Monat: September 2016

Über­wa­chung und post­mo­derne Selbst­ver­hält­nisse. Was eine Volks­ab­stim­mung bloss­le­gen kann.

Die grosse Zustimmung zum neuen Nachrichtendienstgesetz der Schweiz (NDG) wirft ein grelles Licht auf unsere postmodernen Selbstverhältnisse und unseren Umgang mit der Macht. Wir waren längst schon bereit, unser Privates öffentlich zu machen.

| 28. September 2016

#Open_Access: Wie der akade­mi­sche Kapi­ta­lis­mus die Wissen­schaf­ten verän­dert

"Open Access" verspricht den freien Zugang zu allen wissenschaftlichen Publikationen - und so Fortschritt und Demokratie in einem. Die Realität ist komplexer und weniger freundlich: Der akademische Kapitalismus droht, die Landschaft der Wissenschaften nachhaltig zu verändern.

| 25. September 2016

Neues Nach­rich­ten­dienst­ge­setz (NDG): Nimm Deine Grund­rechte!

Was geschieht gegenwärtig? Hat da nicht eine Partei mit F (wie Freiheit) nach der Formel {FDP – F = DP} den Rest ihrer Glaubwürdigkeit in „Die Polizei“ investiert...? Am nächsten Sonntag droht, dass dieses politische Kürzungsprogramm auch ins Schweizer Recht eingeschrieben wird.

| 21. September 2016

Ethno­psy­cho­ana­lyse als Utopie. Paul Parin zum 100. Geburts­tag

Paul Parin hat in den 1950er Jahren zusammen mit Goldy Parin-Matthèy und Fritz Morgenthaler in Zürich die Ethnopsychoanalyse begründet. Diese verbindet die Erforschung des Fremden mit Gesellschaftskritik, Selbsterforschung und Psychoanalyse. Ihr radikaler Blick auf das Individuum ist immer noch relevant.

| 18. September 2016

Die Verschwö­rungs­theo­rien der „Klima­wan­delskep­ti­ker“

Der Klimawandel ist eine wissenschaftliche Tatsache. Das hat jahrzehntelange Forschung von tausenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ergeben. Rechtspopulisten interessieren sich nicht dafür und streiten den Klimawandel ab. Stattdessen raunt man lieber von einer Weltverschwörung.

| 15. September 2016

"Vertei­di­gung der Repu­blik" (E. Badin­ter) oder Kultur­re­la­ti­vis­mus? Die Debatte leidet an falschen Alter­na­ti­ven

Die Philosophin und Feministin Elisabeth Badinter fordert die Verteidigung der „Republik“ gegen alles angeblich Fremde, weil sonst der Kulturrelativismus drohe. Diese Alternative ist falsch: es geht um die Verringerung von Leid - und um die Kritik an Verhältnissen, die Leiden befördern. 

| 13. September 2016

Karto­gra­fie als Poli­tik: Die Schweiz in 3D, 1883 bis 2016

Vor kurzem ist die neuste, die 3D-Version des Atlas der Schweiz erschienen. Das ist technisch avanciert und beeindruckend – und erinnert an die eminent politische Funktion von Kartografie in der Schweiz: Nicht nur die Nation, auch ihr Raum ist „imaginiert“.

| 11. September 2016

Europa, die Rechte und die Medien. Wie sich die natio­na­lis­ti­sche Rechte als euro­päi­sche Kraft insze­niert

Die rechtspopulistischen Parteien betonen ihren Nationalismus, inszenieren sich aber in den Medien als "europäische" Kraft. Das ist paradox - und dient dazu, ihre Stärke zu überschätzen. Dabei sind seit 1951 alle Bündnisversuche der Rechten in Europa gescheitert.

| 7. September 2016

Ein Extre­mist der Mitte. Zur Karriere des Angst­un­ter­neh­mers Donald Trump

Donald Trump ist keine Ausnahmeerscheinung: Er reiht sich ein in die wohlbekannte Riege der Angstunternehmer. Ihr Geschäft ist es, Unsicherheit in Angst zu verwandeln, abstrakte Risiken in akute Gefahren umzudeuten und sie zur Bedrohung innerer oder äußerer Sicherheit aufzubauschen.

| 4. September 2016