen­sicht­li­chen Miss­brauch seiner Macht, wenn er diese Macht nur dazu einsetzt, die büro­kra­ti­schen und poli­ti­schen Appa­rate zu zerschla­gen, unter denen das Volk angeb­lich leidet. Seine Wähler bewun­dern ihn sogar heim­lich für den Exzess, den er in aller Öffent­lich­keit zele­briert. Ausser­halb der etablier­ten Regeln gibt allein der Erfolg dem Mäch­ti­gen recht. Der Wahl­er­folg legi­ti­miert alles Weitere.

Ein linker Popu­lis­mus als Alter­na­tive?

Amerika ringt mit dem Popu­lis­mus, und das heisst nichts ande­res als: mit der Gefahr einer auto­ri­tä­ren Regie­rung. Denn dass die Macht „unver­mit­telt“ vom „Volk selbst“ ausge­übt werden soll, bedeu­tet, wie Steve Bannon die Öffent­lich­keit schon bald wissen liess, dass die Macht von Behör­den und staat­li­chen Agen­cies gebro­chen werden soll, um den Präsi­den­ten als einzi­gen Vermitt­ler in bisher unge­ahn­tem Masse zu stär­ken. Noch ist es in den USA nicht so weit, und man darf, mit Blick auf die Wider­stand­kraft der Insti­tu­tio­nen und von weiten Teilen der Zivil­ge­sell­schaft, viel­leicht sogar vorsich­tig opti­mis­tisch sein, dass Trump schei­tern wird.

Aber an seinem Beispiel lässt lernen, was Popu­lis­mus heisst. Das ist vor allem deshalb notwen­dig, weil sich die Versu­chung des Popu­lis­mus nicht nur auf der rech­ten, der konser­va­ti­ven Seite des poli­ti­schen Spek­trums ausbrei­tet, sondern auch auf seiner linken. Nicht nur die Rechts­po­pu­lis­ten, sondern auch einige linke Poli­ti­ker und Theo­re­ti­ker wie nament­lich der verstor­bene argen­ti­ni­sche Philo­soph Ernesto Laclau und die belgi­sche Poli­tik­wis­sen­schaft­le­rin Chan­tal Mouffe träu­men vom Popu­lis­mus, und mit ihnen nicht wenige im Umkreis von Jeremy Corbyn in England, in der grie­chi­schen Syriza oder bei der Pode­mos in Spanien. Und auf dieser Platt­form hatte kürz­lich Jens Ander­mann, gestützt auf Laclau/Mouffe und mit Blick auf die Notwen­dig­keit, in Latein­ame­rika die neoli­be­ra­len Angriffe auf Sozi­al­pro­gramme und Minder­hei­ten­rechte abzu­weh­ren, für einen linken Popu­lis­mus plädiert.

Laclau/Mouffe argu­men­tie­ren, ein linker Popu­lis­mus sei möglich, der, kurz gesagt, auf folgen­den Prin­zi­pien aufzu­bauen wäre: Erstens auf politisch-propagandistisch zu erzeu­gen­den „tiefen“ Antago­nis­mus zwischen dem „Volk“ und dem „System“, ein Antago­nis­mus, der gleich­sam alle ande­ren Diffe­ren­zen in der Gesell­schaft und alle verschie­de­nen „demands“ in sich aufnehme und als solcher das Volk gegen die Eliten oder eben das „System“ einen könne. Und zwei­tens sei als Zeichen dieses Volkes ein „leerer Signi­fi­kant“ zu wählen, ein Zeichen ohne weitere Bedeu­tung (so wie eine Fahne „an sich“ keine Bedeu­tung hat), um zu ermög­li­chen, dass das Volk sich als poli­ti­scher Akteur erfin­den, ja erst entste­hen könne. Damit wären nicht länger die alten, reak­tio­nä­ren Bedeu­tun­gen dessen, was das Volk sei (eine Abstam­mungs­ge­mein­schaft, eine „Rasse“, etc.), für die popu­lis­ti­sche Mobi­li­sie­rung bestim­mend, sondern ein neues, ein zukunfts­of­fe­nes Verständ­nis von „Volk“.

