der senegalesische Schwinger Dieylani Pouye; Quelle: 20min.ch

Jenseits von Leitkultur und Multi­kulti. Wider die ethnische Begründung des Politi­schen

Das „Volk“ erfährt seit einigen Jahren in der rechtspopulistischen Bewegungs- und Parteienlandschaft Europas eine zweifelhafte Auferstehung. Ursprünglich Ausdruck politischer Emanzipation, verkommt der Begriff wieder einmal zur Rechtfertigung von ethnischer Identitätspolitik und Fremdenfeindlichkeit. Höchste Zeit ihn ad acta zu legen.

| 29. Mai 2016
FPÖ-Kandidat Norbert Hofer, Quelle: vox.com

Wienerschnitzel-Patriotismus und Sünden­bock­po­litik. Ein Kommentar zur Wahl in Öster­reich

Norbert Hofer hat jedem national überkochenden Stammtisch in Österreich den Anstrich der Seriosität gegeben. Seine 49,7 Prozent nobilitieren jetzt die Hetze gegenüber allem, was anders ist. Die FPÖ profiliert sich mit Sündenbockpolitik im Stile von Orbán, der AfD oder Blocher.

| 25. Mai 2016
Gipsmodell des neuen Bundeshauses, 1895; Quelle: wikipedia.org

Starke Männer? Nein, starke Insti­tu­tionen!

Alle 20 bis 30 Jahre wusste sich die Eidgenossenschaft zu erneuern. Jetzt ist die weitere Modernisierung von Demokratie und Rechtsstaat überfällig.

| 22. Mai 2016
Menschliches Embryo im Vierzellstadium, Quelle: newscientist.com

Ist die Präim­plan­ta­ti­ons­dia­gnostik (PID) „eugenisch“?

Am 5. Juni 2016 entscheiden die Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger über das neue Fortpflanzungsmedizingesetz, welches das Verbot der Präimplantationsdiagnostik aufheben will. Die Gegner argumentieren, das Gesetz führe zu Eugenik im Labor und sei deshalb ethisch inakzeptabel. Was ist davon zu halten?

| 19. Mai 2016
NZZ-Hauptgebäude an der Falkenstrasse in Zürich, Quelle: handelszeitung.ch

Wie reaktionär hätten Sie’s denn gerne? NZZ-Autor Heribert Seifert mimt das liberale Medien­ge­wissen

Schon oft in letzter Zeit musste man zur Kenntnis nehmen, dass die NZZ sich kaum mehr gegen politische und intellektuelle Strömungen weit rechts im politischen Spektrum abgrenzen mag. Der Ton wird rauer, die Fronten härter.

| 17. Mai 2016
NZZ Geschichte 5/2016 (Ausschnitt), Quelle: facebook.com/NZZGeschichte123/

Die NZZ im Herzen der weissen Hybris. Anmer­kungen zur helve­ti­schen ‚color line‘

Die neuste Ausgabe der „NZZ Geschichte“ wirbt für ein mildes Urteil über die kolonialen Verwicklungen der Schweiz. Das Heft bleibt damit selber in kolonialen Denkmustern verhaftet – und bietet aufschlussreiche Einsichten ins finstere Herz der populären schweizerischen Geschichtskultur. Eine Replik.

Piet Mondrian: Broadway Boogie-Woogie, 1943; Quelle: piet-Mondrian.org

Sind wir je postmi­gran­tisch gewesen? Eine Auffor­derung zur Debatte

Kulturalistische Klischees und Verallgemeinerungen von „uns“ und den „Anderen“ blockieren klares Denken und verhindern gute Analysen. Das gilt nicht nur beim Sprechen über „die Fremden“, sondern auch, wenn wir uns auf unsere eigene Gesellschaft beziehen.

| 12. Mai 2016
Schweizer Bauernkalender 2015

„Schweizer Art ist Bauernart“. Warum wir die Bauern so lieben.

Die Schweizer Staatsbauern haben mehr politischen Einfluss, als gut sein kann - nicht zuletzt, weil die bürgerlichen Städter sie so lieben. Die ideologischen Hintergründe dieser modernen Liaison gehen ins frühe 20. Jahrhundert zurück.

| 10. Mai 2016
Types of Islamic veils; Quelle: barringtonstageco.org

„Heil dir Helvetia – zieh jezt e Burka a“. Über Burkas, Bikinis und andere Schleier

Der Schleier hat sich zum Symbol einer als untragbar empfundenen Differenz entwickelt; das Verbot des Schleiers ist eine zutiefst symbolische Geste geworden, die die ganze muslimische Bevölkerung als Bedrohung für nationale Integrität und Harmonie projiziert. Warum ist das so?

| 8. Mai 2016