"Graf Öder­land / Wir sind das Volk", Schau­spiel­haus Dres­den, 2015; Quelle: staatsschauspiel-dresden.de

Das tönt schön, ist aber wenig plau­si­bel. Erstens machen sich Laclau/Mouffe bezeich­nen­der Weise wenig Gedan­ken über das supple­ment des poli­ti­schen Führers. Dieser scheint, ganz der popu­lis­ti­schen Logik entspre­chend, kaum der Rede wert zu sein, obwohl Figu­ren wie Peron, Castro oder Chávez hinläng­lich das Gegen­teil bewie­sen haben. Zwei­tens: Es gibt jenseits von Fahnen so etwas wie neue, unschul­dige „leere Signi­fi­kan­ten“ nicht, gibt es keine neuen Namen für das Volk, das immer schon seine Geschichte und ihre Deutun­gen mit sich trägt. Alle popu­lä­ren Protest­be­we­gun­gen seit dem Mittel­al­ter rekur­rier­ten immer auf alte, oft mythisch Vorstel­lun­gen eines „alten Rechts“ und eines „ursprüng­li­chen Volkes“, um sich als poli­ti­sche Subjekte zu konsti­tu­ie­ren. In der Moderne haben diese Bezüge zwar meist ihre Geltung verlo­ren, aber inhalt­leer war die Rede vom Volk nie. Ob als „inven­ted tradi­ti­ons“, als Spra­che, Kultur oder „Rasse“: irgend­eine alte oder als alt phan­ta­sierte Substanz und irgend­ein Traum eines „Eige­nen“ moti­vierte die popu­läre Vorstel­lung vom Volk immer. Aus solchen Geschich­ten kann man nicht einfach so ausstei­gen.

Drit­tens ist der Versuch, den Begriff des Volkes durch einen gros­sen, als funda­men­tal phan­ta­sier­ten Antago­nis­mus gegen­über den Mäch­ti­gen, dem Appa­rat, dem Staat, dem System, der Elite... zu konstru­ie­ren, äusserst proble­ma­tisch, denn er gleicht dem Rechts­po­pu­lis­mus wie ein Zwil­ling dem ande­ren. Zwar mögen sich diese Zwil­linge in ihren poli­ti­schen Program­men und Zielen unter­schei­den (und das ist keine kleine Sache!), doch auch dieser linke Popu­lis­mus verspricht, aus den Vermitt­lungs­schlau­fen von rechts­staat­lich struk­tu­rier­ten Demo­kra­tien heraus­sprin­gen zu können. Der Traum aller Popu­lis­ten ist immer derselbe: Das Poli­ti­sche soll „wieder“ ganz einfach werden, weg vom Aushan­deln, Admi­nis­trie­ren und Steu­ern komple­xer gesell­schaft­li­cher Systeme und hin zum „Ausdruck“, ja zur unmit­tel­ba­ren Verwirk­li­chung des „wahren“ Willes des Volkes. Doch solche funda­men­ta­lis­ti­schen Konstruk­tio­nen eines Gegen­sat­zes zwischen einem „toten“ Appa­rat, System oder Staats­ma­schine auf der einen Seite und dem „leben­di­gen“ Körper des Volkes auf der andern – etwa auch in schein­bar progres­si­ven Formeln wie „We are the 99%“ – gehö­ren ins Feld der poli­ti­schen Meta­phy­sik. Sie sind nicht nur dem Auto­ri­ta­ri­mus nahe, sondern haben auch den ideo­lo­gi­schen Effekt, alle Fehler und Schä­den der Gesell­schaft dem „einen Prozent“ in die Schuhe zu schie­ben.

Die Gefahr des Mili­ta­ris­mus

Das eigent­li­che Haupt­pro­blem des Popu­lis­mus aber besteht darin, dass er auf ein „Volk“ refe­riert, das, wie gerade Laclau/Mouffe gezeigt haben, notwen­di­ger­weise und immer schon durch einen Antago­nis­mus gegen aussen konsti­tu­iert wurde und wird. Das, was „Volk“ heis­sen soll, wurde in der Moderne immer als jene distinkte histo­ri­sche, ethni­sche oder gar „rassi­sche“ Substanz gedacht, die die Grenz­zie­hun­gen von Natio­nen begrün­dete, und die Geschichte lehrt zur Genüge, wie krie­ge­risch diese Grenz­zie­hun­gen immer waren.

"Graf Öder­land / Wir sind das Volk", Schau­spiel­haus Dres­den, 2015; Quelle: staatsschauspiel-dresden.de

Es ist daher alles andere als ein Zufall, dass der Popu­lis­mus sich von diesen Formen der konsti­tu­ti­ven Abgren­zung gegen­über den „Ande­ren“ nicht nur nicht distan­zie­ren kann, sondern sie viel­mehr befeu­ert. Das supple­ment eines Führers, der nur in aller Beschei­den­heit die Macht „dem Volke zurück­zu­ge­ben“ verspricht, ist daher vor allem im rech­ten Popu­lis­mus, letzt­lich aber in all seinen Vari­an­ten ein natio­na­lis­ti­scher Führer, der die mili­tä­ri­sche und poli­zei­li­che Funk­tion des Staa­tes aufbläht. Der Popu­list neigt dazu, ein Mili­ta­rist zu sein, weil die Logik seiner Macht die Logik der Abgren­zung ist. Dass diese mili­tä­ri­schen Formen von Grenz­zie­hun­gen nicht nur gegen­über ande­ren Natio­nen akti­viert werden, sondern zuerst an den „inne­ren“ Gren­zen einer Gesell­schaft, dort, wo defi­niert werden soll, wer aus ihrem Kreis zum „Volk“ gehört und wer nicht, ist die gewalt­tä­tige Konse­quenz dieser Poli­tik.

Dass der Popu­lis­mus eine innere Logik hat, heisst aller­dings nicht, dass er fähig wäre, gemäss seiner Logik zu „funk­tio­nie­ren“. Denn er kann gar nicht funk­tio­nie­ren: Entwe­der schei­tert er am Wider­stand der Insti­tu­tio­nen und den Komple­xi­tä­ten der Gesell­schaft – oder er wird so auto­ri­tär, dass er seinen Legi­ti­ma­ti­ons­kern, den Bezug auf das We, the People, voll­stän­dig verliert und zur Dikta­tur mutiert.

S.P.Q.R.

Die Kanal­de­ckel in Rom erin­nern an eine alte Wahr­heit: In Repu­bli­ken herrscht nicht das Volk, sondern eine recht­lich regu­lierte Koppe­lung von Senat und Volk, von Volk und seinen Reprä­sen­tan­ten. Die Aushandlungs- und Ausgleichs­pro­zesse zwischen den vielen unter­schied­li­chen Inter­es­sen in komple­xen Gesell­schaf­ten erfor­dern Regeln und spezia­li­sier­tes Perso­nal, die weder dem „Willen“ eines als einheit­lich phan­ta­sier­ten „Volkes“ entspre­chen können, noch durch eine Regie­rung ersetzt werden sollen, die diese Einheit­lich­keit auto­ri­tär verord­net. Der popu­lis­ti­sche Traum vom Unver­mit­tel­ten aber wäre das Ende der Demo­kra­tie als der Herr­schaft des Volkes.

Von Philipp Sarasin

Philipp Sarasin lehrt Geschichte der Neu­zeit an der Universität Zürich. Er ist Mit­be­gründer des Zentrums Geschichte des Wissens, Mitglied des wissen­schaft­lichen Beirats der Internet­plattform H-Soz-Kult und Heraus­geber von Geschichte der Gegenwart. Er kommentiert privat auf twitter.